Basaliom

21. November 2019 19:05; Akt: 21.11.2019 19:05 Print

«Harmlose» Hautirritation entpuppt sich als Krebs

von Fee Riebeling - Eigentlich wollte Mandy Pollard nur eine Creme vom Hautarzt, doch am Ende landete sie auf dem OP-Tisch – sonst hätte sie ihre Nase verloren.

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Auf den ersten Blick wirkt Mandy Pollard auf dieser Aufnahme kerngesund. Doch der Eindruck täuscht: Auf ihrer Nasenspitze hatte sich Hautkrebs gebildet. Denn anders als viele Menschen denken, sieht Hautkrebs nicht immer aus wie auf diesem Bild. Vor allem Basaliome – die Hautkrebsart, die sich bei Pollard gebildet hatte – sind häufig hautfarben. Das macht seine Identifizierung so schwierig. Oder hätten Sie bei dieser Nahaufnahme die erkrankte Hautstelle ausmachen können? Auch Pollard, ... ... die aus dem britischen Peterborough stammt, dachte nicht an Krebs als sie einen Hautarzt aufsuchte. «Ich dachte, es sei ein Ekzem und dass eine Creme helfen könnte», so die 37-Jährige. Doch der Dermatologe riet ihr zur sofortigen Operation. Andernfalls würde sie ihre Nase verlieren. Während der Operation mussten die Ärzte nicht nur die befallenen Hautschichten der Nasenspitze entfernen, sondern auch Haut transplantieren. Die Chirurgen entnahmen ein Stück aus ihrer rechten Gesichtshälfte ... ... und bedeckten damit das Loch, das der Krebs hinterlassen hatte. Damit begann für Pollard, die vom Heranwachsen des Krebses nichts mitbekommen hatte, eine schwierige Zeit. «Ich sehe aus als hätte mir jemand eine Zigarette auf der Nase ausgedrückt», beschreibt die 37-Jährige den dunklen, blutigen Fleck auf ihrer Nase. Vor allem die Reaktion ihres Sohnes Alfie (7) auf ihr Post-OP-Gesicht habe ihr zugesetzt. «Er war wirklich schockiert.» Dennoch hat sich die Britin dazu entschlossen, mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen – um andere vor den Folgen der Sonne zu warnen. (Im Bild: Alfie und Mandy Pollard vor dem Eingriff)

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Kein Pickel, sondern eine Unregelmässigkeit auf ihrer Nase liess Mandy Pollard aus dem britischen Peterborough zum Dermatologen gehen. «Ich dachte, es sei ein Ekzem und dass eine Creme helfen könnte», sagt die 37-Jährige. Doch sie sollte sich irren.

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Zwei Jahre nachdem sie zum ersten Mal auf die Veränderung auf ihrer Nasenspitze aufmerksam geworden war, erhielt sie die Diagnose Basaliom – Krebs. Ihr Arzt riet ihr zur sofortigen Operation. Andernfalls würde sie ihre Nase innerhalb der nächsten zehn Jahre entfernen lassen müssen. «Es war wie in einem schlechten Film», erinnert sich Pollard an den Moment.

Die Mutter von zwei Kindern zögerte zunächst. Doch ihr Arzt machte ihr verständlich, dass der medizinische Eingriff nötig sei, da diese Form des Krebses sich sonst ausbreiten würde (siehe Box), und Pollard willigte schliesslich ein.

Loch in der Nase schockt Sohn

Während der Operation mussten die Ärzte nicht nur die befallenen Hautschichten der Nasenspitze entfernen, sondern auch Haut transplantieren. Die Chirurgen entnahmen ein Stück aus ihrer rechten Gesichtshälfte (siehe Bildstrecke oben) und bedeckten damit das Loch, das der Krebs hinterlassen hatte.

Obwohl der Eingriff erfolgreich war, begann für Pollard eine schwierige Zeit. «Ich sehe aus, als hätte mir jemand eine Zigarette auf der Nase ausgedrückt», beschreibt die 37-Jährige den dunklen, blutigen Fleck auf ihrer Nase. Vor allem die Reaktion ihres Sohnes Alfie (7) auf ihr Post-OP-Gesicht habe ihr zugesetzt. «Er war wirklich schockiert.»

Warnung an andere

Dennoch hat sich die Britin dazu entschlossen, mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. «Ich will darauf aufmerksam machen, dass Derartiges wirklich jeden treffen kann», erklärt sie. Sie habe selbst in den britischen Sommern immer Sonnencreme aufgetragen und sei trotzdem an Hautkrebs erkrankt. «Wenn ich mit meiner Geschichte auch nur eine Person vor einem ähnlichen Schicksal bewahren kann, dann hat es sich gelohnt.»

Bis in Pollards Leben wieder Normalität eingekehrt ist, wird es noch dauern, berichtet sie. «Bis auf weiteres habe ich wöchentliche Kontrolltermine beim Arzt, denn noch kann man aufgrund der Schorfbildung noch nicht sehen, wie sich das Hauttransplantat entwickelt.»

