Mount Everest

27. März 2019 10:01; Akt: 27.03.2019 12:21 Print

Klimawandel legt Leichen und uralte Viren frei

Den Weg zum Gipfel des Mount Everest pflastern Hunderte Leichen. Früher bekam man davon nichts mit. Doch jetzt kommen sie zum Vorschein.

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Als höchster Berg der Welt ist der Mount Everest bei Bergsteigern sehr beliebt. Jedes Jahr machen sich Hunderte Abenteurer auf, um seinen oder einen der umliegenden Gipfel zu erklimmen.

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Doch nicht alle, die es wagen, schaffen es auch. Manche stürzen in den Tod, andere sterben dagegen an der Höhenkrankheit (siehe Box).

Der Berg der Toten

Rund 400 Wanderer sind bisher am Berg verunfallt. Allerdings konnte nur ein Teil von ihnen geborgen werden, da das Unterfangen aufwendig, teuer und für die Retter gefährlich ist. Deshalb werden nur jene Toten heruntergeholt, die gängige Aufstiegsrouten versperren oder deren Familien sich dies leisten können. Entsprechend befinden sich noch etwas mehr als zwei Drittel der Verunfallten in der Höhe.

Bislang waren deren sterblichen Überreste vom Schnee bedeckt. Doch «aufgrund der Erderwärmung tauen Eisfelder und Gletscher immer schneller und die Leichen, die all die Jahre begraben waren, werden nun freigelegt», zitiert die BBC den ehemaligen Präsidenten der nationalen Bergvereinigung Nepals, Ang Tshering Sherpa.

Klimawandel könnte zu noch mehr Toten führen

Die persönlichen Beobachtungen des Sherpas und seiner Kollegen werden durch verschiedene Studien bestätigt. Schon im Jahr 2009 hiess es in den «Annals of Glaciology», dass die Eismassen des Mount Everest aufgrund des Klimawandels und der damit verbundenen Erderwärmung stark schmelzen.

Deswegen bilden sich auf dem Khumbu-Gletscher, wo besonders viele Leichname auftauchen, zunehmend mehr und grössere Schmelzwasserseen, die wiederum den Aufstieg riskanter machen.

Auch Jahrtausende alte Viren tauchen auf

Laut einer Studie von Forschern der Aberystwyth University hat sich in den letzten Jahren zudem das Eis selbst deutlich erwärmt: Selbst in den kältesten gemessenen Bereichen herrschen nur minus 3,3 Grad Celsius. Damit liegt sie um zwei Grad Celsius über der Jahresmitteltemperatur der umgebenden Luft.

Wo die Entwicklung hinführen kann, zeigt eine in den «Proceedings of the National Academy of Sciences» publizierte Studie von Forschern der Aix-Marseille University in Marseille. Darin schildern sie den Fund eines prähistorischen Virus, das nach rund 30'000 Jahren wegen der globalen Erderwärmung aus dem sibirischen Permafrost auftauchte.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Misu am 27.03.2019 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Tja wir sind halt

    bloss ein Teil der Natur (und nicht umgekehrt)

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  • Maco Frei am 27.03.2019 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    Klimaerwährmung

    Gemäss Rösti (SVP) ist ja Klima nur ein Saison Thema. Also alles im grünem Bereich.

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  • ... am 27.03.2019 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    16%

    Immer witzig diese Umfragen...gar nicht gewusst dass 16% der Leser schon auf dem Everest waren. Tolle Leistung obwohl die meisten ihn nicht mal finden würden, und nicht mal in der Schweiz einen Berg raufzukraxeln fähig wären .

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Twin Otter am 27.03.2019 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Sauerstoffgehalt

    Das es in grosser Höhe weniger Sauerstoff in der Luft hat ist schlichtweg falsch. der Anteil ist immer gleich. Das einzige was abnimmt ist der Luftdruck und bis zu einer gewissen Höhe die Temperatur. Der niedrige Luftdruck führt dazu, dass die Luft mit weniger statischem Druck in unsere Lungen gepresst wird (Atmosphärendruck ist ca. 1 Bar oder 1000hPa je nach Bedingungen). Deshalb wird in Verkehrsflugzeugen, die in grossen Höhen unterwegs sind auch die Kabinen künstlich unter Druck gesetzt. Man würde sonst sofort ersticken!

  • Motzimuus am 27.03.2019 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Hört auf mit dieser Lüge (Klimawandel)

    Es ist schön alles immer dem Klimawandel zuzuschreiben,wieviele gehen dirt hin und lassen den ganzen Müll liegen,da macht sich keiner Gedanke was geschieht mit dem ganzen Müll.Jetzt wurde gerade am TV gezeigt dass sich das Wetter das Klima alle 100 Jahre wiederholt denn 1916 war die letzte schlimme trocken Zeit dass es nichtmal Kartaffoln gab in Deutschland.Also hört endlich auf immer alles dem Klimawandel zuzuschieben,immer wird in den Medien alles aufgeputscht und wir Bürger zahlen immer mehr wegen diesem Schwindel.Informiert euch mal richtig und nicht Lügen verbreiten ich habs langsam satt.

  • Klimawandler am 27.03.2019 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    Geld aus Co2

    Schwachsinn, bei Özi war es der Klimawandel, doch wenn diese leute nicht wieder hervorkämen hätten wir wohl eine Eiszeit und wenig freude am Leben. Die Leute verszarben ja nicht unter sondern auf der Schneedecke.

  • Bettina am 27.03.2019 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ein mögliches Ende

    Das, was die Menschheit auslöschen wird. Ein alter Virus den man als erledigt angesehen hat oder noch garnicht erforscht ist. Keine Medis, hochansteckend, absolut tödlich.

  • Willy Weber am 27.03.2019 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Facts

    Das Klima erwärmt sich seit 20000 Jahren, also am besten die Neandertaler dafür mit einer zusätzlichen Klimasteuer belegen.