Gesundheitsrisiko

11. Juni 2015 16:09; Akt: 11.06.2015 17:47 Print

Italiens Aale haben ein schweres Koks-Problem

Nicht nur Menschen, auch Fische nehmen regelmässig Kokain zu sich – allerdings ungewollt. Für sie hat der Konsum gravierende gesundheitliche Folgen.

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Koksende Menschen werden Aalen gefährlich. (Bild: Keystone/Martin Ruetschi)

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Mit Drogen ist das so eine Sache. Die einen finden nichts Schlimmes daran, andere hingegen möchten damit nie in Berührung kommen. Auf welcher Seite Aale stehen, lässt sich nur vermuten.

Fest steht aber, dass diejenigen, die im italienischen Sarno zu Hause sind, täglich Kokain konsumieren. Laut einer Studie passieren dort pro Tag 15 Gramm davon den Fluss. Das heisst: In jedem Liter sind rund 13 Nanogramm enthalten. Diese stammen unter anderem aus dem Urin menschlicher Konsumenten.

Unsichtbare Folgen sind am schlimmsten

Dass das für die Fische nichts Gutes bedeutet, berichten Forscher um Ida Ferrandino von der Universität Neapel Federico II im «Journal of Fish Diseases». Demnach ist die durch die Drogen hervorgerufene Hyperaktivität nur das offensichtlichste Problem.

Deutlich schwerwiegender sind jedoch die auf den ersten Blick unsichtbaren Folgen. So bringt das Kokain den Hormonhaushalt der Aale durcheinander und führt zu einer Verdickung von Haut und Darm. Die Menge des die Tiere umgebenden Schleims nimmt hingegen ab.

Das ist äusserst problematisch. Denn dessen Aufgabe ist es eigentlich, Krankheitserreger abzuhalten, Verletzungen abheilen zu lassen und Alarmduftstoffe abzusondern. Weiter hilft sie den Aalen dabei, passende Sexualpartner zu finden.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas AK Graber am 11.06.2015 16:21 Report Diesen Beitrag melden

    Denkt an die Aale

    Wieso denkt den Keiner an die Aale!

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  • Miranda am 11.06.2015 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    Zynik falsch am Platz

    All die zynischen Kommentare blenden aus, dass auch sie von einer nie dagewesenen Kumulierung and Giftstoffen betroffen sind. Das ist der Grund weshalb es kaum noch Leute ab 55ig gibt welche keine chronische Krankheiten haben. Das sind Herausforderungen welche kaum noch lösbar sind.

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  • susi am 11.06.2015 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ihr seit alle so unschuldige menschen

    Macht euch nur lustig über diesen Bericht, auch in unseren Seeen schwimmen die Koks, Heroin, Tribsli und Trabsli, Ka o tropfen verseuchte Fische, zugleich kommen die Hormone der Antipille, die Giftstoffe von allen Medis, von den Krebspatienten die giftigen Chemobomben Auscheidungen dann die Giftspritzerei der Bauern, glaubt ihr wirklich, das dieses Zenario bei uns nicht Real ist. Wir alle sind schon lange verseucht und wie man ja lesen kann gibt es immer mehr Krebserkrankungen, ein tolles freies Leben dürfen die Menschen führen und alles vergiften, zerstörren, was nicht Mensch ist!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • CoCo am 12.06.2015 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Hat kein Sinn!

    Aale hin oder her, gekokst wird weiterhin. Nicht nur Koks verseucht das Wasser auch die Medikamente welche unsere schöne, "heilige" Gesellschaft konsumiert. Aber immer schön die Schuld an die Drogen geben.

  • Jörg am 12.06.2015 06:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abwasser klären

    Wenn Fäkalien in grossen Mengen in die Gewässer gelangen können, dann liegt das Problem nicht beim Koks. Ausser vielleicht, die Behörden vergessen vor lauter Koks konsumieren was ihre Aufgabe wäre.

    • Matt am 12.06.2015 07:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Haha

      Gewisse Substanzen sind schwierig aus den Wasser zu bekommen z.B. Hormone... Nachweislich sind Rückstände der Antibabypille im Trinkwasser nachweisbar!

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  • Peter Meier am 12.06.2015 05:21 Report Diesen Beitrag melden

    Und Medikamente ?

    Naja - 13ng pro Liter Liter ist ja unglaublich wenig, aber dazu kommen vermutlich einiges mehr an sonstigen Medikamenten wie Antibiotika, Schmerzmittel, Hormone ... ein richtiger Cocktail halt.

  • Clown am 12.06.2015 03:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mühsam

    Ich verstehe ein solches Unverständniss,gegenüber der Natur nicht.Habe wirklich Mühe mit all dem Unrat in den Gewässern Landschaft und der Strasse.Wie traurig ist das.

  • Alex am 12.06.2015 01:25 Report Diesen Beitrag melden

    Tönt nicht nach viel!

    Angenommen, der Querschnitt von einem Aal beträgt 10cm x 10cm = 100cm2. Mit 13 nanogramm pro Liter müsste er 76 Millionen Kilometer weit schwimmen und immer alle Koks-Moleküle in seinem Querschnitt absorbieren damit er es auf nur eine Line Koks von 0.1 g schafft.. Hmm..?!?