ETH-Studie zum Klimawandel

11. Juli 2019 03:01; Akt: 11.07.2019 06:51 Print

In 30 Jahren ist es in Paris so heiss wie in Australien

77 Prozent der 520 grössten Metropolen der Welt müssen sich auf eine drastische Erwärmung des Stadtklimas einstellen. Dies zeigt eine Studie der ETH Zürich.

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Die Metropolen der Welt müssen sich einer Studie der ETH Zürich zufolge auf eine drastische Erwärmung des Stadtklimas einstellen. 77 Prozent der 520 grössten Städte würden bis zum Jahr 2050 einen deutlichen Wandel der klimatischen Bedingungen erleben, heisst es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern der ETH Zürich.

Auf der Nordhalbkugel würden in Grossstädten künftig Klimabedingungen herrschen, wie sie heute mehr als tausend Kilometer weiter südlich vorherrschen, heisst es in der im US-Wissenschaftsmagazin «Plos One» abgedruckten Studie.

22 Prozent der Städte müssen sich demnach sogar auf völlig neue Klimaverhältnisse einstellen. In europäischen Metropolen werden die Sommer um 3,5 Grad wärmer, die Temperaturen im Winter steigen um 4,7 Grad. London wird demnach Verhältnisse bekommen wie heute Madrid, das Klima in Paris wird den heute im australischen Canberra herrschenden Bedingungen entsprechen.

Optimistische Schätzung

Für die Studie hatten die Forscher eine vergleichsweise optimistische Schätzung des globalen Temperaturanstiegs im Zuge des Klimawandels zugrunde gelegt. Für ihre Modellrechnungen nahmen sie an, dass die Durchschnittstemperaturen um 1,4 Grad ansteigen.

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 schreibt eine Begrenzung des Temperaturanstiegs unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor. Vor diesem Hintergrund riefen die Forscher zu weiteren Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel auf.

(scl/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • W.Asser am 11.07.2019 04:14 Report Diesen Beitrag melden

    Es kommt noch dicker

    Na dann fange ich schon Mal an ein paar Liter Wasser zu horten solange es noch welches gibt...

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  • Andi am 11.07.2019 04:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist...

    ... ungefähr ähnlich genau wie das Waldsterben...

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  • Daniel am 11.07.2019 04:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja vor 30 Jahren...

    Und vor 30 Jahren hat man uns erzählt, es werde dann keine Wälder (Bäume) mehr haben, da der Wald gestorben ist....wer es glaubt...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ThomaS am 17.07.2019 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Modelle und Fakten

    Wo bleiben die nachvollziehbaren Fakten zu den Modellen?

  • walten lassen am 16.07.2019 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    vernunft

    Und Ihr wollt das Klima retten, ein Witz der Abzocke!

  • gerald am 15.07.2019 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    so ein Unsinn

    die können nocht nicht einmal die Termperatur für die nächste Woche vorhersagen. Aber wie die Temperatur in 30 Jahren sein wird, dass wissen die Forscher ganz genau. Wer's glaubt, wird selig!

  • Elena Müller am 15.07.2019 00:26 Report Diesen Beitrag melden

    Ursachen

    Ich konnte in Ihrer Zeitung in den letzten Tagen leider nichts dazu finden, dass man mit Fleisch und Milchverzicht mehr CO 2 einsparen kann, wie wenn jemand aufhört zu fliegen. Ich finde das eine sehr wichtige Information und kaum jemand weis davon. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie darüber berichten.

  • Markus im AG am 14.07.2019 20:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Für Europa ist gesorg

    Der Supervulkan Phlägräische Felder wurde von grün auf Orange gestuft 1984 hätten wir glück das der Deckel in 1450m tiefe dem Druck standgehalten hat 1 Woche Erdbeben hat aber bestimmt viele risse hinterlassen. 2 Jahre musste die Bevölkerung warten bevor sie zurück in ihre Häuser durften. Macht Euch auf 10 bis 20 Mio. Menschen aus Italien gefasst die fliehen müssen. Da es da "sicher" kein CO2 aus dem Boden gibt muss dann jeder eine CO2 Vulkansteuer bezahlen.