Jambo - Prince of Kenia

28. April 2010 16:45; Akt: 28.04.2010 16:45 Print

Ein Tier mit Seltenheitswert

Der Vater ein Zebra, die Mutter ein Pferd - solche Tierkinder gibt es viele. Doch da es bei Jambo umgekehrt ablief, dürfte der Zebroid der einzige seiner Art sein.

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(Bild: EPA/MARIUS BECKER)

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Zebroide sind der Nachwuchs der entsteht, wenn ein Elternteil ein Zebra ist und der andere ein anderes Tier der Gattung Pferde.

Eine Kreuzung zwischen Zebra und Esel wird als Zebrule (von Zebra und Mule), Zonkey (von Zebra und Donkey) oder eingedeutscht als Zesel bezeichnet. Dann gibt es Zorse, das sind Kinder von einem Pferd (Horse) und einem Zebra, das meist eher wie ein Pferd als wie ein Zebra aussieht.

Bei all diesen Kreuzungen ist meist das Zebra der Vater, weil dann die Aufzucht einfacher ist.

Jambo - Prince of Kenia

Nicht aber bei Jambo - Prince of Kenia. Bei diesem Tier, das im deutschen Zircus Probst lebt, war das Zebra Kenia die Mutter. Und der Vater nicht ein gestandenes Pferd, sondern der Shetland-Ponyhengst Prinzi.

Die Ausdauer des kleinen, liebestollen Prinzis - und eine hügelige Weide - ermöglichte es schliesslich, dass am 17. August 2008 das Zorse (oder müsste es in diesem Falle Horze heissen?) Jambo - Prince of Kenia das Licht der Welt erblickte.

Wie die meisten Hybride aus verschiedenen Arten sind Zebroide in der Regel nicht fortpflanzungsfähig, da die Chromosomenzahlen der Elterntiere nicht identisch sind. So wird Jambo wohl den Titel «des ungewöhnlichsten Tier im rollenden Zoo des Circus Probst» keinem Nachwuchs weiter vererben können.