Peru

28. August 2019 19:01; Akt: 28.08.2019 19:01 Print

Forscher finden Überreste von über 200 Kinderopfern

Um die Götter zu besänftigen, opferten Mitglieder der Chimu-Kultur im heutigen Peru zahlreiche Kinder. Nun wurde eine Begräbnisstätte gefunden.

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Archäologen haben nach eigenen Angaben in Peru die weltweit grösste Begräbnisstätte für rituelle Kinderopfer entdeckt. Bislang wurden die Überreste von 227 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen vier und 14 Jahren freigelegt, wie Ausgrabungsleiter Feren Castillo am Dienstag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP sagte.

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Die in der Begräbnisstätte nahe dem Küstenort Huanchaco gefundenen Kinder wurden nach Überzeugung der Wissenschaftler während der Chimu-Kultur geopfert – vermutlich, um während einer besonders starken Phase des El Niño-Klimaphänomens die Götter zu besänftigen. Spuren deuten laut den Archäologen darauf hin, dass die Opfer während einer Zeit starker Niederschläge getötet wurden.

Die Chimu-Kultur erstreckte sich in der Zeit zwischen 1200 und 1400 nach Christus entlang der Küste des heutigen Peru bis nach Ecuador. Nach der Eroberung durch die Inca 1475 erlosch die Chimu-Zivilisation.

(vro/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gaby am 28.08.2019 19:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mutterherz

    Traurig dieser Fund. Wie verzweifelt waren wohl die Leute damals um sowas zu tun. Ich könnte das nie tun. Nie. Würde meine Kinder packen und davonlaufen.

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  • Kaa73 am 28.08.2019 20:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr solcher Artikel, danke

    Barbarische Rituale, unvorstellbar grausam. Die Mayas und auch die Azteken waren bekannt, für ihre schrecklichen Opfergaben zur Milderung für ihren Götterkult. Klar, in gewissen Sachen, schreibt man ihnen zugute, dass sie in manchen Bereichen, über ein Wissen verfügten, auf welches wir noch heute zurück greifen u. davon profitieren können. Doch bei all dem, darf man nicht vergessen, was für Greueltaten, als wärs das Normalste der Welt, an der Tagesordnung standen. Gilt natürlich auch für sämtliche anderen geschichtlichen, menschenverschtenden Ereignisse und Rituale.

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  • Justina am 28.08.2019 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Parallelen

    Heute werden um die Klimagötter zu beruhigen Steuerabgaben geopfert. Bringt etwa gleichviel

Die neusten Leser-Kommentare

  • Film Guru am 29.08.2019 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Apocalypto

    Das erinnert mich an den Film Apocalypto von Mel Gibson.

  • A.S. am 29.08.2019 16:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jesus liebt dich

    Genau deshalb kam Jesus auf die Welt. Und genau deshalb heisst es in den 10 Geboten: du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

  • Spekulatius am 29.08.2019 15:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    Wie das da einfach so durchrattert. Es ist einfach mal eine schlichte Behauptung, dass es sich um Opfer einer Opferung handelt. Einfach weil das Wetter ziemlich uncool war. Dann denkt man sich: Diese Barbaren haben bestimmt die Kinder noch geopfert. Dass aber diese Kinder genau so gut an den Folgen dieses uncoolen Wetters umgekommen sein könnten, das wird nicht einmal in Betracht gezogen. Früher gabs ja sowieso nur Wilde. Kannten zwar z.B SiriusB aber...Wilde. Und in den Kommentaren heisst es: Barbaaren, usw. Hinterfragt ihr eigentlich auch mal was? Oder geht einfach alles ungefiltert durch?

  • Hmmm am 29.08.2019 15:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Scho lustig

    Wenn man nicht schlau wird aus einer Sache, dann sind es immer Opferungen oder Rituale. Sagt doch einfach: Keine Ahnung. Kann alles sein.

  • Zeitzeuge.. am 29.08.2019 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kinderopfer in der Schweiz

    Zum Glück werden in der Schweiz ja keine Kinder misshandelt, missbraucht, durch Mobbing zum Suizid getrieben und oder getötet,