Von wegen gesund

08. Juli 2017 18:03; Akt: 08.07.2017 18:04 Print

Gemüsechips sind deutlich schlechter als ihr Ruf

Sie gelten als gesunde Alternative zu Pommes Chips. Aber die Realität sieht ganz anders aus.

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Randen, Rüebli oder Grünkohl – zahlreiche Gemüsesorten lassen sich hervorragend zu Chips verarbeiten. Beworben werden sie als gesunde Alternative zu klassischen Pommes Chips.

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Laut Ernährungsexpertin Charlotte Stirling-Reed aus Grossbritannien ist das aber Quatsch: Ihre Studie habe gezeigt, dass die frittierten oder gerösteten Gemüsescheiben sogar zum Teil noch schlechter für die Gesundheit seien als die aus Kartoffeln bestehenden Klassiker, berichtet Independent.co.uk.

In erster Linie Salz und Fett

Demnach enthält eine Tüte Gemüsechips etwa zwei Drittel Gemüse, den Rest machen Salz und Öl aus: Ein analysiertes Produkt enthielt bei einer Füllmenge von 40 Gramm mit 14,3 Gramm nahezu doppelt so viel Fett wie ein Mars-Riegel, der auf 8,6 Gramm Fett kommt.

Doch nicht nur die Menge, auch die Art des Fettes ist problematisch: «Tatsächlich enthalten Gemüsechips mehr gesättigte Fettsäuren als herkömmliche Pommes Chips bekannter Marken», so Stirling-Reed. Diese sollten jedoch nur massvoll konsumiert werden (siehe Box).

Die Expertin kritisiert, dass Konsumenten aufgrund der Vermarktung glaubten, ihrem Körper etwas Gesundes zuzuführen, und dementsprechend mehr davon ässen: «Ich habe miterlebt, dass in Diätkliniken oft mehr als doppelt so grosse Portionen verzehrt werden, wenn die Speise als gesund wahrgenommen wird.»

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • BRUMMLI am 08.07.2017 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    es währ so einfach

    Tatsächlich ist doch das was unsere Grosseltern früher assen am gesündesten. Regional und Saisonal. Auch fettiges Fleisch ist so kein Problem. Wir haben vor lauter Gesundheitswahn und Überangebot vergessen wie Hausmannskost geht.

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  • Maler50 am 08.07.2017 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so,so!

    So so,da wird sich so mancher die Augen reiben.Was muss man sich alles anhören wenn ich mich alls Fan des klassischen Chips zu erkennen gebe.

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  • Pom Fritte am 08.07.2017 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    erstaunt mich nicht

    Das erstaunt mich gar nicht. Salz und Fett sind bekanntlich die Geschmackgeber. Wenn man eine Rüebli- oder Randenscheibe fritiert, ist da sicher kaum mehr Geschmack übrig. Daher die vergleichsweise höhere Zugabe von Salz und Fett. Da kann man auch gleich etwas anderes "bekannt" salzig-fettiges essen. Das schmeckt sicher gleich gut und ist vielleicht sogar noch gesünder.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • susanna am 11.07.2017 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    ah ja..

    man muss schon sehr doof sein, um zu denken, dass Frittiertes gesund ist, egal ob aus Gemüse oder Kartoffeln.

  • Hp am 10.07.2017 16:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reich an Vitamin E

    Hauptsache die Paprika Chips von Zweifel haben Vitamin E und das so viel das wen ich die Packung lehr mach fast das doppelte der empfohlenen Tagesdosis erreiche. Also müssen die ja gesund sein. :.-)

    • Alfred A. am 15.07.2017 00:10 Report Diesen Beitrag melden

      Mehr Öl, mehr Vitamin E

      Ist doch klar. Je öliger Chips sind, desto mehr Vitamin E enthalten sie. So gesehen sind Chips eine Art Nahrungsergänzung.

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  • So Sososo am 10.07.2017 16:51 Report Diesen Beitrag melden

    Tatsächlich vergessen

    den Zuckergehalt, das wirkliche übel der Nahrungsmittelindustrie, zu erwähnen...

    • liatia am 11.07.2017 11:29 Report Diesen Beitrag melden

      hört doch auf

      es geht hier um Gemüsechips, und denen wird nun mal kein Zucker beigesetzt

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  • Lisa am 10.07.2017 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr aktuell

    Dass gesättigte Fettsäuren schädlich sind, ist längst veraltet. Die Geschichte mit den "guten und bösen" Fetten wurde von der Margarinen-Industrie kräftig gefördert und dann mit einer gewaltig geschönten Studie von Ancel Keys "bewiesen". Egal ob Pommes Chips oder Gemüsechips: Selber machen lautet die Devise! Dann ist nämlich keines von beiden ungesund, man weiss, was drin steckt und nimmt so viel Fett und Salz wie man will. Einfach mal wieder selber an den Herd stellen und aus natürlichen Zutaten, regional, saisonal, sein Essen selber zubereiten. Dann braucht es auch keinen Gesundheitswahn.

  • Martin am 10.07.2017 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Selbst ist der Mann

    Hab sogar mal Pommes selber gemacht. Eine Stinknormale Kartoffel in Längststreifen geschnitten und ab in denn Backoffen. Haben nicht viel anderst geschmeckt und dafür noch gesund und mit wenig fett.

    • Peter am 10.07.2017 14:21 Report Diesen Beitrag melden

      Selbst gemachte Pommes (Äpfel?)

      Wow, dafür sollten Sie einen Food-Award erhalten ;)

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