Fördergelder

30. Januar 2013 12:10; Akt: 30.01.2013 13:10 Print

ETH Zürich räumt bei der EU ab

Nachdem die EPFL mit dem «Human Brain Project» den grossen EU-Jackpot gezogen hat, kommt nun auch die ETHZ in den Genuss von EU-Geld: 33 Millionen gehen für Projekte nach Zürich.

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Die Qualität der ETH Zürich überzeugte die EU. (Bild: Keystone)

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Am Dienstag gab die EU-Kommission bekannt, dass sie das «Human Brain Project» der ETH Lausanne (EPFL) zum Forschungs-Flaggschiff auserkoren hat und bis 2023 mit einer halbe Milliarde Euro unterstützen wolle. Die ETH Zürich (ETHZ) ging mit ihrem Projekt FuturICT leer aus. Schnell wurde spekuliert, dass das Deutschweizer Polytechnikum gegenüber seinem Westschweizer Pendant an Boden verliere.

Doch auch die Zürcher können Erfolge im Kampf um EU-Gelder vorweisen: 12 Forscherinnen und Forscher der ETHZ erhalten einen ERC Advanced Grant und mit ihm millionenschwere Förderbeiträge von der EU. Insgesamt fliessen rund 33 Millionen Franken in Projekte der Zürcher Hochschule.

Die ETH belege damit zusammen mit der University of Oxford den Spitzenplatz, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Ausschreibung im vergangenen Jahr habe alle Erwartungen übertroffen. 46 Prozent der von der ETH Zürich eingereichten Projekte seien auch ausgezeichnet worden.

Diese grosse Erfolgsrate unterstreiche die ausserordentliche Qualität der Forschenden an der ETH Zürich. «Wir motivieren und unterstützen unsere Professorinnen und Professoren bei der Einreichung von Projekten, ohne zu drängen», wird Roland Siegwart, Vizepräsident für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen der ETH Zürich, zitiert.

Geld für Spitzenforscher

Die 12 mit einem ERC Advance Grant ausgezeichneten Professorinnen und Professoren erhalten in den nächsten fünf Jahren bis zu 2,5 Millionen Franken für ihre Projekte. Unterstützt werden etwa eine Simulation, die zeigen soll, wie soziale Verhaltensmuster entstehen, neue Proteinkapseln, die Medikamente transportieren können, Elektronen-Transferprozesse in neuen Dimensionen oder die Erforschung der mikrobiellen Vielfalt im Boden.

Advanced Grants richten sich an etablierte Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher aus ganz Europa. Daneben richtet der ERC auch Beiträge für Nachwuchsforschende aus, die so genannten Starting Grants.

Ende 2012 wurden die ERC Advanced Grants zum fünften Mal vergeben. In dieser Zeit erhielten 41 ETH-Forschende rund 114 Millionen Franken von der EU zugesprochen. Dazu kamen noch rund 46 Millionen Franken aus den ERC Starting Grants.

(jcg/sda)