3500 Kilometer

04. Juli 2019 21:10; Akt: 04.07.2019 21:10 Print

Füchslein läuft in 76 Tagen von Norwegen bis Kanada

Eine junge Polarfüchsin hat norwegische Forscher verblüfft und ist mit Rekordtempo von Spitzbergen bis nach Kanada gewandert.

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Offensichtlich gut zu Fuss ist ein junges Polarfuchsweibchen: Zwischen dem 26. März und dem 10. Juni 2018 legte es stattliche 3506 Kilometer zurück: Vom Norden Norwegens über Grönland bis zur kanadischen Insel Ellesmere Island. Das berichten die Polarforscher Eva Fuglei und Arnaud Tarroux im Fachjournal «Polar Research» (PDF).

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GPS-Halsband von den Forschern

Die Wissenschaftler hatten die Polarfüchsin (Vulpes lagopus) im Juli 2017 nahe einem Gletscher auf Spitzbergen mit einem Halsband ausgestattet, um ihre Bewegungen per Satellit beobachten zu können.

So konnten sie mitverfolgen, dass das Tier drei Wochen und knapp 1500 Kilometer nach dem Verlassen von Spitzbergen Grönland erreichte – und weiter Richtung Nordamerika zog. Manches deute darauf hin, dass sie das Meereis teils möglicherweise als eine Art Transportmittel benutzt habe, heisst es in der Studie.

Bis zu 155 Kilometer pro Tag – Rekord

«Wir haben nicht geglaubt, dass das wahr ist», erklärte Fuglei in einer Mitteilung ihres Instituts. Demnach legte die Füchsin 46,3 Kilometer pro Tag zurück, zu Spitzenzeiten im Norden Grönlands gar täglich 155 Kilometer.

Dieses Tempo sei für die Art zuvor noch nie wissenschaftlich aufgezeichnet worden. Bisher habe den Rekord ein ausgewachsenes Männchen mit 113 Kilometern pro Tag in Alaska gehalten. Gleichzeitig handle es sich um die erste dokumentierte Fuchswanderung von Spitzbergen bis nach Kanada.

Aufenthaltsort unbekannt

Rechnet man den Weg hinzu, den sie vom Gletscher bis zur Küste Spitzbergens sowie auf Ellesmere Island zurückgelegt hat, kommt die Füchsin demnach auf eine Gesamtdistanz von 4415 Kilometern in vier Monaten. Als Luftlinie wären es 1789 Kilometer gewesen.

Wo sich die Füchsin heute befindet, ist unklar: Das Halsband hat im Februar den Geist aufgegeben. Damals war das Tier noch auf Ellesmere Island.

(fee/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 04.07.2019 21:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kleine Polar Füchsin

    Super Leistung, Schade das man sie nicht mehr Orten kann, wollen wir Hoffen und Beten das Sie noch am Leben ist und einen en Partner gefunden hat, mit dem sie ein Revier hat und ihren Nachwuchs groß ziehen kann. Alles gute für die Zukunft.

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  • Lou am 04.07.2019 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wow

    Ja,da sehen wir Menschen einmal,dass wir nicht das Maas aller Dinge sind!

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  • Sabo am 04.07.2019 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ???

    Und jetzt muss sie einfach mit dem Halsband leben?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sepp am 05.07.2019 22:45 Report Diesen Beitrag melden

    Von einem orka gefressen worden

    Und das band sendete trotzdem weiter?

  • Joe Pereda am 05.07.2019 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Sich ergebende Frage

    Wie ist das möglich? Uns wird ja immer weissgemacht dass dort alles Eis weggeschmolzen ist. Also einer muss lügen. Wer ist es wohl?

    • eis bär am 05.07.2019 14:18 Report Diesen Beitrag melden

      joe the sceptical thinker

      @joe pereda (klimaskeptiker) : bitte um eine einzige quelle, die behauptet alles polareis sei im winter und frühling geschmolzen?

    • Joe Pereda am 05.07.2019 16:15 Report Diesen Beitrag melden

      @eis bär

      Lies mal Al Gore. Nach dem hätte es seit 2013 kein Nordpoleis und keine Gletscher mehr.

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  • Shredder X am 05.07.2019 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Geschichte

    Aber auch zweifelhaft, denn wie soll man von Spitzbergen ohne Boot über den Arktischen Ozean zum nordamerikanischen Festland gelangen? Selbst auf einer Eisscholle mit Motor würden man nicht so schnell vorankommen. Also irgend etwas stimmt an dieser Story nicht!

    • Joe Pereda am 05.07.2019 13:21 Report Diesen Beitrag melden

      So ist es möglich

      Weil das Nordpolarmeer zugefroren ist. Nicht wie dir die Klimahisteriker vorjammern.

    • Shredder X am 05.07.2019 16:26 Report Diesen Beitrag melden

      @Joe Pereda

      Danke für diesen Hinweis. Ich hatte nicht daran gedacht, dass um diese Jahreszeit dort das Meer zugefroren ist. Sorry für meine nicht zu Ende gedachte Überlegung.

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  • Markus im AG am 05.07.2019 12:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seit ihr sicher das es keine Sabotage war

    könnte mir vorstellen das ein Mensch den Fuchs erlegt das Halsband bemerkt und euch an der Nase rumgeführt hat. Weil nur 1 Exemplar das diese wanderung belegt ist keine objektive Wissenschaft.

  • Roxane am 05.07.2019 07:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Füchsin

    Tolle Leistung, aber.... Was passiert jetzt mit ihr? Sie ist "verschwunden". Man kann das Halsband nicht mehr abnehmen und sie wird ja wachsen. Ich hoffe, sie erstickt nicht qualvoll...