Die Mediziner seien aber zuversichtlich, dass alles gut komme. Für die Zukunft raten sie ihrer Patientin, die Sonne weitestgehend zu meiden und stets Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor aufzutragen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MK am 21.11.2019 21:09 Report Diesen Beitrag melden

    Verstörende Bilder

    "Die folgende Bilderstrecke enthält Fotos die den Betrachter verstören könnten." Nächstes Bild: Karte von Großbritannien. Das ist aber auch wirklich ein schlimmer Anblick!

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  • s. k. am 21.11.2019 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hatte das gleiche...

    Ich hatte genau das Gleiche. Mein Rat: wenn eine Hautstelle auffällig glänzt oder eine kleine Wunde über Wochen nicht richtig verheilt und immer wieder aufbricht, sofort zum Hautarzt.

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  • Vegas am 21.11.2019 20:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Basilisks

    Habe dies leider schon mehrmals operieren lassen müssen. Sei auf der Hut!!! Da hilft nur einen guten Hausarzt/ pflaschischer Chirurg, zum Glück hatte ich beide, 3 OP habe ich inzwischen hinter mir. Bin mit dem Resultat sehr zufrieden,,

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Die neusten Leser-Kommentare

  • gogg am 24.11.2019 00:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hautkrebs

    Weisser Hautkrebs ist immerhin nicht so aggressiv und bildet lange keine Metastasen. Im Vergleich dazu ist schwarzer Hautkrebs viel bösartiger und sehr aggressiv. Immerhin kann man schwarzen Hautkrebs durch regelmässige Kontrollen relativ leicht erkennen und früh entfernt, stehen die Heilungsschancen sehr gut. Gegen Schwarzen Hautkrebs gibt es mittlerweile schon eine Spritze, die erfolgreich einen Patienten geheilt hat. Trotzdem: Schützt euch gegen die Sonne. Ich empfehle lange aber luftige Kleidung. So machens die in der Wüste auch.

  • es zerstümmelt den menschen am 23.11.2019 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Vater

    ist an Hautkrebs verstorben. Das ist schrecklich

    • Robert am 23.11.2019 21:41 Report Diesen Beitrag melden

      @es zerstümmelt den menschen

      Tragisch - aber Leute sterben nicht am Krebs selbst, sondern an seiner "Behandlungsmethode". Und man kann sich über die Ursachen von Krebs informieren, so lange man gesund ist. Sollte man tun, muss man aber nicht tun.

    • gogg am 24.11.2019 00:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Robert

      Naja.... Wenn man den Krebs unbehandelt lässt stirbt man halt auch. Aber es wurde nun kürzlich jemand mit einer Spritze erfolgreich vom den aggressiven schwarzen Hautkrebs geheilt. Es tut sich also was in eine gute Richtung

    • Robert am 24.11.2019 10:19 Report Diesen Beitrag melden

      @gogg

      Es geht primär nicht darum, nichts zu tun, es geht darum zu verstehen warum. Denn erst wenn die Ursache klar ist, kann man dementsprechend Massnahmen treffen. Aber Massnahmen zu treffen ohne die Ursache zu kennen ist Irrsinn, wird aber permanent gemacht. Und das mit der Spritze würde ich einmal sehr kritisch hinterfragen und wie es dort weitergeht. Und heilen kann sich jeder nur selbst. Schlussendlich stirbt jeder an Herzversagen und/oder Kreislaufkollaps, Organversagen etc. Wie es aber dazu kam, bleibt meistens ein Geheimniss.

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  • Anna Ida am 23.11.2019 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    mein Rat

    lest einmal das Buch "Die Breuss-Kur" von Rudolf Breuss mein Bruder hat vor ca. 25 Jahren mit dieser Kur seine Krankheit ohne OP und ohne jede weitere Therapie auskuriert, die Ärzte haben das nicht geglaubt, war meinem Bruder aber egal

  • Karl Nickel am 22.11.2019 19:06 Report Diesen Beitrag melden

    Nachdenklich

    Kenne Menschen in den Bergen, wo die Sonne noch intensiver scheint die 90 geworden sind und nie Sonnencreme benutzt hatten, sie hatten auch nie Krebs. Sonnencremes sind voll mit Chemikalien, ob diese gesund sind bezweifel ich sehr stark!

  • Butch am 22.11.2019 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    Ist schon krass

    Manchmal habe ich den Eindruck, als wäre es wie russisches Roulette, ob eine Krankheit entdeckt wird oder nicht. Jedes Mal, wenn ich meine Leberflecken kontrollieren lasse, sagt der Arzt "alles in Ordnung" und auf dem Internet zeigen sie Bilder von Melanomen, die wie meine Leberflecken aussehen.... Also ich weiss nicht so recht.

    • Dora am 22.11.2019 16:26 Report Diesen Beitrag melden

      @Butch

      Wenn du dir einreden lässt, dass jedes kleine Bobolchen, Tupferchen und kleiner "Högerli" gefährlich sein KÖNNTE, ist das ein sehr schlechter Lebensbegleiter. Informiere dich neutral über dich und deinen Körper alternativ und nicht dort, wo man von deinen "Leiden" profitiert.

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