USA

09. Februar 2015 15:37; Akt: 09.02.2015 16:02 Print

Hier kann man tatsächlich aus Sch***** Geld machen

Dass man es in den USA vom Tellerwäscher zum Millionär schaffen kann, ist bekannt. Dass sich dort auch eine andere Redewendung bewahrheitet, weniger.

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Amerika gilt als Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Und tatsächlich scheint dort alles machbar – auch, mit seinen Fäkalien Geld zu machen. Und das nicht zu knapp: 13'000 US-Dollar (rund 12'000 Franken) lassen sich so in einem Jahr verdienen.

Was nach Schweinkram klingt, ist in Wirklichkeit eine ernste Sache. Denn Geschäftspartner ist eine Non-Profit-Organisation Open Biome in Bedford im US-Bundesstaat Massachusetts. Sie präpariert den eingekauften Kot so, dass er später von Spitalmitarbeitern in Form von Kapseln an Patienten verabreicht werden kann, die an einer antibiotikaassoziierten Kolitis leiden.

Kot als Lebensretter

Diese schwere Erkrankung wird von dem Darmbakterium Clostridium difficile ausgelöst. Dieses scheidet Giftstoffe aus, die beim Betroffenen zu Fieber, Bauchschmerzen, Durchfall und lebensbedrohlichem Flüssigkeitsverlust führen können. Um eine solche Kolitis zu bekämpfen, versuchen Ärzte mithilfe eines sogenannten Mikroben-Transfers im kranken Darm gesunde Bakterien anzusiedeln.

Bisher wurde dies in Form von Stuhltransplantationen (siehe Box) gemacht. Doch weil dieses Verfahren aufwändig und riskant ist, wird es neuerdings durch die nebenwirkungsfreie Gabe von Kotkapseln ersetzt. Dieses Vorgehen hat laut Forschern vom Massachusetts General Hospital noch einen weiteren Vorteil: Die Präparate können tiefgekühlt und damit längere Zeit gelagert werden.

Vorbeikommen ist Pflicht

In den USA erkranken jährlich rund 250'000 Menschen an einer antibiotikaassoziierten Kolitis, 14'000 davon sterben. Deshalb ist der Bedarf an gesundem Kot gross.

Interessierte können sich über einen einfachen Fragebogen online registrieren. Erfüllen sie die Anforderungen, können sie als Spender – sofern sie denn liefern können – täglich ihren Beitrag leisten und am Firmensitz vorbeibringen. Das ist eine der vielen Bedingungen. Als Dankeschön winken 50 US-Dollar pro Mal.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wundernase am 09.02.2015 15:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na dann..

    Was soll man dazu sagen? Solange es der Sache dienlich ist..

  • Lucas am 09.02.2015 15:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Amerikaner

    In Amerika ist einfach alles möglich!

    einklappen einklappen
  • glugsi am 09.02.2015 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Komisch

    Ich weiss nicht, was ich davon denken soll..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans.L. am 10.02.2015 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Darm Probleme!

    Das ist ja nichts neues. Das wird in Deutschland auch schon seit längerer Zeit angewendet! Bei gewissen problematischen Darmerkrankungen! Nur wird das in Deutschland nicht mit Kapseln verabreicht, sondern mit einem Einlauf.

  • Durchfallmann am 10.02.2015 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rüggepflüsu

    Was ist wenn man Durchfall hat?

    • Peter am 10.02.2015 15:23 Report Diesen Beitrag melden

      Usülfpeggür

      Dann geht es schneller ;-)

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  • info am 10.02.2015 05:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wer s braucht, der brauchts

    kein witz! darüber gab es kürzlich im tv einen bericht.

  • gyni am 09.02.2015 21:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wißenschaftlich bewiesen

    kaiserschnitt baby leiden oft an dem, weil sie "STERIL" auf die welt kommen und nicht durch den normalen geburtskanal der mit bakterien angereichert ist.

    • Schon Vater am 10.02.2015 06:22 Report Diesen Beitrag melden

      Muttermilch nicht Geburt

      ...liegt das nicht eher daran, dass diese keine Muttermilch bekommen können?

    • Fisibobbele am 10.02.2015 08:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Bravo ein hoch auf die Hobbywissenschaftler

      Ihr habt anscheinend beide keine Ahnung... Die Keimbesiedlung im Darm erfolgt bei jedem Kind erst nach der Entbindung, und warum sollten per sectio entbundene Kinder keine Muttermilch bekommen können? Sicher ist das möglich! Geht nochmal über die Bücher!

    einklappen einklappen
  • Robert am 09.02.2015 20:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    oh mann...

    ich habe soeben 50 USD weggespühlt... Welch eine Verschwendung. :(