Hoffnungsschimmer

31. Juli 2019 20:52; Akt: 31.07.2019 20:52 Print

Dieses Nashornbaby ist eine Sensation

Gerade auf die Welt gekommen, liegen schon alle Hoffnungen auf einem kleinen Nashornbullen. Tatsächlich könnte er eine ganze Art retten.

Der noch namenlose Hoffnungsträger und seine Mutter Victoria. (Video: AFP)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Freude herrscht im Zoo von San Diego: Dort kam ein Südliches Breitmaulnashorn nach einer künstlichen Befruchtung auf die Welt, wie der Zoo im US-Bundesstaat Kalifornien mitteilte.

Umfrage
Gehen Sie gerne in den Zoo?

Die ungewöhnliche Geburt könnte dazu beitragen, die entfernt mit den Südlichen Breitmaulnashörnern verwandte Unterart der Nördlichen Breitmaulnashörner vor dem Aussterben zu bewahren. Weltweit leben nur noch zwei Tiere dieser Art – zwei Weibchen.

«Entscheidender Schritt»

Das männliche Kalb kam am Sonntag zur Welt. Die Mutter Victoria habe die 30-minütige Geburt gut überstanden, teilte der Zoo mit. «Sie gibt gut auf ihr Junges acht. Das Kalb läuft bereits und trinkt regelmässig», sagte Barbara Durrant, zuständig für das Zuchtprogramm des Zoos. Die Geburt sei ein «entscheidender Schritt» im Bestreben, das bedrohte Nördliche Breitmaulnashorn zu retten.

Es ist die erste erfolgreiche künstliche Befruchtung eines Südlichen Breitmaulnashorns in Nordamerika und erst die dritte weltweit. Mutter Victoria war im März 2018 mit Sperma eines Bullen namens Maoto befruchtet worden. Nach 493 Tagen kam das Junge nun zur Welt.

Doch noch Hoffnung für Weisses Nashorn?

Leihmütter sollen ausgestorbene Art austragen

Wissenschaftler hoffen, dass in Zukunft Südliche Breitmaulnashorn-Weibchen als Leihmütter für ihre nördlichen Artgenossen dienen könnten. Das Erbgut von rund einem Dutzend der fast ausgestorbenen Tiere wurde aufbewahrt. «Die Forscher sind optimistisch, dass auf diese Weise in den nächsten zehn bis 20 Jahren ein Nördliches Breitmaulnashorn geboren werden könnte», teilte der Zoo mit.

Das letzte Nördliche Breitmaulnashorn-Männchen musste im Jahr 2018 eingeschläfert werden (siehe Video unten). Hingegen leben noch rund 18'000 Südliche Breitmaulnashörner in freier Wildbahn. Ihr Bestand schrumpft jedoch ebenfalls. Wilderer töten im Schnitt alle acht Stunden ein Tier.

Victoria und ihr Junges werden vorerst von den Zoobesuchern abgeschirmt. Schon bald könnte das neugeborene Kalb einen Spielkameraden bekommen: Ein weiteres Weibchen wurde ebenfalls künstlich befruchtet und wird voraussichtlich im September oder Oktober sein Junges zur Welt bringen.

Tiere in Gefahr


So berichtete 20 Minuten im Jahr 2018 über den Tod von Sudan. (Video: Tamedia)

(fee/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Theorie &Praxis am 31.07.2019 21:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bananensplit

    Hoffentlich schafft es der kleine kerl :) Unglaublich dass es im 21. jahrhundert immernoch solche unterbelichtete menschen gibt, die ernsthaft denken, das gewisse tierknochen oder hörner gegen impotenz, herzversagen usw. helfen könnte. Allen einen schönen 1. august

    einklappen einklappen
  • Homo sapiens am 31.07.2019 21:31 Report Diesen Beitrag melden

    Komisch

    Wir sind schon eine komische Spezies. Zuerst rotten wir eine Tierart aus und danach finden wir es sensationell diese wieder zu züchten.

    einklappen einklappen
  • Michel am 31.07.2019 21:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erstaunlich...

    ... wie der Mensch versucht, zu retten was er angerichtet hat.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roli am 01.08.2019 08:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Evolution

    Ich persönlich finde es zwsr schsde, wenn eine Tierart ausgerotten wird, denke aber, es gehört zur Natur. Kein Tier hat die Evolution bislang überlebt. Arten sterben aus, neue entstehen. Auch dem Mensch blüht dies...

    • MelBel am 01.08.2019 09:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roli

      Jedoch ist bei all diesen Arten die in den letzten 1000 Jahren ausgerottet wurden eindeutig der Mensch schuld. Es läuft alles viel zu schnell ab und die Evolution kommt nicht nach - ich wüsste von keiner Art, die in den letzten 100 Jahren neu entstanden ist als "Ersatz" für alle ausgestorbenen.

