Künstliche Welten

11. Juli 2014 14:20; Akt: 11.07.2014 14:41 Print

Fressen und gefressen werden in Wassertanks

von Santina Russo - Ein Forscher erschafft Wasser-Ökosysteme und untersucht, wie sich deren Bewohner gegenseitig beeinflussen.

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Im kleinen Luzerner Ort Kastanienbaum am Vierwaldstättersee beugt sich der Umweltwissenschaftler Blake Matthews über einen seiner 40 blauen Wassertanks. Diese bergen ganze Ökosysteme: In 1000 Litern Seewasser leben Pflanzen, Mikroorganismen, Insektenlarven und weitere Kleintiere.

Die künstlich erschaffenen Wasserwelten stellen die Lebensbedingungen nach, die in verschiedenen Schweizer Seen herrschen. Denn: «Was mit den Tieren und Pflanzen vor sich geht, lässt sich in den Tanks viel besser erforschen als in den Seen selbst», sagt Matthews.

Auf dem Gelände der Forschungsanstalt Eawag nutzt er die künstlichen Ökosysteme beispielsweise, um den Einfluss von Raubfischen auf die Artenvielfalt zu beobachten. Zurzeit vergleicht er zwei kleine, rund fünf Zentimeter grosse Raubfisch-Arten, sogenannte Stichlinge. Regelmässig entnimmt der Forscher Wasserproben und analysiert, welche Organismen in Anwesenheit der Räuber überleben, welche eingehen und wie sich der Lebensraum als Ganzes entwickelt.

Fazit: Die Anwesenheit der Raubfische verändert das gesamte Ökosystem – von den Populationen von Kleintieren bis hin zu den Wachstumsbedingungen von Wasserpflanzen. «Durch solche Erkenntnisse erhalten wir ein besseres Verständnis davon, wie die verschiedenen Arten zusammen funktionieren», sagt Blake Matthews. «Und welche Faktoren die Artenvielfalt in Schweizer Seen beeinflussen.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • R. von Raffstein am 11.07.2014 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Fünf Zentimeter grosse Raubfisch-Arten

    Stichlinge sind die coolsten!

  • Jeeezzz am 11.07.2014 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Kastanienbaum

    Haha das Beste an diesem Artikel ist einfach nur der Name von diesem Ort! Ich bin ein Kastanienbaumer aus Kastanienbaum (?)

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  • Sylviandrea am 12.07.2014 06:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grosser Blödsinn

    Hat nur Beschäftigungscharakter für Forscher. Keine Ähnlichkeit mit der echten Natur mir fliessendem Wasser und Wettereinfluss. Wie kommen Wissenschaftler nur auf solch absurde Ideen? Labors haben auch keinen Sinn, abgesehen von "legaler" Tierquälerei.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sylviandrea am 12.07.2014 06:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grosser Blödsinn

    Hat nur Beschäftigungscharakter für Forscher. Keine Ähnlichkeit mit der echten Natur mir fliessendem Wasser und Wettereinfluss. Wie kommen Wissenschaftler nur auf solch absurde Ideen? Labors haben auch keinen Sinn, abgesehen von "legaler" Tierquälerei.

    • Sindy am 12.07.2014 11:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sylvi

      Wenn Labors keinen Sinn ergeben, lassen Sie bitte die Finger von Medikamenten, Esswaren und Kunststoffe und vieles vieles mehr. Weil Sie wissen sicherlich, dass es auch andere Labore gibt als solche bei Pharmafirmen, oder? Und gehen Sie nicht mehr zum FA, Ihr Krebsabstrich geht in ein sinnloses Labor! Ohje...

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  • R. von Raffstein am 11.07.2014 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Fünf Zentimeter grosse Raubfisch-Arten

    Stichlinge sind die coolsten!

  • Franco am 11.07.2014 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Lösungen gesucht

    Die Forscher in ihrer abgeschlossenen Glaskuppel sollten endlich Mal konkrete Lösungsansätze bringen. Kaum je fliessen die Erkenntnisse der Forscher in politische Entscheide ein.

