Bewegungsmangel

15. Januar 2015 17:40; Akt: 16.01.2015 09:27 Print

Herumsitzen ist doppelt so gefährlich wie Übergewicht

Jeden Tag 20 Minuten lang spazieren gehen kann die Lebenserwartung deutlich erhöhen. Das zeigt eine Studie über 12 Jahre mit 300'000 Europäern.

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In den Industrieländern werden die Menschen immer dicker - mit zum Teil schwerwiegenden Folgen. Denn die Zahlen der durch Adipositas bedingten Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Schlaganfall nimmt zu. Um Gewicht zu verlieren, greifen viele Menschen zu ... ... Diät-Pillen. Denn sie gelten als leichte Alternative zu gesunder Ernährung und Sport. Doch die vermeintlichen Wundermittel haben oft heftige Nebenwirkungen (links). US-Forscher haben nun einen Wirkstoff entwickelt, der nicht im ganzen Körper, sondern nur im Darm wirkt. Damit soll es den Konsumenten deutlich besser gehen. Doch es gibt auch natürliche Appetitzügler wie . Die Hülsenfrucht hat einen hohen Anteil an Ballaststoffen und macht deshalb stundenlang satt. Ein weiterer Pluspunkt: Linsen enthalten nur wenig Fett und sind für jeden, der auf sein Gewicht achtet, perfekt. Zubereiten können Sie Linsen ganz klassisch als Eintopf, Suppe, Salat oder Fleischbeilage. Ein frisch gepresster Orangensaft am Morgen ist nicht nur lecker, sondern macht auch lange satt. Die Pektine in bleiben durch die Verbindung mit Wasser länger im Magen und verlängern so das Sättigungsgefühl. Positiver Nebeneffekt: Die Vitamine, die sich in den Zitrusfrüchten befinden, stärken zudem das Immunsystem. Auch wirken Wunder. Ihr hoher Chromgehalt sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel konstant bleibt, und verhindert so, dass man nach einer Mahlzeit allzu schnell wieder hungrig wird. Den Hunger stillen kann auch . Denn durch den scharf-süsslichen und etwas sauren Geschmack werden im Mund zahlreiche Geschmacksknospen stimuliert, was den Appetit zügelt. Am einfachsten entfaltet das Wurzelgewächs seine Wirkung, wenn man einen Tee aus ihm macht. Dafür einfach ein paar Scheiben in eine Tasse geben, mit heissem Wasser übergiessen und 2-3 Minuten ziehen lassen machen das Essen nicht nur schmackhafter, sie helfen auch beim Abnehmen. Denn wer scharfe Mahlzeiten geniesst, ist schneller satt. Cayenne-Pfeffer und Chilis kurbeln den Stoffwechsel an und hemmen den Appetit Wahre Alleskönner sind . Durch die hohe Menge an Eiweiss machen sie lange satt. Ausserdem versorgen sie den Körper aber auch mit vielen Nährstoffen, darunter ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E, Magnesium und Phosphor. Oftmals wird Hunger mit Durst verwechselt. Deshalb trinken Sie erstmal ein grosses Glas , bevor Sie zu einem Snack greifen. Wasser hilft gegen Heisshunger und löst ein Sättigungsgefühl im Körper aus. Die Wurzelknolle hat ein süssliches Nussaroma und enthält den Ballaststoff Inulin. Dieser ist blutzuckerneutral und verhindert damit, dass keine neuen Hungergefühle aufkommen - man ist schneller länger und satt. eignen sich hervorragend als kleiner Zwischendurch-Snack. Dadurch wird der Glukosegehalt im Blut stabilisiert, was vor Hungerattacken schützt. Zudem kurbeln Äpfel die Verdauung an und versorgen den Körper mit Vitaminen. Ausserdem unterstützen sie die Fettverbrennung. Nicht nur wer abnehmen möchte, sollte . Geniessen Sie jeden Bissen. Denn wer beim Essen nicht hetzt, wird schneller satt. Tipp: Essen Sie immer wieder mal mit Stäbchen Nach dem Essen folgt oft die Lust auf Süsses. Wer Schoggi und Guetzli den Kampf ansagen will, sollte nach jeder Mahlzeit eine Tasse trinken. Tipp: Ein frisches Gefühl im Mund dämpft den Appetit, Pfefferminztee nimmt daher die Lust auf ein Dessert.

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An Bewegungsmangel sterben in Europa jedes Jahr 676'000 Menschen, während etwa 337'000 Todesfälle auf Übergewicht zurückgeführt werden können. Zu diesem Schluss kommen Forscher der britischen Universität Cambridge. Dabei kann das Risiko, wegen Bewegungsmangel frühzeitig zu sterben, mit wenig Aufwand reduziert werden. Alles was es dazu braucht, ist ein zügiger 20-minütiger Spaziergang.

Für ihre Studie beobachteten die Forscher über 12 Jahre die Auswirkungen von Übergewicht und Bewegungsmangel bei 334'161 Europäerinnen und Europäern. Es zeigte sich, dass Personen, die sich täglich in moderatem Umfang bewegen, eine 16 bis 30 Prozent tiefere Wahrscheinlichkeit haben, frühzeitig zu sterben, verglichen mit jenen, die sich kaum bewegen.

Alle profitieren

Der Effekt war bei Normalgewichtigen am grössten, doch auch Übergewichtige konnten davon profitieren. «Die Botschaft ist klar: Bereits ein wenig körperliche Aktivität jeden Tag kann Personen, die sich kaum bewegen, entscheidenden gesundheitliche Nutzen bringen», sagt Studienleiter Ulf Ekelund laut einer Mitteilung der Hochschule. «Obwohl wir herausgefunden haben, dass bereits 20 Minuten etwas bringen, sollten wir danach streben, mehr zu tun. Körperliche Aktivität hat einen erwiesenen Nutzen für die Gesundheit und sollte ein wichtiger Teil unseres täglichen Lebens sein.»

Die Forscher empfehlen, dass Gesundheitsbehörden die Bevölkerung nicht nur zum Abnehmen auffordern sollen, da das vielen schwerfalle. Gleichzeitig solle man die Menschen auch dazu ermutigen, ihr tägliches Bewegungsmuster ein bisschen zu ändern. Das sei leichter erreichbar und bringe wichtige Vorteile für die Gesundheit.

Die Teilnehmer der Studie hatten ein Durchschnittsalter von 50 Jahren und wurden für eine Europäische Studie über Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs in zehn Ländern ausgewählt. Bei allen wurden die Körpergrösse, das Gewicht und der Bauchumfang gemessen. Dazu gaben sie eine Selbsteinschätzung über den Grad ihrer körperlichen Aktivität ab. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal «American Journal of Clinical Nutrition» publiziert.

(jcg)