Premiere

22. Februar 2019 04:26; Akt: 22.02.2019 13:13 Print

Israel schickt erstmals Raumsonde zum Mond

In Cape Canaveral ist eine Rakete mit einer israelischen Sonde erfolgreich ins All gestartet. Mit an Bord: eine Bibel und Kinderbilder.

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Israel hat erstmals eine Raumsonde zum Mond geschickt. Die kleine Sonde «Beresheet» begann ihre sieben Wochen lange Reise zu dem Erdtrabanten in der Nacht zum Freitag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus. Dort startete pünktlich um 2.45 Uhr MEZ eine Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens Spacex von Tesla-Chef Elon Musk.

Gut eine Minute nach dem Start hatte die Rakete bereits Überschallgeschwindigkeit erreicht und schoss als leuchtender Streifen durch den Nachthimmel. Befördert wurde die Rakete mit mehr als 450 Tonnen Treibstoff, einer Mischung aus Kerosin und flüssigem Sauerstoff.

Das Raumfahrt-Kommando der US-Luftwaffe gratulierte auf Twitter zum erfolgreichen Start.

Die erste Raketenstufe landete anschliessend wie geplant auf einer schwimmenden Landeplattform. Gut 30 Minuten nach dem Start dockte die Raumsonde von der Rakete ab.

Landung als Ziel

«Beresheet» ist der hebräische Name des 1. Buch Mose in der Bibel. An Bord der unbemannten Sonde, die etwa die Grösse einer Waschmaschine hat, soll eine Zeitkapsel mit Hunderten digitalen Dateien sein. Darunter ist auch eine hebräische Bibel, die auf einem Träger in Münzgrösse gespeichert ist. Zudem enthält die CD auch Kinderbilder, israelische Symbole und Erinnerungen eines Holocaust-Überlebenden.

Das kleine Israel will nach den Grossmächten USA, Russland und China das vierte Land werden, das mit einem Raumschiff auf dem Mond landet. Bei einer erfolgreichen Landung wäre «Beresheet» zudem das erste privat finanzierte Raumschiff, das die Oberfläche eines anderen Himmelskörpers erreicht. Die Sonde hat zwar ein wissenschaftliches Gerät zur Messung des Magnetfeldes des Mondes; Hauptziel der Mission ist aber die Mondlandung als solche.

(roy/sda/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robert am 22.02.2019 05:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht akzeptabel

    Gilt nicht wenn man die Rakete nicht selber baut.

  • 50+ am 22.02.2019 06:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freude herrscht

    aber wir diskutieren über eFahrzeuge und Umweltschutz :)

  • pepe am 22.02.2019 05:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie lange noch

    Bis es Krieg gibt wegen Land Ansprüchen auf dem Mond? Für das hat man ja genügend Geld.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fred am 23.02.2019 18:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Treffender Zusammenhang

    Eine Bibel und Kinderbilder. Das passt ja wunderbar.

  • Unterstützer am 22.02.2019 14:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hochangesehend und stolzes L

    Die schweiz soll endlich selber einen Yet entwerfen sowie in den Weltraum steigen, ja ich bin überzeugt dass die schweiz dass kann!.

  • Heinz am 22.02.2019 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    inkl. Spionage

    Spionage mit an Bord

    • spion am 23.02.2019 19:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Heinz

      und wenn... glaubt jemand, andere tun das nicht? ich täte dieses mit sicherheit.

    einklappen einklappen
  • Dave am 22.02.2019 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    oy vey

    Böse Zungen behaupten dass kurz zuvor eine Münze entdeckt wurde, die der letzte Astronaut aus versehen fallen liess ;)

  • Canniuanos am 22.02.2019 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Cover-Up

    Da ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr dahinter als uns erzählt wird. Niemand verpulvert derart Geld nur wegen lustig - und diese Auftraggeber schon gar nicht.