Hayabusa 2

06. März 2019 18:34; Akt: 06.03.2019 18:34 Print

Hier schiesst eine Sonde Stücke aus Asteroid Ryugu

Für eine Materialprobe feuerte die japanische Raumsonde Hayabusa 2 auf den Asteroiden Ryugu. Die Bilder aus den Tiefen des Alls sind bemerkenswert.

Der Zeitpunkt des Schusses, festgehalten im Video. (Quelle: Jaxa)
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Rund 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt wurde am 21. Februar geschossen. Schütze war die Raumsonde Hayabusa der japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa. Wie ein neu veröffentlichtes Video zeigt, berührte die Sonde kurz den Asteroiden Ryugu und feuerte dabei ein Projektil auf die Oberfläche des Asteroiden.

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Wird es gelingen, Asteroiden-Material zur Erde zurückzubringen?

Das erste Ziel der Übung, nämlich Gesteinsstücke aufzuwirbeln, wurde erreicht, wie das Video zeigt. Ob und wie viele Stücke im Probentrichter der Sonde landeten, ist hingegen noch nicht bekannt.

Die am 3. Dezember 2014 gestartete Hayabusa-2-Sonde soll 2020 mit einer Materialprobe vom etwa einen Kilometer grossen Asteroiden zur Erde zurückkehren. Die Forscher erhoffen sich von dem seit 4,5 Milliarden Jahren kaum veränderten Material Aufschluss über die Entstehung des Sonnensystems. Zudem wollen sie Einblick in die Entstehungsgeschichte der Planeten gewinnen. Schliesslich geht es auch noch darum, mögliche Asteroidenabwehrmissionen effektiver zu planen.

(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • René am 07.03.2019 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    Aufklärung tut wohl not: Solche

    Gesteinsproben spiegeln den Ist-Zustand unseres Sonnensystems wieder, nachdem die Planeten und Asteroiden als "Abfallprodukt" bei der Entstehung des Sonnensystems gerade eben so entstanden waren. Das ist insofern auch spannend, weil unser Sonnensystem zumindest teilweise aus ehemaligen Sonnen enstand (Verarbeitungskette von Sonnen: Wasserstoff->Helium bis zu schweren Elementen wie Eisen/Uran). Die Erkenntnisse des Gesteins helfen dabei besser zu verstehen, wie Sonnensysteme enstehen, wie sie sterben und wie daraus neue Sonnensysteme entstehen können.

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  • 5 vor zwölf am 06.03.2019 18:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin immer noch am Lösung suchen

    Wir wollten unser Haus aus Mondgestein bauen lassen. Aber da der Transport zu teuer war haben wir dann eben andere Materialien für unsere Hütte verbaut.

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  • Typhoeus am 06.03.2019 22:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer das gleiche

    Material in unserem Sonnensystem. Langsam erschöpft sich das Material des Universum. Sollte eigentlich wieder mal was Neues kommen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • René am 07.03.2019 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    Aufklärung tut wohl not: Solche

    Gesteinsproben spiegeln den Ist-Zustand unseres Sonnensystems wieder, nachdem die Planeten und Asteroiden als "Abfallprodukt" bei der Entstehung des Sonnensystems gerade eben so entstanden waren. Das ist insofern auch spannend, weil unser Sonnensystem zumindest teilweise aus ehemaligen Sonnen enstand (Verarbeitungskette von Sonnen: Wasserstoff->Helium bis zu schweren Elementen wie Eisen/Uran). Die Erkenntnisse des Gesteins helfen dabei besser zu verstehen, wie Sonnensysteme enstehen, wie sie sterben und wie daraus neue Sonnensysteme entstehen können.

    • G.Rins am 07.03.2019 10:01 Report Diesen Beitrag melden

      Wenn schon Aufklärung:

      Die 'normale' Verarbeitungskette in Sonnen geht nur bis zum Eisen. Schwerere Elemente wie insbesondere Uran entstehen nur bei hochenergetischen Ereignissen wie zB Supernovae.

    • René am 07.03.2019 12:00 Report Diesen Beitrag melden

      @G.Rins: stimmt Du hast Recht

      Die Formulierung war nicht präzise.

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  • Typhoeus am 06.03.2019 22:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer das gleiche

    Material in unserem Sonnensystem. Langsam erschöpft sich das Material des Universum. Sollte eigentlich wieder mal was Neues kommen.

  • Simon am 06.03.2019 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    4.5 Mia. Jahre...nur!

    Da hätte man doch auch ein paar Steine aus unserem Dorf-Steinbruch holen können. Die subatomaren Teilchen darin sind sogar noch älter!

    • Peter am 06.03.2019 21:13 Report Diesen Beitrag melden

      Es geht um Unterschiede

      Es geht darum zu schauen, ob das Material bei dem Asteroid sich von dem auf der Erde unterscheidet. Das Material dort ist ja seit Milliarden von Jahren im Vakuum des Weltalls unterwegs, ohne Atmosphäre, Wasser und andere Einflüsse.

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  • seven am 06.03.2019 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zerstörung

    Kaum dort angekommen, was macht der Mensch? Richtig, er zerstört!

    • F.R. am 06.03.2019 20:38 Report Diesen Beitrag melden

      @seven

      Um an Wissen zu gelangen muss man manchmal "zerstören", ob man ein Projektil abschießt oder ein Loch bohrt ist im Grunde genommen das gleiche. Was passiert in eine Käserei? Da werden auch Löcher in Käse gebohrt, also "zerstört". Man braucht halt eine Probe vom Material um es zu analysieren. Also, bitte nicht übertreiben.

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  • 5 vor zwölf am 06.03.2019 18:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin immer noch am Lösung suchen

    Wir wollten unser Haus aus Mondgestein bauen lassen. Aber da der Transport zu teuer war haben wir dann eben andere Materialien für unsere Hütte verbaut.

    • Dani B. am 07.03.2019 15:12 Report Diesen Beitrag melden

      meine Innenwände sind aus Goldbarren gemauert

      ...so bin ich sicher, dass sie zu 100% recykliert werden. Da ich von keinem Wertverlust ausgehe (Spekulatius) und das Gold nur geliehen ist, waren meine Innenwände gratis. (kleiner Tipp für Sparfüchse)

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