Meeresforschung 2.0

18. Juli 2018 20:00; Akt: 18.07.2018 20:02 Print

Hightech-Pokéball soll Tiefsee erforschen

Im Meer leben bis zu einer Million unbekannte Arten. Sie zu untersuchen, war bislang unmöglich. Harvard-Forscher haben jetzt einen Weg gefunden, das zu ändern.

Das neuartige Gerät soll die Geheimnisse der Tiefsee aufdecken. (Video: Wyss Institute at Harvard University)

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Mehr über die Lebewesen in den Tiefen der Ozeane herauszufinden, ist Meeresforschern weltweit ein grosses Anliegen. Doch bislang scheiterte dieser Wunsch an den unbekannten Organismen selbst, denn viele haben einen Weichkörper, darunter Quallen, Kraken und Tintenfische.

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Das ist problematisch. Die bisher existierenden Instrumente, die ursprünglich für die Öl- und Gasindustrie entwickelt wurden, waren zu grob und hätten die empfindlichen Wesen verletzen oder gar töten können.

Daher verzichteten Wissenschaftler auf ihren Einsatz: «Die Tiere sind zum Teil jahrtausendealt, sie verdienen es, genauso vorsichtig behandelt zu werden wie etwa da Vincis Mona Lisa», so David Gruber, der an der Entwicklung beteiligt war.

Verlängerter Arm der Forscher

Doch dieses Hindernis besteht nun nicht mehr: Forscher vom Wyss Institute der Harvard University haben ein Gerät entwickelt, das die sensiblen Wesen so einfängt, dass sie keinen Schaden nehmen.

Der Dodekaeder, so nennt man einen Körper mit zwölf Flächen, wird durch Rotation angetrieben und verfügt über fünf «Blütenblätter». Die sind über einen zentralen Punkt miteinander verknüpft und können wie die Finger einer menschlichen Hand Dinge locker umschliessen, wie die Hochschule mitteilt.

Noch existiert erst ein Prototyp, der die Organismen in der Tiefsee erst mal nur greifen kann. Doch in Zukunft soll das Gerät auch Sensoren umfassen, die die DNA der Wesen erfassen und 3-D-Modelle von ihnen erstellen kann.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • KäptnNemo am 18.07.2018 21:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Etwas klein

    Für einen Megalodon reichts es wohl nicht:/

  • Otto am 18.07.2018 20:03 Report Diesen Beitrag melden

    Blödeltag?

    "Im Meer leben bis zu einer Million unbekannte Arten". Ja woher will man denn das wissen, wenn die unbekannt sind?

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  • Studer am 19.07.2018 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fibonacci

    Ist nur eine Schätzung, Fibonacci lässt grüssen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Studer am 19.07.2018 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fibonacci

    Ist nur eine Schätzung, Fibonacci lässt grüssen

  • Lauch am 19.07.2018 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Sinnvoll

    Ich verstehe jetzt nicht genau, was da gegen einen Würfel oder eine Kiste (wie z.B. Marder- oder Mäusefallen) sprechen würde resp. warum man speziell dafür einen faltbaren Fussball entwickeln muss. Ich meine klar sieht es cool aus, aber was genau ist der Vorteil bei diesem Design?

  • KäptnNemo am 18.07.2018 21:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Etwas klein

    Für einen Megalodon reichts es wohl nicht:/

  • Theorie &Praxis am 18.07.2018 21:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist nicht so wie du denkst Wenn du denkst, was

    Hauptsache die forscher wissen etwas, dass sie eigentlich gar nicht wissen. Woher wissen die, wieviele unbekannte tiere dort leben, wenn sie noch unbekannt sind ?

  • Otto am 18.07.2018 20:03 Report Diesen Beitrag melden

    Blödeltag?

    "Im Meer leben bis zu einer Million unbekannte Arten". Ja woher will man denn das wissen, wenn die unbekannt sind?

    • michi am 18.07.2018 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Otto

      ist wie in deinen Haaren, es leben 1000de verschiedene Tiere drin aber welche weis man nicht! Aber mann weiss es!

    • Daniel K. am 18.07.2018 21:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Otto

      Da sind auch allerlei Bakterien und Meeresflora miteingerechnet. Das es noch soviele Tiere gibt bezweifel ich genauso wie Sie.

    • Manu am 18.07.2018 22:01 Report Diesen Beitrag melden

      Hochrechnung?

      Wenn ein Bereich der Tiefsee erforscht wird, findet man sagen wir 100 neue Arten. Das ist ein gewisser teil davon (man findet ja nicht gleich alle). Jetzt rechnet man hoch, wie viele unerforschte orte in den Weltmeeren man kennt und wie viele Eigenheiten und somit mögliche Eigenarten an Lebewesen sich da befinden könnten. Dann kommt man auf Daumen mal Pi "Hunderttausende" unbekannte Arten.

    • suymui am 18.07.2018 23:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Otto

      Wie? Man entdeckt millionen verschiedene Wesen durch Sensoren und Kameras, da man über diese aber nicht viele Daten sammeln kann, da es erstens sehr viele von denen gibt, also Schritt für Schritt, und zweitens nicht genug Daten anhand Bilder und Sensoren zusammenkommen, kann man diese nicht definieren, somit sind sie unbekannt. Wohlgemerkt, man weiss aber dass es sie gibt, nur nicht wie sie sich verhalten und woraus sie bestehen. Genügt diese Erklärung?

    • Meeresbiologe am 19.07.2018 13:59 Report Diesen Beitrag melden

      Ist doch logisch

      Sie nehmen natürlich die Liste aller Tierarten und streichen die ab die bereits entdeckt wurden!

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