Keimschleuder?

30. Juli 2019 13:51; Akt: 30.07.2019 13:51 Print

In jedem Apfel stecken über 100 Mio. Bakterien

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Ein Apfel enthält im Schnitt 114 Millionen Bakterien. Und das ist gut.

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Äpfel sind nicht nur fein, sondern auch gesund. Schliesslich heisst es nicht ohne Grund «an apple a day keeps the doctor away» (dt.: ein Apfel am Tag hält den Arzt fern). Doch nun haben österreichische Forscher etwas herausgefunden, was im ersten Moment ein wenig unappetitlich tönt: Ein Apfel enthält im Schnitt 114 Millionen Bakterien. Der Grossteil davon sitze in Kernen und Schale, so das Team um Grabriele Berg im Fachjournal «Frontiers in Microbiology». Im Fruchtfleisch steckten rund zehn Millionen Bakterien. Viele hätten gute Eigenschaften. Sie wirkten – roh gegessen – zum Beispiel positiv auf die Darmflora. Bio-Äpfel schnitten im Test besser ab: Zwar enthielten diese durchschnittlich genauso viele Bakterien wie die konventionell gezüchteten. Aber bei ihnen war die Bakterienzusammensetzung vielfältiger und ausgewogener. Auch wurden bei ihnen weniger potenziell krankmachende Bakterien gefunden. Einen weiteren Grund, öfter mal einen Apfel zu essen, liefern Forscher der Universität Oxford: Schon 100 Gramm von ihnen – oder anderen Früchten – wirken positiv auf das Herz-Kreislauf-System. Laut der im «New England Journal of Medicine» veröffentlichten Studie reduziert bereits diese geringe Menge Obst am Tag das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte um 33 Prozent. Allerdings hat die Studie Schwächen. So berücksichtigten die Forscher nicht, dass die Probanden, die täglich frische Früchte assen, tendenziell besser gebildet waren und generell gesünder lebten. So rauchten die betreffenden Probanden nur in den seltensten Fällen. Doch ungeachtet dessen: Massvoll gegessen sind Früchte der Gesundheit auf jeden Fall zuträglich, wie die nächsten Slides zeigen. Die zahlreichen Vitalstoffe, die in stecken, stärken nicht nur das Immunsystem, sondern schmeicheln auch der Haut. Denn die Erdbeere enthält viel Vitamin C, sogar mehr als Zitronen. Das hilft den Zellen, sich zu erneuern. Die Folge: Die Haut wird zart und samtig. sind geschmacklich eher bitter, überzeugen aber mit ihrer entzündungshemmenden Wirkung. Dazu kommt, dass sie aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts die Abwehrkräfte stärken. stärken die Nerven und senken den Cholesterinspiegel. Zudem enthalten sie eine ideale Mischung aus Kohlenhydraten, die den Körper langfristig mit Energie versorgen, und Fitness-Mineralstoffen wie Kalium, das den Wasserhaushalt reguliert, und Magnesium, das Muskelkrämpfe verhindert. Weiter können Bananen auch bei chronischer Müdigkeit und Magengeschwüren helfen. haben doppelt so viel Vitamin C wie eine Orange und gleichzeitig kaum Kalorien. In ihnen ist das Enzym Actinidin enthalten, das zur Spaltung von Eiweiss führt. Deshalb sollten Kiwis nicht in rohem Zustand mit Milchprodukten vermischt werden, da diese sonst einen bitteren Geschmack annehmen. Bei Verstopfung haben Kiwis eine abführende Wirkung. besitzen zahlreiche Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie enthalten vor allem Provitamin A, Vitamin B und C, aber auch Biotin. Dieses sorgt für schöne Haut, kräftige Fingernägel und robustes Haar. haben eine positive Wirkung auf die Blutgefässe. Die Durchblutung und die Elastizität können durch ihre Wirkstoffe (OPC, Flavonoide) verbessert werden. Zudem unterstützen Anthocyane den Körper dabei, freie Radikale abzufangen und sie zu neutralisieren. Die Pflanzenstoffe, die den Heidelbeeren ihre tiefblaue Farbe geben, bremsen zudem den Alterungsprozess der Haut. wirken verdauungsfördernd und positiv auf Herz und Kreislauf. Zudem senkt ihr Genuss den Cholesterinspiegel, liefert Vitamine und wichtige Mineralstoffe wie Eisen und Kalium. Mit wiederum lassen sich Arthritis und Gicht lindern. Zudem helfen sie bei Problemen mit der Harnblase und den Nieren. Am meisten Kilokalorien von allen hier aufgezählten Früchten haben getrocknete . Mit 250 kcal pro 100 g sind sie eine richtige Bombe. Datteln helfen allerdings wirksam gegen Verstopfung, Blutarmut und Müdigkeit und tragen zur Stärkung des Nervensystems bei. Ebenso gegen Verstopfung wirken . Sie stärken zudem das Immunsystem, den Kreislauf und das Herz. wirken sich positiv auf das Immunsystem, die Muskeln und die Knochen sowie auf die Verdauungsorgane, Haut und Haare aus. Ausserdem helfen sie bei der Entschlackung und unterstützen daher bei eventuellen Fastenkuren.

