Herzinfarkt-Risiko

12. April 2016 18:30; Akt: 12.04.2016 18:30 Print

Ein Apfel am Tag macht tatsächlich fit und munter

Der Konsum von Früchten ist gesund. Nun zeigen Forscher, dass bereits 100 Gramm davon das Risiko von Schlaganfällen und Herzinfarkten deutlich senken.

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Äpfel sind nicht nur fein: Schon 100 Gramm von ihnen - oder anderen Früchten - wirken laut Forschern der Universität Oxford positiv auf das Herz-Kreislauf-System. Laut der im «New England Journal of Medicine» veröffentlichten Studie reduziert bereits diese geringe Menge Obst am Tag das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte um 33 Prozent. Allerdings hat die Studie Schwächen. So berücksichtigten die Forscher nicht, dass die Probanden, die täglich frische Früchte assen, tendenziell besser gebildet waren und generell gesünder lebten. So rauchten die betreffenden Probanden nur in den seltensten Fällen. Doch ungeachtet dessen: In Massen gegessen sind Früchte der Gesundheit auf jeden Fall zuträglich, wie die nächsten Slides zeigen. Die zahlreichen Vitalstoffe, die in stecken, stärken nicht nur das Immunsystem, sondern schmeicheln auch der Haut. Denn die Erdbeere enthält viel Vitamin C, sogar mehr als Zitronen. Das hilft den Zellen, sich zu erneuern. Die Folge: Die Haut wird zart und samtig. sind geschmacklich eher bitter, überzeugen aber mit ihrer entzündungshemmenden Wirkung. Dazu kommt, dass sie aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts die Abwehrkräfte stärken. stärken die Nerven und senken den Cholesterinspiegel. Zudem enthalten sie eine ideale Mischung aus Kohlenhydraten, die den Körper langfristig mit Energie versorgen und Fitness-Mineralstoffen wie Kalium, das den Wasserhaushalt reguliert, und Magnesium, das Muskelkrämpfe verhindert. Weiter können Bananen auch bei chronischer Müdigkeit und Magengeschwüren helfen. haben doppelt so viel Vitamin C wie eine Orange und gleichzeitig kaum Kalorien. In ihnen ist das Enzym Actinidin enthalten, das zur Spaltung von Eiweiss führt. Deshalb sollten Kiwis nicht in rohem Zustand mit Milchprodukten vermischt werden, da diese sonst einen bitteren Geschmack annehmen. Bei Verstopfung haben Kiwis eine abführende Wirkung. besitzen zahlreiche Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie enthalten vor allem Provitamin A, Vitamin B und C, aber auch Biotin. Dieses sorgt für schöne Haut, kräftige Fingernägel und robustes Haar. haben eine positive Wirkung auf die Blutgefässe. Die Durchblutung und die Elastizität können durch ihre Wirkstoffe (OPC, Flavonoide) verbessert werden. Zudem unterstützen Anthocyane den Körper dabei, freie Radikale abzufangen und sie zu neutralisieren. Die Pflanzenstoffe, die den Heidelbeeren ihre tiefblaue Farbe geben, bremsen zudem den Alterungsprozess der Haut. wirken verdauungsfördernd und positiv auf Herz und Kreislauf. Zudem senkt ihr Genuss den Cholesterinspiegel, liefert Vitamine und wichtige Mineralstoffe wie Eisen und Kalium. Mit wiederum lassen sich Arthritis und Gicht lindern. Zudem helfen sie bei Problemen mit der Harnblase und den Nieren. Am meisten Kilokalorien von allen hier aufgezählten Früchten haben getrocknete . Mit 250 kcal pro 100 g sind sie eine richtige Bombe. Datteln helfen allerdings wirksam gegen Verstopfung, Blutarmut und Müdigkeit und tragen zur Stärkung des Nervensystems bei. Ebenso gegen Verstopfungen wirken . Sie stärken zudem das Immunsystem, den Kreislauf und das Herz. wirken sich positiv auf das Immunsystem, die Muskeln und die Knochen sowie auf die Verdauungsorgane, Haut und Haare aus. Ausserdem helfen sie bei der Entschlackung und unterstützen daher bei eventuellen Fastenkuren.

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Obst ist gesund. Das weiss heute jedes Kind. Die Gründe sind vielfältig. So gelten Früchte nicht nur als Vitaminbomben und Immunsystemverstärker, sondern wirken – je nach Sorte – auch entzündungshemmend (Grapefruit) oder blutdrucksenkend (Heidelbeeren). Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

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Einen weiteren Nutzen nennt ein britisch-chinesisches Forscherteam derzeit im «New England Journal of Medicine»: Bereits 100 Gramm Obst am Tag reduzieren das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte um 33 Prozent.

Viele Mühen, ...

Für die Studie haben die Wissenschaftler um Huaidong Du von der Universität Oxford rund eine halbe Million Chinesen während sieben Jahren begleitet, beobachtet und untersucht. Die Probanden waren allesamt erwachsen und stammten zu gleichen Teilen aus ländlichen und urbanen Gegenden.

Der Abgleich der Gesundheitsdaten zeigte schliesslich, dass sich schon 100 Gramm Obst pro Tag äusserst positiv auf das Herz-Kreislaufsystem der Teilnehmer auswirkten.

