Ressourcen aufgebraucht

28. Juli 2019 15:03; Akt: 28.07.2019 15:04 Print

«Die Menschheit bräuchte jedes Jahr 1,7 Erden»

Ab Montag lebt die Menschheit auf Kredit ihres Planeten. Laut WWF ist das Ernährungsverhalten verantwortlich für 19 Prozent der Treibhausgas-Emissionen.

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Am (morgigen) Montag, nach nur knapp sieben Monaten von 2019, hat die Menschheit mehr konsumiert als die Erde nachhaltig in einem Jahr produzieren kann. Das ist früher als im vergangenen Jahr, wie die Umweltorganisation WWF mitteilt.
Pflege jeder und jede einen Lebensstil wie die Schweizer, bräuchte die Menschheit jedes Jahr rund drei Planeten, um ihren Bedarf zu decken, hiess es in der Mitteilung des WWF Schweiz vom Sonntag.

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Wälder abgeholzt, Flüsse verunreinigt, Arten dezimiert: Das Datum des sogenannten Erdüberlastungstages ist nach Berechnung der Denkfabrik Global Footprint Network so weit nach vorne im Kalender gerückt wie noch nie. Rein rechnerisch beanspruchte die Weltbevölkerung die Ressourcen von 1,7 Erden.

Ressourcen können nicht mehr nachwachsen

Vor 20 Jahren lag der Tag, ab dem die Menschen aus ökologischer Sicht über ihre Verhältnisse leben, noch im Oktober. 2018 war es der 1. August. Vom Welterschöpfungstag an werden Ressourcen verbraucht, die nicht mehr im Lauf des Jahres nachwachsen. Vor allem der Lebensstil in reichen Industrienationen belastet das Konto. Ärmere Länder gleichen es noch ein wenig aus.

In der Schweiz ist laut WWF das Ernährungsverhalten verantwortlich für 19 Prozent der Treibhausgas-Emissionen und 28 Prozent der privaten Umweltverschmutzung. Wer nur drei Mal in der Woche Fleisch esse, reduziere den ökologischen Fussabdruck um ein Fünftel – im Bereich Nahrung.

Die Erschöpfung der natürlichen Ressourcen ist laut WWF seit den 70er-Jahren feststellbar. Dazu trügen die Menschen in der Schweiz ihren Teil bei: Sie fliegen im Mittel dreimal so oft wie andere EU-Bürger. Damit steige der CO2-Ausstoss, der den Klimawandel hauptsächlich verursache.

(bee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MARSIANER am 28.07.2019 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr und mehr

    20 bis 25% Bevölkerungswachstum in den letzten 20 Jahren hinterlassen halt ihre Spuren ....

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  • genervt am 28.07.2019 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einseitiger Bericht

    Wieviel von den 19% sind reduzierbar? Wieviel ist das verglichen zum Beispiel mit der Hochseeschifffahrt? Dazu kommen die religiösen Dogmen die zur Fortpflanzung und Vermehrung ermutigen. Die Anzahl der Menschen ist genauso ein Problem wie der Lebensstil.

  • Mike am 28.07.2019 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Problem

    Zuviele Menschen. Es hätte platz für 2 Milliarden wir sind 8. und weiterer Grund sind die Veganer die statt Regionale produkte essen. Soya aus China und Brasilien Importieren müssen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • wir stehen alle in der Verantwortung am 03.08.2019 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ressourcen?nachhaltig leben geht anders

    Wen wundert es bei dieser Wegwerfgesellschaft?!

  • Phil Krill am 02.08.2019 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ... UNPAVO ...

    ... dann beginnt doch endlich mit einer Organisation z.B. UNPAVO (United Nations Product Approval and Verfication Office) welche weltweit alle Produkte bezüglich Notwendigkeit, Nutzen und vor allem auf den Ressourcen-Verbrauch begutachtet und je nach Befund für die Produktionen frei gibt oder verbietet. Diese Organisation würde auch Überproduktionen der Hersteller direkt, saftig büssen. Das Ganze währe natürlich nicht Gratis, da einige Wirtschaftszweige praktisch verschwinden wärend andere extrem reduziert würden. Überhaupt würden die Wirtschaften alles daran setzen eine solche Organisation zu verunmöglichen. Soviel zu der globalen Wirtschaft, Geld, mehr Geld und noch mehr Geld, auf Kosten von ...

  • Deki am 31.07.2019 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz Klima kein Vorbild!

    Die Schweiz hinkt was erneuerbare Energie angeht ziemlich weit hinten. Der CO2 Austoss pro Kopf extrem hoch für die Schweiz. Da kann sie sich an andere Ländern orientieren wie Montenegro, Rumänien, Pakistan. Es muss endlich die CO2 Steuer eingeführt werden, z.B. das fliegen, wer fliegt soll 25-50.- zahlen, je nach distanz. Die Schweizer müssen sich an die eigene Nase nehmen und vor allem, die Regierung wird zum handeln gerufen!!!

    • Phil Krill am 02.08.2019 13:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Deki

      ... ja und dann? Mit den 20 - 25 Franken wird alles besser oder wie oder was? Das Problem beruht auf "Wir sind zuviele und werden immer mehr. Darum wird auch immer mehr in kürzerer Zeit gebraucht. Da nützen die extra Abgaben absolut gar nichts - Geld kann man nicht essen ...

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  • Vorname Name am 31.07.2019 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    aufgebraucht

    Um welche aressource geht es hier z.b.?

  • Illum am 31.07.2019 09:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hört auf zu atmen

    0.04% CO2. Und das ist gefährlicher als NO2 ? Wenn dem so wäre, würden alle Disco Besucher von 80er schon tot sein. Um die Umelt zu schohnen, fangt jetzt schon an. Räumt Abfall weg, weniger Elektronik, mehr einheimische Produkte, keine unnötigen Produkte aus der globalisierten Industrie