Eruption

08. Juni 2011 12:39; Akt: 08.06.2011 16:48 Print

Gigantischer Sonnensturm rast auf die Erde zu

Eine gewaltige Wolke mit Materie von der Sonne bewegt sich mit hohem Tempo in Richtung unseres Planeten. Noch heute Abend drohen Stromausfälle und Störungen im Flug- und Schiffsverkehr.

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In den frühen Morgenstunden von gestern Dienstag hat sich auf der Sonne der heftigste Sturm (siehe Infografik oben) seit 2006 ereignet. Dieser wurde vom Solar Dynamics Observatory (SDO) der Nasa beobachtet (siehe Video unten). Bei der Eruption hat sich laut dem «Spiegel» eine riesige Partikelwolke freigesetzt, welche sich dann wieder über nahezu die halbe Sonnenoberfläche gelegt hat. Obwohl die Raumfahrtbehörde den Ausbruch lediglich in die mittelschwere Kategorie einstuft, könnte er Auswirkungen bis auf die Erde haben.

Denn nun rast der Partikelsturm durchs All. Auch auf unseren Planeten jagt er zu, mit 1400 Kilometern pro Sekunde. Trotz der hohen Geschwindigkeit von immerhin über fünf Millionen Stundenkilometern erreichen die Partikel uns erst heute Abend. Experten rechnen damit, dass der Spuk nach 24 Stunden vorbei sein sollte.

Besonders anfällig für die Störungen sind laut der «Welt» Telekommunikationssatelliten und Satelliten für das Navigationssystem GPS, welche in 20 000 Kilometer Höhe um die Erde kreisen. Von diesen Satelliten ist die moderne Luft- und Schifffahrt weitgehend abhängig.

Störende Polarlichter

Vor rund einem Jahr, am 1. August 2010, fand eine Sonneneruption statt, die sich auf der Erde in Form von Polarlichtern auswirkte. Deshalb rechnen die Experten damit, dass es durchaus möglich sei, dass ab Mittwoch Abend Flüge über den Polarregionen umgeleitet werden müssen. Nur so sei gewährleistet, dass die Kommunitation zwischen Piloten und Flughäfen aufrecht erhalten werden könne.

Die gewaltige Sonneneruption könnte ebenfalls die Energieversorgung auf der Erde stören. Und zwar gewaltig: 1989 führte ein Sonnensturm zu einem Stromausfall in der kanadischen Provinz Québec. Innerhalb von nur zwei Minuten gingen sämtliche Lichter aus – für zwölf ganze Stunden. Millionen von Menschen waren betroffen, Büros und Schulen mussten geschlossen bleiben.

(Quelle: NASA)
Eine SDO-Aufnahme des Sonnensturms. (Quelle: NASA)

(lue)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Himmtel Traurig am 09.06.2011 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    schwächt/schwächer...

    "Der Sonnensturm schwächt sich in den nächsten Tagen schwächer..." Geil!

  • billy am 09.06.2011 18:23 Report Diesen Beitrag melden

    störung

    aus unseren telefonen im geschäft war nur ein knistern zu hören.

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  • Maya Mai am 08.06.2011 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    ??? Endzeit

    Ist D A S nun das Ende, wovon in der letzten Zeit so oft geschrieben und gesprochen wurde? Oder "nur" Vorboten für 2012...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • hubertus klein am 15.06.2011 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    sonnenstürme

    richtig ist, das es sonnenstürme schon immer gegeben hat. solange wir als kommunikationsmedium noch die trommel hatten, war es auch egal, ob und mit welcher intensität die sonne gestürmt hat. aber heute, wo wir alle so wunderbar vernetzt sind, wo ohne handykommunikation die halbe welt existenzprobleme bekommt, da ist es schon interessant, wie stark die sonne das alles beeinflussen kann.

  • Dumm und dümmer am 09.06.2011 19:50 Report Diesen Beitrag melden

    Einmal mehr

    Hier spielen sich einmal mehr irgendwelche "Wissen"schaffer zu Wissenden auf... als hätte es in den letzten zigtausend Jahren diese Eruptionen nicht gegeben. Es ist einfach eine Panikmache für nichts. Wenn die Menschheit so labil dastehen würde, dass Sonnenwinde sie empfindlich stört, wäre es im Sinne der Evolultion, sie auszurotten und was besseres, robusteres hervorzubringen!

    • Chris am 13.06.2011 13:52 Report Diesen Beitrag melden

      Dumm?

      In den letzten zigtausend Jahren gab es aber auch keine elektronische Kommunikation! Wenn Sie gerne auf Satellitennavigation, schnurlose Telefonie, vielleicht sogar Strom verzichten, dann haben Sie recht, dann braucht es diese Wissenschaftler nicht!

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  • Tobi am 09.06.2011 18:32 Report Diesen Beitrag melden

    5'000 oder 300'000km/s ?

    gestern noch hiess es, dass sich der Parikelsturm mit 5000 km/s auf die Erde zubewegt, heute sind es 300'000... was stimmt nun? Da Nichts so schnell wie Licht ist, tippe ich auf 5'000km/s

    • Mc Gregor am 13.06.2011 17:20 Report Diesen Beitrag melden

      Da irren Sie.

      Zum einen ist das Licht nicht überall gleich schnell. Beispielsweise ist die Lichtgeschwindigkeit im Sonneninneren kleiner als die Geschwindigkeit gewisser Teilchen. Nur im Vakuum beträgt die Lichtgeschwindigkeit rund 3x10 hoch 8 m/s. Bei derartigen Eruptionen werden die Teilchen auf ANNAEHERND Vakuumlichtgeschwindigkeit beschleunigt.

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  • billy am 09.06.2011 18:23 Report Diesen Beitrag melden

    störung

    aus unseren telefonen im geschäft war nur ein knistern zu hören.

    • Kude Feller am 13.12.2011 14:52 Report Diesen Beitrag melden

      Störung

      Das waren Mäuse.die die Leitug anknaberten.

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  • Mannomann aus Winterthur am 09.06.2011 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Zahlen sind Glücksache

    Zahlen und Daten sind Glücksache. Entgegen Ihrem Bericht sind die Partikel mit mehreren 1000 km pro Sekunde an der Erde vorbeigeflogen. Bei Strahlungen mit Lichtgeschwindigkeit, wie beispielsweise beim Todesstoss eines Neutronensternes, gibt es vorerst noch keine Vorwarnung. Und das würde uns dann auch nicht mehr stören.....