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17. Juni 2015 07:14; Akt: 17.06.2015 08:20 Print

Gebildete bleiben der Kirche fern

Immer weniger Menschen gehen regelmässig in die Kirche. Grund dafür ist vor allem die zunehmende Bildung.

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Je rationaler die Menschen sind, desto weniger interessieren sie sich für die Kirche. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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An Gott zu glauben, ist immer weniger angesagt. In vielen Ländern beklagen die Kirchen einen Mitgliederschwund. Über die Gründe war bislang offiziell wenig bekannt. Jetzt bringen niederländische Forscher Licht ins Dunkel.

Für seine Studie analysierte das Team um Erik van Ingen und Nienke Moor Daten unter anderem aus Europa, Amerika, Australien und Neuseeland aus den Jahren 1970 bis 2009. Allen Ländern gemein: Die Landeskirchen verlieren zunehmend an Boden.

Nicht nur eine Weltanschauung

Bei der Auswertung stiessen sie auf einen Zusammenhang zwischen dem Gläubigenschwund und anderen Entwicklungen wie einer zunehmenden Verstädterung, einer wachsenden Globalisierung und einer anziehenden Wirtschaft. Doch auch die höhere Lebenserwartung spielt eine Rolle, wie die Forscher im Fachjournal «Social Science Research» berichten.

Den grössten Einfluss hat jedoch offenbar der Zugang zu Bildung. So konnten van Ingen und Moor in einem weiteren Schritt zeigen, dass Veränderungen in diesem Bereich stets Veränderungen den Kirchgang betreffend ankündigten. Die Forscher nehmen an, dass das Kennenlernen von verschiedenen Weltanschauungen die von der Kirche vermittelten Ansichten in Frage stellt.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus am 17.06.2015 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    korrekt

    Kluge Personen WISSEN eben und GLAUBEN nicht. Das ist wohl der Unterschied ;-)

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  • Patrick am 17.06.2015 07:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hätte man auch ohne Studie sagen können

    Jetzt muss man das nur noch halb Afrika und in starken Islamgebieten zeigen. Weltprobleme gelöst.

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  • René am 17.06.2015 07:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist ja klar

    Der Glauben wurde durch die Kirchen dieser Welt als Mittel der Kontrolle und Untertrückung erfunden und eingesetzt. Die Religion war das Opium der Armen und ungebildeten Menschen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mary am 18.06.2015 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erfahrung

    Wer Gott erfahren hat, braucht keine solchen Diskussionen. Gott ist viel grösser als wir uns je vorstellen können und seine Logik ist anders als unsere. Unsere Entscheidung ist, ob wir Gott in unser Leben lassen wollen und unseren Horizont erweitern wollen. Das Gefühl von Gott getragen zu werden ist nicht von dieser Welt. Kann trotz mehreren universitären Abschlüssen dieses Wunder spüren. Die Bildung spielt im Glauben nur insofern eine Rolle, dass wenig und sehr gut gebildete Leute wissen, dass sie nichts wissen.

    • Neugierde am 18.06.2015 16:03 Report Diesen Beitrag melden

      Frage:

      Wie kann ich den Gott in mein Leben lassen? Auf welcher Logik geschieht dann diese Entscheidung?

    • Scorpionne am 18.06.2015 17:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Mary

      also wenn man Gott erst erfahren muss, um glauben zu können, riecht das für mich eher nach Magie oder Autosuggestion. Und laut Bibel ist eigentlich alles vorbestimmt und somit nicht unserer eigene Entscheidung, ob wir Gott in unser Leben lassen.Ausserdem weht der Geist wo er will. Ich vermute,dass Sie einer Freikirche angehören. Stimmts? Finds auch gotteslästerlich wenn man den Heiligen Geist/Jesus quasi heraufbeschwört,wie ich es in diesen komischen Kirchen beobachtet habe. Man kann Gott nicht für Events und zu gewünschten Zeiten in einen Raum befehlen. Das ist m.M.n. Geisterbeschwörung.

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  • Zeus am 18.06.2015 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Götter

    Es ist wichtig Alles zu verstehen, damit wir unsere Bestimmung erfüllen können 'Götter' zu sein, erst dann werden wir die Mythen und Legenden verstehen und alle Menschen werden wieder zusammen finden. Dies und nur dies sollte der Auftrag der Wissenschaft sein.