    • Alejandro am 11.07.2014 16:16 Report Diesen Beitrag melden

      ich wage zu fragen:

      liegt es wohl an den Forschern, oder an der Lobby, auf deren Lohnliste die Politiker stehen? Einfach mal so die Frage in den Raum gestellt.

    • Nathan Ackermann am 11.07.2014 16:22 Report Diesen Beitrag melden

      Lösungen da, intelligentes Volk gesucht

      Das ist einer der dümmsten Kommentare, die ich je gelesen habe. Die ganze Klimadebatte hat ihren Ursprung in der Forschung (Lösung: weniger CO2 produzieren, z.B. Umweltabgaben -> Einspruch durch Bürger, politisch kaum umsetzbar), die Stromdebatte ebenfalls (Lösung: Europaweite Netze, Nutzung von Solar und Windenergie, Einspruch durch Bürger Masseneinwanderungsinititative verhindert momentane Umsetzung). Oftmals verhindern eben gerade das Volk und die Politiker eine wirkungsvolle Umsetzung der Forschungserkenntnisse!

    • Heinz am 11.07.2014 21:56 Report Diesen Beitrag melden

      Natur

      Das Perfide ist, dass jede Handlung durch Menschenhand, jeder Versuch, das Gleichgewicht wieder herzustellen, unweigerlich zu einem Ungleichgewicht führt. Diese Abwärtsspirale lässt sich nicht aufhalten oder durchbrechen. Jede Handlung hat einen direkten Einfluss mit Auswirkungen, welche nicht absehbar sind. Am Besten die Natur machen lassen. Sie reguliert sich immer und viel besser, als wir es je können.

    • Nepomuk Aebersold am 12.07.2014 00:37 Report Diesen Beitrag melden

      Nein

      Nein Heinz...

    • Rha Barber am 13.07.2014 00:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Oh doch

      @Nepomuk: Heinz hat absolut recht. Die Vorstellung, dass der Mensch auf diesem Planeten IRGENDETWAS unter Kontrolle hat, ist absurd.

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  • Jeeezzz am 11.07.2014 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Kastanienbaum

    Haha das Beste an diesem Artikel ist einfach nur der Name von diesem Ort! Ich bin ein Kastanienbaumer aus Kastanienbaum (?)

    • Hans am 12.07.2014 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Horw

      Kastanienbaum gehört zu Horw, also leben dort Horwer.

    • Eugen Schild am 13.07.2014 11:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Auch Promis

      Und DJ BoBo ist auch ein Kastaniebaumer. Es ist sehr schoen dort!

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  • BrigiLi am 11.07.2014 15:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unnötig

    wozu brauchen wir diese Ergebnisse? Wir wissen doch alle, dass wir zuviel Abwasser und Müll produzieren...

    • Hans Mahler am 11.07.2014 16:09 Report Diesen Beitrag melden

      @BrigiLi

      Und damit finden wir uns ab? Oder versuchen wir Lösungen zu finden? Die Forscher suchen nämlich Lösungen. Sie anscheinend nicht.

    • Jonathan am 11.07.2014 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Was??

      Dann sollen wir also lieber dumm bleiben? Sie hätten wahrscheinlich lieber, wenn man mehr Kosmetik usw. Erforschen würde.

    • Bürger am 11.07.2014 16:24 Report Diesen Beitrag melden

      unnötig?!

      Zudem geht es in diesem Artikel mehr um eingeschleppte (nicht heimische) Tiere/pflanzen und deren Auswirkung auf das Ökosystem. Man sollte das gelesene verarbeiten können, bevor man seine Meinung der Welt präsentiert...

    • R.B. am 11.07.2014 16:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      !!!

      Darum macht man die Versuche auch mit ausländischen Stichlingen!

    • Alex Miamorsch am 12.07.2014 21:32 Report Diesen Beitrag melden

      Ausländische Stichlinge?

      Das sind aber Stichlinge aus dem Bodensee

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