Atommüll-Endlager

13. Dezember 2011 09:14; Akt: 13.12.2011 15:09 Print

Gefahr einer Gasexplosion in Gorleben

Das geplante Atommülllager Gorleben liegt nach Ansicht eines renommierten Forschers in einer «aktiven Störungszone». Erdgas könnte explodieren.

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Das Atomendlager Gorleben aus der Luft fotografiert. (Bild: AFP)

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Bei einem ergebnisoffenen Standortvergleich käme der Salzstock Gorleben nach einer neuen Untersuchung als Endlager für hochradioaktive Abfälle nicht in die engere Auswahl. Der Salzstock liege in einer aktiven Störungszone, unter ihm befänden sich «potentiell gasführende Schichten», schreibt der Verfasser der Studie, der Geologe Ulrich Kleemann. Nach seiner Darstellung ignoriert die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in ihren bisherigen Berichten zu den Erkundungsergebnissen in Gorleben diese Erkenntnisse.

Kleemann war bis zum April 2010 als Abteilungsleiter beim Bundesamt für Strahlenschutz für den Bereich Endlagerung zuständig. Seine Studie, die er im Auftrag des Vereins Rechtshilfe Gorleben verfasste, sollte am Dienstagabend in Lüchow vorgestellt werden. Kleemann bestätigt darin die Kritik von Atomkraftgegnern, wie Spiegel Online schreibt.

(kub/ap)