Trockenfutter im Test

04. September 2018 21:16; Akt: 05.09.2018 12:10 Print

«Sie vergiften ihre Katzen buchstäblich»

Konsumentenschützer haben Trockenfutter für Katzen auf schädliche Inhaltsstoffe überprüft. Das Resultat ist erschreckend.

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Weil vermehrt Katzen aufgrund von Krankheiten sterben, hat der Westschweizer Konsumentenschutzverband FRC einen Test zur Überprüfung der Futterqualität in Auftrag gegeben. Man wollte herausfinden, ob ein Zusammenhang zwischen den Krankheiten und dem Industriefutter besteht.

Der FRC hat 15 Trockenfuttermarken getestet, die Katzenbesitzer am meisten kaufen, wie «Le Matin» berichtet. Analysiert wurde der Gehalt an Acrylamid. Diese krebserregende Substanz bildet sich beim Kochen von Lebensmitteln, die reich an Zucker und Aminosäuren sind (siehe Infobox).

Bei einem einfachen Vergleich stellte der FRC fest, dass elf Sorten von Trockenfutter einen kritischen Wert überschreiten. Acht Marken werden nur als «befriedigend» bewertet, während die anderen als «nicht zufriedenstellend» oder sogar «unzureichend» beschrieben werden. Nur eine Marke wurde als gut befunden, drei weitere hinsichtlich des Acrylamidgehalts lediglich als «befriedigend». Welche Marken betroffen sind, sehen Sie in der Bildstrecke.

Ausschliesslich Trockenfutter

«Das Problem ist, dass viele Halter ihren Katzen fast ausschliesslich Trockenfutter zum Fressen geben. Sie sind dem Acrylamid viel stärker ausgesetzt als Menschen», sagte Sophie Michaud Gigon, FRC-Generalsekretärin zur Zeitung. «Sie vergiften ihre Katzen also buchstäblich.»

Die meisten Hersteller wollten laut Bericht zu den Ergebnissen keine Stellung beziehen. Andere sagten, sie würden «die weitere Entwicklung in der Acrylamidforschung» beobachten. Den geltenden Vorschriften würden die Produkte aber entsprechen.

(kat)