    • Scorpionne am 18.06.2015 14:25 Report Diesen Beitrag melden

      @Zeus

      Was verstehen wir denn nicht? Und wenn wir es nicht verstehen, kann's ja nicht Bestimmung sein,sonst würden wir es verstehen. Menschen mit paranormalen Fähigkeiten z.B. sind Alle mit dubiosen Geistführern, (B)-Engeln, Elementarmächten , Verstorbenen(welche laut Bibel gar nicht herumgeistern können) verbunden. Warum denn,wenn sie doch selbst Götter seien? Und wozu brauchen Götter technische Geräte und Waffen und streben eine Weltherrschaft mit totaler Kontrolle an?

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  • Daniela am 18.06.2015 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    Ist Glaube und Religiosität das Gleiche?

    Ich glaube nicht mal das die Menschen weniger an Gott im Allgemeinen glauben, aber sie machen sich eben mehr eigene Gedanken und sagen nicht zu allem "Ja und Amen" was ihnen vorgesagt wird. Ich hab letztens mit einem sehr gläubigen Bekannten darüber gesprochen. Wir haben uns im Grunde geeinigt das man nicht alles erklären kann, weder mit Wissenschaft noch mit "Gott". Ich glaube auch, einfach an die schlichte Tatsache das das Zusammenspiel der Natur funktioniert und irgendwie Sinn ergibt, ob ich den nun sehe oder nicht. Statt in die Kirche gehen, trage ich Sorge zur Umwelt und deren Bewohnern.

    • Scorpionne am 18.06.2015 17:30 Report Diesen Beitrag melden

      @Daniela

      ich gehe auch in keine Kirche mehr ,weil ich bis anhin dort noch keinen einzigen Gläubigen gefunden habe.Es wimmelt dort von Esoterikern, intellektuellen Mystikern, Mariakultanhängern, Kruzifix-und Heiligenanbeter und Leuten,die sich nicht wirklich für Gott interessieren sondern einfach sozialen Anschluss suchen. Da frage ich mich immer,warum die nicht kegeln oder golfen gehen. Naja..die Letzteren sind wenigstens noch in keiner Irrlehre gefangen.

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  • Mr Smith am 18.06.2015 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Frage des Glaubens

    Es gibt weder einen Beweis für die Existenz eines Gottes, aber auch keinen Beweis für die Nichtexistenz. Schlussendlich ist alles eine Frage des Glaubens.

    • Tommy am 18.06.2015 12:24 Report Diesen Beitrag melden

      Beweislast

      Wieso sollten wir die Nichtexistenz Gottes beweisen müssen? Es gibt auch keinen Beweis für die Nichtexistenz von Drachen, trotzdem ist die Existenz von Drachen kein Thema. Wieso nicht? Weil nie auch nur ein einziger Hauch eines Beweises für die Existenz von Drachen gefunden wurde und das ganze Drachenkonzept keinen Sinn macht. Wer an Drachen glaubt ist exakt gleich ernst zu nehmen, wie jemand der an Gott glaubt.

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  • Harry am 18.06.2015 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Glück durch Glauben

    ich bin schon vor 25 Jahren aus der Kirche ausgetreten und habe mittlerweile auch den Glauben an Gott total verloren. Ich kann an keine höhere Existenz mehr glauben, aber ich muss sagen, dass mich das nicht glücklicher macht. Zu meinen, dass es eine höhere Existenz gibt, die einem Schutz und einen höheren Sinn gibt, beruhigt und macht zufriedener. Wenn ich es ändern könnte würde ich gerne wieder an Gott glauben.

    • Descloux am 18.06.2015 16:08 Report Diesen Beitrag melden

      Happy

      Ich brauche keinen Gott um friedlich und Glücklich zu leben. im Gegenteil, denn wenn es einen Gott gäbe, würde ich mir viel zu viele Gedanken darüber machen warum so viel schlechtes und unlogisches in dieser Welt passiert, obwohl da doch irgendwo ein Gott wäre.

    • Ratgeberin am 18.06.2015 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Harry 1. Schritt

      Fang an das neue Testament zu lesen.

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