    • Swisslady am 01.08.2019 10:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roli

      Leider ist oft der Mensch schuldig Gerade bei Nashörnern sind die Hörner begehrt und haben zur Ausrottung geführt Deshalb musste der wunderschöne Koloss Sudan bewacht werden Traurige Welt

    einklappen einklappen
  • Spunk am 01.08.2019 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    nein, unnatürlich

    Gehe nicht in den Zoo, das Leben der Tiere, in Gefangenschaft, auch wenn das Gehege tierkonform ist, ist einfach nicht dasselbe als in Freiheit. Mir tun die Tiere sehr leid - deshalb gehe ich in KEINEN Zoo und auch kein Zirkus.

    • Silberdistel am 01.08.2019 10:32 Report Diesen Beitrag melden

      Zolli

      Das Leben in einem guten Zolli ist für viele Tiere die einzige Chance auf das Überleben. Hier werden sie naturnah betreut und haben keine Feinde. Wenn Sie keinen Zoo besuchen und mit den Pflegern reden, können Sie das natürlich auch nicht wissen.

    • Fydagh am 01.08.2019 11:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Spunk

      Lieber in der "Natur" in der sie Rücksichtslos vom Menschen gejagt werden, nicht etwa für Nahrung sondern nur wegen des Horns und aus Spass am töten. Da erscheint mir doch der Zoo der zur Artenretung da ist doch sehr sinnvoll...

    einklappen einklappen
  • Expert am 01.08.2019 08:10 Report Diesen Beitrag melden

    Tiere

    Ich finde das irgendwie komisch..warum sind menschen immer so selbstlos und verstaendlich wenn es sich um tiere handelt, im vergleich zu den menschen. Seid ihr wirklich der meinung, dass die welt fuer das tier geschaffen wurde. Sicher muss man auf die tiere aufpassen- ich kann nicht mal eine nervige fliege torrents, aber mir tun die menschen genauso leid. Ich kann auch kein kind weinen sehen. Aber ich habe das gefuehl dass viele mehr feinfuehlig sind wenn es sich um tiere handelt als beim mensch.

    • Fantasma am 01.08.2019 14:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Expert

      Keine Spezies auf dieser Erde geht so rücksichtslos gegen seine eigene Art vor wie der Mensch! Er versklavt, unterdrückt, beutet aus, mordet, verstümmelt, bombt, terrorisiert und löscht ganze Völker aus. Ganz sicher, nicht alle Menschen sind des Lebens wert.

    einklappen einklappen
  • Expert am 01.08.2019 08:10 Report Diesen Beitrag melden

    Tiere

    Ich finde das irgendwie komisch..warum sind menschen immer so selbstlos und verstaendlich wenn es sich um tiere handelt, im vergleich zu den menschen. Seid ihr wirklich der meinung, dass die welt fuer das tier geschaffen wurde. Sicher muss man auf die tiere aufpassen- ich kann nicht mal eine nervige fliege toeten, aber mir tun die menschen genauso leid. Ich kann auch kein kind weinen sehen. jedoch ich habe das gefuehl dass viele mehr feinfuehlig sind wenn es sich um tiere handelt als beim mensch.

    • Der Koch am 01.08.2019 09:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Expert

      Ganz einfach.. Tiere wären sehr wahrscheinlich bessere Menschen als wir es sind. In der Tierwelt gibt es keine Währung die für ungleichheit sorgt oder sonstige selbstgemachten Probleme. Die Tiere können nichts für die Welt die wir erschaffen (haben) Aus diesem grund habe ich mit Tieren mehr Mitleid als mit vielen Menschen.

    • maya am 01.08.2019 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Expert

      Der mensch kann wenigstens reden und sich mitteilen. Das tier nur stumm leiden. Deshalb wird es oft ausgebeutet und gequält.

    • Schweizerin am 01.08.2019 10:45 Report Diesen Beitrag melden

      @maya

      Da haben Sie recht, aber Menschen Babies sind genauso hilflos und muessen oft stumm leiden, und das kuemmert lang niemand so.

    • Fydagh am 01.08.2019 11:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Expert

      Klingt etwas hart, aber Menschen gibt es immer mehr, Tiere und deren Lebensräume müssen dadurch weichen. Der Mensch mit seinem Egoismus fördert das Ungleichgewicht der Natur, in dem man meint jeden retten zu müssen. Die Natur mag in dieser Hinsicht grausam sein, jedoch hat es noch keiner Art etwas genutzt wenn, Lebewesen, welche nicht selbstständig Leben können weiter leben und sich vermehren. Ein krankes Tierbaby wird oft von der Mutter gleich nach der Geburt getötet oder verstossen. Aber das gehört auch dazu, auch wenns traurig ist. Irgendwann holt uns das noch ein....

    • maya am 01.08.2019 12:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Schweizerin

      Ja das stimmt die sind bei der geburt auch unschuldig . Aber wenn sie dann falsch erzogen werden dann gehts meistens schief. Natürlich sollten auch sie vor übergriffen durch erwachsene mit allen mitteln geschützt werden.

    einklappen einklappen
  • KLuginator am 01.08.2019 07:25 Report Diesen Beitrag melden

    Wilderei auf gefährdete Tierarten...

    ...sollte ebenfalls mit der Todesstrafe geahndet werden! Das schreckt ab.

    • Daniel am 01.08.2019 07:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @KLuginator

      Auch in der CH dann konsequenterweise.

    einklappen einklappen