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Äpfel sind gesund. Das lernen wir schon von Kindesbeinen an. Doch nun melden Forscher der Universität Graz, dass in jeder einzelnen Frucht rund 114 Millionen Bakterien stecken.

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Der Grossteil davon sitze in den Kernen und der Schale. Im Fruchtfleisch steckten zehn Millionen Bakterien.

Essen Sie Äpfel roh

Was sich im ersten Augenblick unappetitlich anhört, ist jedoch eine richtig gute Sache. Denn viele der Keime hätten gute Eigenschaften, so das Team um Mikrobiologin Gabriele Berg im Fachjournal «Frontiers in Microbiology». Sie wirkten zum Beispiel positiv auf die Darmflora. Andere sorgten hingegen für den Geschmack.

Damit die Bakterien auch wirken können, sei es wichtig, Äpfel roh zu essen – vor allem in Hinblick auf eine gesunde Darmflora. «Das Kochen tötet die meisten davon ab, deshalb ist rohes Obst und Gemüse eine besonders wichtige Quelle für Mikroorganismen im Darm», so Berg zur Deutschen Presse-Agentur.

Bio ist besser

Weiter fanden die Forscher heraus, dass es sich – zumindest in Bezug auf den Darm – auszahlen kann, Bio-Äpfel zu kaufen.

Zwar enthielten die biologisch produzierten Früchte in der Studie durchschnittlich genauso viele Bakterien wie die konventionell gezüchteten. Allerdings war bei ihnen die Zusammensetzung der Bakterien vielfältiger und ausgewogener. Auch wurden bei ihnen weniger potenziell krankmachende Bakterien gefunden.


(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Land Meitschi am 30.07.2019 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Die Sorgen mich nicht annähernd...

    ... ganz im Gegensatz zu den Unmengen an allerlei giftigen Pestiziden dies drin hat. Und selbst wenn ich mir wie sichs gehört Mühe gebe und BioSuisse Äpfel kaufen (sind auch einiges geschmacksvoller) dann hats in 90% der Äpfel Pestizide drin, da die Pestizide sich über die Luft, etc. auch auf den biologischen Kulturen verteilen. Schlichtweg skandalös. Zum guten Glück haben Schweizer Bürger dagegen jetzt Volksiniativen gestartet.

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  • Rosalie am 30.07.2019 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    Täglich

    Ich esse seit Jahren, täglich einen Apfel, brauch ich wie die Luft zum Atmen.

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  • Dr. No. am 30.07.2019 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Und wenn!

    Und jetzt noch eins mehr. Was einen nicht umbringt macht einen stark!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Andreas am 31.07.2019 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    nur 114 Mio?

    Verglichen mit meinem Verdauungstrakt ist der Apfel geradezu steril.

  • Beat Hofer am 31.07.2019 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    Was bringt dieser Artikel nun?

    Warum unnötig Panik machen? Schreibt lieber mal was über die unzähligen Pestizide, die Schaden nämlich wirklich. By the way, wie viele Bakterien sind im menschlichen Körper?

  • Rolf Lehner am 31.07.2019 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Da fehlt etwas

    Ein Apfel ohne Bakterien, ist wie ein Türke ohne Mercedes.

  • Bertb am 31.07.2019 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Ein beweiss mehr,

    Dass es keine vegane ernährung gibt!

  • Typhoeus am 31.07.2019 07:42 Report Diesen Beitrag melden

    Biobakterien

    sterben ebenso ab, wie normale Bakterien, sind nur teurer