... aber auch Fehler

Doch ganz so eindeutig, wie das Studienergebnis auf den ersten Blick scheint, ist es nicht, wie die Mitteilung der Hochschule offenbart. Darin wird darauf hingewiesen, dass die Probanden, die täglich frische Früchte assen, nicht nur tendenziell gebildeter waren, sondern auch generell gesünder lebten: Viele rauchten beispielsweise nicht und hatten bessere Blutdruck- und Blutzuckerwerte. Alles Faktoren, die dem Herz-Kreislaufsystem zuträglich sind.

Inwiefern sich dies auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirkte, betrachteten die Forscher jedoch nicht. «Es ist schwer zu sagen, ob das geringere Risiko bei Menschen, die viel frische Früchte essen, wirklich an einem schützenden Effekt des Obstes liegt», lenkt Mitautor Zhengming Chen in der Mitteilung ein.

Weiter ist noch unklar, ob sich das Resultat auch auf andere Länder übertragen lässt. Denn in China ist laut den Forschern der allgemeine Verbrauch von Obst deutlich geringer als in europäischen Ländern und in den USA. Damit könnte der Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Früchten und dem kardiovaskulären Risiko in China bedeutender sein als im Rest der Welt.

Doch ungeachtet dessen: In Massen sind Früchte der Gesundheit auf jeden Fall zuträglich, wie die Bildstrecke zeigt.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Apfelesser am 12.04.2016 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    An apple a day keeps the doctor away

    Das ist doch schon lange bekannt. Braucht es dafür wirklich eine Studie?

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  • Ralf Sen@ore am 12.04.2016 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Znüniapfel

    Haben bei uns in der Bude die Snackbox durch frische Früchte ersetzt. Der Apfel hat zudem noch viel Wasser und der Körper hat durch das Kauen genügend Zeit Insulin für die Fruktose zu produzieren. Die Apfelsäure reinigt zudem die schädlichen Bakterien aus der Mundhöhle. Äpfel sind genial, esse immer einen zum Frühstück. Halbe Stunde vor oder nach dem Essen, kleiner Tipp.

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  • Marc am 12.04.2016 19:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beeren Saison

    Freue mich jetzt schon auf die Beeren Saison!! Vor allem auf meine hauseigenen Him, Heidel, Stachel und Johannisbeeren! Ich warte lieber, statt ich mir diese Beeren aus Spanien kaufen, die wenig Geschmack haben und auch die Sonne nicht wirklich gesehen haben...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Leser am 13.04.2016 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Grapefruit

    Habe mal gehört, dass Grapefruit bei verschiedenen Medikamenten einen Einfluss auf deren Stoffwechsel bzw. Wirkung haben kann. Wer Medikamente einnehmen muss, sollte vielleicht mal seinen Arzt oder Apotheker fragen, ob das bei ihm/ihr einen Einfluss haben kann.

    • Artussine am 14.04.2016 01:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Leser

      Richtig, das stimmt. Da muss man sich erkundigen.

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  • No Fruits am 13.04.2016 13:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stimmt das wirklich?

    Ich esse eigentlich keine Früchte, mein Bruder jedoch liebt Äpfel und trotzdem bin ich fitter als er.

    • Miriam am 14.04.2016 11:03 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt's

      Immer wieder das selbe. Esst normal, gemäss eigenem Empfinden, dann werdet ihr gesund altern.

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  • Barbara am 13.04.2016 07:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ist längst bekannt

    Das weiss man doch schon seit 100 Jahren! Dass Früchte und Gemüse gut sind, war schon unseren Ururgrosseltern klar. Braucht es dafür wirklich eine Studie?

    • passt schon am 14.04.2016 03:43 Report Diesen Beitrag melden

      Vieles, was man früher "wusste"

      wurde dank solchen Studien widerlegt. Und man wusste auch nicht notwendigerweise, für wen und wozu genau bestimmte Nahrungsmittel gut sind.

    • Kelly am 14.04.2016 08:52 Report Diesen Beitrag melden

      Muss man das wissen?

      Ich höre lieber auf die alten Weisheiten der Eltern und Grosseltern als auf industriefinanzierte Studien. Was Oma noch wusste, ist mir mehr Wert als eine getürkte, geschönte Studie. Warum kann man es nicht einfach auch dabei belassen, dass es eben so ist wie es ist? Warum interessiert keinen Menschen und verschwendet nur wertvolle Gelder, die man sinnvoller nutzen könnte.

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  • Alles-Esserin am 13.04.2016 05:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mal so, mal so

    Ich esse immer worauf ich gerade Lust habe. Mal ist es ein Apfel, ein anderes mal, Schokolade oder Kuchen.

  • Karlsson am 12.04.2016 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Saisonal mit Ausnahmen

    Ich esse immer Saisonal, ausser Bananen, Avocados, Papayas und Mangos, die esse ich immer das ganze Jahr über.

    • Becker am 13.04.2016 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Karlsson

      Die haben in der Schweiz auch nie Saison. Ausser in 50 Jahren vielleocht wenn sich das Klima weiterhin so drastisch verändert... xD

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