Ernährung

04. April 2019 11:29; Akt: 04.04.2019 12:16 Print

Jeder Fünfte stirbt, weil er falsch isst

Die Ernährung ist für mehr Todesfälle verantwortlich als jeder andere Risikofaktor. Die Schuld liegt aber nicht nur bei den ungesunden Nahrungsmitteln.

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Etwa 20 Prozent der weltweiten Todesfälle lassen sich statistisch mit den Folgen schlechter oder falscher Ernährung in Verbindung bringen. Das sind pro Jahr rund elf Millionen Todesfälle. Dies ergibt sich aus einer neuen statistischen Studie, die in der britischen Fachzeitschrift «The Lancet» publiziert worden ist.

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Laut der neuen Studie verursachte ein Mangel an Vollkornprodukten, Obst, Nüssen und Samen 2017 mehr Todesfälle als Ernährungsformen mit einem hohen Anteil an Transfetten, gezuckerten Getränken, rotem Fleisch und verarbeiteten Nahrungsmitteln, wie das Fachblatt mitteilte.

Studienautor Christopher Murray, Chef des Instituts für Gesundheitsstatistik der Universität von Washington, fügte hinzu: «Diese Untersuchung bekräftigt, was wir seit vielen Jahren gedacht haben: Eine schlechte Ernährung ist für mehr Todesfälle verantwortlich als jeder andere Risikofaktor.»

Zu viel Salz, zu wenig Gemüse

Allerdings – so der US-Wissenschaftler – sei die Angelegenheit zwiespältig: «Während Salz, Zucker und Fette in den vergangenen 20 Jahren im Mittelpunkt der gesundheitspolitischen Debatte standen, deutet unsere Abschätzung darauf hin, dass die grössten ernährungsbedingten Risikofaktoren sowohl eine hohe Salzaufnahme als auch ein Mangel an Konsum gesunder Nahrungsmitteln wie Vollkornprodukte, Nüsse, Samen und Gemüse sind.»

Schweiz hinter Frankreich, vor Deutschland

Das Land mit den wenigsten ernährungsbedingten Todesfällen war im Jahr 2017 Israel mit 88,9 pro 100'000 Einwohner. Dann folgte Frankreich mit 89,1 Todesfällen pro 100'000. Spanien, Japan und Andorra waren ebenfalls unter den Besten, die Schweiz folgte auf Platz 6 mit knapp 103 Todesfällen pro 100'000. 1990 lag diese Zahl für die Schweiz noch bei knapp 242 pro 100'000.

Die Nachbarländer Italien (107,7 pro 100'000), Österreich (142,1 pro 100'000) und Deutschland (162,0 pro 100'000) schnitten 2017 schlechter ab als die Schweiz.

Teils über 40 Prozent der Todesfälle

Am schlechtesten schnitten Länder wie Usbekistan (891,8 Todesfälle durch ernährungsbedingte Erkrankungen pro 100'000 Einwohner) und das seit Jahrzehnten vom Krieg heimgesuchte Afghanistan (750,5 pro 100'000) ab. In den USA sind es 170,7 Todesfälle pro 100'000 Einwohner durch derartige Erkrankungen. China lag mit 350,2 ernährungsbedingten Todesfällen pro 100'000 Menschen auf Rang 140 von 195 Staaten. International schwankten diese Raten um das Zehnfache.

In Usbekistan betrug 2017 der Anteil der ernährungsbedingten Todesfälle an der Gesamtmortalität 43,7 Prozent. In der Schweiz waren es 16 Prozent, in Israel 12,4 Prozent. Frankreich lag mit 12,7 Prozent ebenfalls sehr gut. Die USA schnitten mit 17,7 Prozent schlechter ab als beispielsweise Grossbritannien (15 Prozent). Deutschland und Österreich lagen auf ähnlichem Niveau (18,5 beziehungsweise 18 Prozent).

(jcg/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tom F. am 04.04.2019 11:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Food

    Die gute Nachricht. Wer richtig isst stirbt meistens auch )

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  • murrli am 04.04.2019 11:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht mit mir

    Wollt ihr denn ewig leben? Also ich hab lieber meinen Spass und geniesse das Leben, auch mit Gaumenfreuden

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  • Il padrone am 04.04.2019 11:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    XXXXXL

    80% der falschen ernährung findet in den usa statt

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lilly Wolf am 05.04.2019 09:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Essen

    Schon mal nachgedacht ? Wir können tun und machen was man will , ist nicht recht . Wort ( Sterben) meiner Meinung nach , uns ist es bestimmt ob wir auf den Welt kommen , oder wen ist de Uhr abgelaufen? Tausende Ratschäge , das ist gesund zum Essen, das nicht! Mit diesen Esswaren nehmen Sie ab. Wer sagt , wo steht ? Was gesund ist oder nicht .alles Geldmacherei ? Hat jemand unsere Grossmama oder uhrgrossmami vorgeschrieben oder ist es in Zeitung gestanden was Sie kochen sollen. Was ist gesund und was nicht? Tod kommt wen es uns bestimmt ist? Meiner Meinung nach. Gene spielen auch mit.

  • Mein am 04.04.2019 19:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und

    Hausmeister kam mit 92 Jahren ins Altersheim! Erzählte mir das irgend ein junges Tüpfi ihm gesagt habe..er sollte so und so Essen? Anstatt mich zu fragen was ich bis jetzt gegessen habe,das ich so alt wurde? ( ich sagte Bravo Walter....!)

  • Fragt am 04.04.2019 19:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragender

    Und an was sterben die anderen 95 von 100?

  • D.B. am 04.04.2019 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überalterung?

    Und warum nochmals jammern die Politiker und Pensionskassen, dass wir immer älter werden? Ah weil uns das ungesunde Essen zu früh dahinrafft. Merkt Ihr eigentlich noch was ihr schreibt?

  • Ratloser am 04.04.2019 18:35 Report Diesen Beitrag melden

    was it denn RICHTIGES essen?

    kenne welche, die essen ihrer Meinung nach total gesund, sind aber öfter krank als ich, dem man erzählen will er ernähre sich ungesund. Kopfkratz, Kinnstreicheler...hmm, was ist denn nun gesund oder was macht krank und lässt mich früher sterben? Früher als wann? Also für mich ist das was ich esse gesund, weil es mir schmeckt, mich glücklich und zufrieden macht und mein Hausarzt meint meine Gesundheitswerte sind tippitoppi