Hoher Alkoholkonsum

13. Dezember 2013 00:32; Akt: 13.12.2013 10:28 Print

James Bond hat Probleme im Bett

Nicht nur schöne Frauen und schnelle Autos, auch haufenweise Dry Martinis gehören zu Agent 007. Deshalb dürfte wohl nicht nur seine Gesundheit schlappmachen, meinen Forscher.

Alle Drinks von James Bond in diesem Supercut. (Youtube/Ioanna Asmeniadou-Phocas)
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Lässig, charmant, clever – und ein Trunkenbold: Geheimagent James Bond trinkt regelmässig über den Durst und muss deshalb mit massiven gesundheitlichen Problemen rechnen. Zu diesem Schluss kommen britische Forscher, die sich mit dem Lebensstil ihres berühmtesten Agenten auseinandergesetzt haben. Unter anderem habe 007 entgegen seinem Ruf ein hohes Risiko für Potenzprobleme, schreiben sie in der Weihnachtsausgabe des Fachblatts «British Medical Journal». Bond trinke viermal so viel Alkohol, wie die britischen Gesundheitsbehörden als Obergrenze empfehlen.

Die Wissenschaftler der Universität Nottingham lasen sich durch alle James-Bond-Bücher von Ian Fleming und zählten die Drinks des Agenten. War er nicht gerade gefangen oder im Krankenhaus, habe er im Schnitt über 900 Milliliter reinen Alkohol pro Woche getrunken. Das entspricht etwa fünf 0,5-Liter-Flaschen Bier am Tag.

Die Forscher sehen Bonds Gesundheit dadurch massiv gefährdet: «Sein Risiko, an einer sexuellen Funktionsstörung zu leiden, ist gross. Das könnte seine ständigen Frauengeschichten wesentlich beeinträchtigen.» Ausserdem sei 007 stark gefährdet, an Leberzirrhose, Bluthochdruck oder Depressionen zu erkranken. Auch sein Krebsrisiko sei erhöht und seine Lebenserwartung verkürzt.

«Geschüttelt, nicht gerührt»

Seine Marotte, den Martini geschüttelt und nicht gerührt zu trinken, könnte ebenfalls mit Bonds Alkoholproblem zusammenhängen. Dadurch würden nämlich seine Hände so zittern, dass er nicht mehr fähig sei, seinen Drink zu rühren, sondern ihn eben schütteln müsse.

Neu sind diese Erkenntnisse allerdings nicht gerade. Selbst Daniel Craig, aktueller Bond-Darsteller, nannte seine Figur letztes Jahr einen «Borderline-Alkoholiker». Doch trotz seines liederlichen Lebenswandels erfreut sich James Bond bester Gesundheit. Selbst nach einem Trinkgelage könne er immer noch sehr komplizierte Aufgaben meistern und sei äusserst vital, schreiben die britischen Forscher. Sie schlussfolgern: «Das ist wahrscheinlich reine Erfindung.»

(lmm/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Möchtegern Forscher am 13.12.2013 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist Walter?

    Früher als ich klein war habe ich auch Bücher nach etwas bestimmtem abgesucht. Die Bücher hiessen "Wo ist Walter?". Aufgrund einer empirischen Analyse bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass sich Walter gerne versteckt. Kann ich mich nun auch als Forscher zählen?

    einklappen einklappen
  • Franz B am 13.12.2013 08:07 Report Diesen Beitrag melden

    Frauen

    Die einzigen Probleme die 007 im Bett hat, ist sich die Namen der Frauen zu merken...

  • ??? am 13.12.2013 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Risko?

    Da James sowieso jeden Moment umgebracht werden könnte, spielt sein Alkoholkonsum auch keine Rolle...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Aldi Spar am 14.12.2013 01:51 Report Diesen Beitrag melden

    Nebenbei

    Nebenbei bemerkt: Das BMJ ist eine der renommiertesten Fachzeitschriften der Medizin und erlaubt sich aus traditionellen Gründen der englischen Kultur in der Weihnachtsausgabe seit Jahren die Veröffentlichung einer mit englischem Humor betrachtet unterhaltsamen, aber fachlich wertlosen Studie. Quasi als Selbstsatire. Dass das nicht ernstzunehmen ist ist Absicht. Das als wissenschaftliche Studie zu zitieren ohne mit den Augen zu zwinkern ist eines Kommentars nicht würdig. Andere Beispiele: Die Wahrscheinlichkeit einen Fallschirmsprung ohne Fallschirm zu überleben. Ähnlich dem IGNobel-Prize.

  • Spitzenforscher am 14.12.2013 00:26 Report Diesen Beitrag melden

    Ausserdem ...

    schaltet er immer viel zu spät hoch und hat dadurch einen zu hohen Benzinverbrauch. Wirklich wahr!

  • Nr. 117 am 14.12.2013 00:15 Report Diesen Beitrag melden

    Nur erfunden?

    Wer ist denn die Frau (oder der Mann), die (oder der) so offen erzählt, was im Privatleben von James Bond 007 unter der Bettdecke passiert?

  • Mätu Schwab am 13.12.2013 22:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verschleudert

    Da werden Gelder für die Erforschung von Alkoholproblemen einer FILMFIGUR verschleudert. Würde man das Geld nicht besser in die Krebsforschung oder änliches stecken?

  • Mehr Kakao am 13.12.2013 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Güte...

    ... wie schön sich hier (und in den Kommentaren zu vielen anderen Artikeln) alle über Forscher aufregen. Schmeissen wir doch die Forscher und die Wissenschaften auf den Müll, sollen gefälligst alle ihr Leben geisttötenden Jobs und dem Konsum widmen. Dasselbe gilt für Künstler und alle anderen, die mehr sein wollen als Rädchen in der Maschinerie der materiellen Gewinnmaximierung. Seele? Liebe? Sich tatsächlich lebendig fühlen? Braucht's nicht!