Fotobeweis

25. November 2019 15:23; Akt: 25.11.2019 15:23 Print

Erdmännchen können auch anders als herzig

In der Regel sehen sie putzig aus, doch hin und wieder zeigen Erdmännchen ihr wahres Gesicht – wie nun im Zoo Dortmund.

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Anfang 2019 sorgte ein Zoo in El Paso in Texas für Aufsehen. Er bot Sitzengelassenen an, am Valentinstag ihren Ex-Partner an Erdmännchen zu verfüttern. Zwar war das unmoralische Angebot nicht ganz ernst gemeint, doch auch den echten Ex hätten die Mangusten wohl gefressen.

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Denn was in Anbetracht ihres putzigen Aussehens oft vergessen wird: Erdmännchen sind Raubtiere, die sich zwar hauptsächlich von Insekten ernähren, aber auch zu Säugetieren, Vögeln und Reptilien nicht Nein sagen. «Etwa 20 Prozent der Nahrung von Erdmännchen besteht aus Wirbeltieren», schreibt der Zoo Dortmund auf Facebook.

Gedärme im Maul

Grund für den Beitrag ist das spektakuläre Foto, das Tierpflegerin Stella Gehrmann von einem ihrer Zöglinge gemacht hat (siehe Bildstrecke). Es zeigt, wie ein Erdmännchen ein Kaninchen zerfleischt. Die Gedärme im Maul, reisst es die blutige Schnauze weit auf. Von der den Tieren sonst zugesprochenen Herzigkeit keine Spur.

Einmal pro Woche bekomme die Dortmunder Erdmännchen-Familie Kaninchen serviert, «was dann durchaus schon für Irritationen gesorgt und bei manchen unserer Besucher das positive Image erschüttert hat», so der Zoo in seinem Post.

Die Karnickel würden jedoch nur tot verfüttert, heisst es weiter. «Wir beziehen die Kaninchen von einem Züchter, dessen Kaninchen hauptsächlich für den menschlichen Verzehr verkauft werden. Dort werden sie bereits fachgerecht getötet.» Aufgrund des deutschen Tierschutzgesetzes dürfen Wirbeltiere nicht lebend verfüttert werden, wenn das zu fütternde Tier auch Fleisch von toten Tieren fresse.

Viele gute Gründe

Dass das Kaninchen am Stück serviert werde, habe für das zu fütternde Tier viele Vorteile: «Zunächst ist es für das Tier eine gute Beschäftigung, das Futtertier selbst öffnen und zerlegen zu müssen, was auch den Kiefer, also die Kaumuskulatur, aber auch andere Muskeln der Raubtiere stärkt.» Zudem könne es dabei selbst entscheiden, was es zuerst fresse.

Ein weiteres Argument für die sogenannte Ganzkörperfütterung: Die Tiere würden so rasch beginnen, sich um die besten Stücke zu streiten. «Das hält sie auf Trab», so der Zoo. Auch würde nicht nur das Fleisch gefressen, «sondern auch Innereien, angedaute, oft pflanzliche, Magen- und Darminhalte, Knochen und Haare zum Beispiel.» Dadurch müssten weniger Mineralstoffe und Vitamine zugefüttert werden, da die Erdmännchen diese direkt aus der Nahrung aufnehmen würden. Durch die Haare werde ausserdem die Darmreinigung angeregt.

Wie es aussieht, wenn sich Erdmännchen ums Futter streiten, zeigt dieses Video. (Video: Walter Zoo)

(fee)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Prof. Dr. Erdmann am 25.11.2019 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    Sie wurden entlarvt

    Nun zeigen sie also ihr wahres Gesicht! Ich habe euch bereits vor Jahren gewarnt, euch x-mal gesagt "Fallt nicht auf ihre Niedlichkeit rein, das sind Bestien!" - Ich wurde belächelt, man hat mich beschimpft und man hat mich bespuckt. Nun seht selbst!

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  • Nick b. am 25.11.2019 15:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    passen

    sehr soziale Tiere die zusammenhalten. etwas zu essen brauchen sie nun mal ob uns das passt oder nicht, auch wir Menschen essen Dinge die fraglich sind und nicht allen passen, das muss jeder für sich selbst wissen.

  • Urs W. am 25.11.2019 16:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schönen feierabend

    süss sind sie trotzdem auf einer gewissen art :)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Herr Kleiderbügelig bei der Maus am 28.11.2019 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    auch Katzen können anders als herzig

  • na am 27.11.2019 20:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kleines Raubtier.

    wer hat im den Hasen gegen ,ist er selber rein gesprungen.

  • Ding Dong am 26.11.2019 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    Ueberflüssiger Artikel

    Wieder ein Artikel der das CO2 nicht wert ist.

  • Edmo am 26.11.2019 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wer kann das ertragen?

    Der Fotobeweis zerstört wieder mal Existenzen. Millionen von feinfühligen Mitmenschen müssen nun langjährig wegen posttraumatischer Störungen therapiert werden. Hättet Ihr doch bloss das wahre Gesicht der Erdmännchen direkt im Archiv verschwinden lassen. Wir sind ja schon mit der Klimahysterie mental überbelastet.

  • Oralapostel am 26.11.2019 07:19 Report Diesen Beitrag melden

    Zoos gehören abgeschafft

    Erstens finde ich nicht, dass die herzig ausschauen, sondern ziemlich verschlagen. Und zweitens gehören Tiere nicht in den Zoo, sondern in die freie Wildbahn. Bloss weil die Bestie Mensch zum eigenen Amüsement Tiere in Käfige einsperren möchte, müssen diese Tiere leiden. Artgerechte Haltung gibt es nicht. Und jetzt kommt mir nicht mit "dient der Arterhaltung". Wäre der Mensch nicht das dekadenteste Tier auf der Welt, dann bräuchte es auch keine Arterhaltung von vom Aussterben bedrohten Tieren. Weil dann ein Grossteil der vom Aussterben bedrohten Tiere gar nicht vom Aussterben bedroht wäre.

    • Typhoeus am 26.11.2019 07:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Oralapostel

      Dummes Zeug. Wie sollen Kinder Tiere kennenlernen, aus Büchern, Filme, Fernsehen und Internet?

    • Remo am 26.11.2019 09:01 Report Diesen Beitrag melden

      @Typhoeus

      Vielleicht sollten die Eltern mit den Kinder Urlaub in das natürliche Habitat der Tiere machen anstatt diese Tiere ihrer Freiheit zu berauben, nur damit man es anglotzen kann... Die Natur sollte als ganzes Erfahren und Kennengelernt werden, es gibt verschiedene Biotopen mit verschiedenen Tieren... Dummer Zeug ist nur das was du rausläst.

    • Thomas am 26.11.2019 17:18 Report Diesen Beitrag melden

      @Remo

      Selbst unabhängig von der Zoothematik halte ich deinen Vorschlag für sehr kontraproduktiv. Durch das Kennenlernen in der Natur dringt der Mensche nämlich in noch grösserer Zahl aktiv in die Lebensräume der Tiere vor und drängt diese weiter zurück. Das Beste für die Tiere ist ein intakter Lebensraum mit Rückzugsmöglichkeit ohne Begegnung mit dem Menschen. Dass das nicht immer möglich ist und ein Interessekonflikt mit den Interessen des Menschens vorliegt ist (leider) Realität aber daher erfüllen die Zoos (zurück zum Thema) eine gewisse Rolle der Aufklärung..

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