Protein ausgeschaltet

23. September 2019 19:10; Akt: 23.09.2019 19:10 Print

Bekommen wir künftig nie mehr eine Erkältung?

Wird im Körper ein spezifisches Protein blockiert, können sich Erkältungsviren nicht mehr vermehren. Forscher hoffen nun, die Krankheit auszurotten.

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Bis es dereinst ein Medikament gegen Erkältungen gibt, ist weiterhin unser Immunsystem gefordert. Schliesslich soll es Viren und Bakterien fernhalten. Wie Sie ihre Abwehrkräfte ohne viel Aufwand stärken und Erkältungen fernhalten, erfahren Sie hier. Laut dem deutschen Mediziner Tobias Esch braucht es dafür nicht viel mehr als die Anwendung des von ihm entwickelten BERN-Prinzips. Mit der Schweizer Hauptstadt hat das nichts zu tun. Die vier Buchstaben stehen vielmehr für Behaviour (Verhalten), Exercise (Bewegung), Relaxation (Erholung) und Nutrition (Ernährung). Konkret empfiehlt Esch, negative Belastungen wie Stress zu vermeiden und gegebenenfalls das zu ändern. Denn wenn unser Körper gestresst ist, steigt der Cortisolspiegel, was unsere Abwehrkraft bremst. Gönnen Sie sich also öfter eine Pause und . Wenn Sie Schwierigkeiten haben, das hinzubekommen, kann ein sogenanntes helfen. Darin können Sie die grossen und kleinen Ärgernisse des Alltags notieren und so problematische Muster erkennen – und aufbrechen. Eine weitere wichtige Säule zur Stärkung des Immunsystems ist zu gehen. Dass das nicht für alle machbar ist, ist laut Milo Puhan vom Institut für Epidemiologie und Public Health ... ... an der Universität Zürich verständlich und völlig okay, denn bereits seien förderlich für die Gesundheit und für die meisten Menschen machbar. Andere Experten empfehlen, an mindestens fünf Tagen der Woche mindestens eine halbe Stunde aktiv zu sein. Damit es wirklich was bringt, sollte Ausdauertraining rund 70 Prozent ausmachen, ... ... Krafttraining 20 Prozent und ... ... Koordinations- und Gleichgewichtsübungen 10 Prozent. Doch was auch immer man am Ende tatsächlich macht: . Wichtig ist in allen Fällen die richtige Kleidung: Ihr Motto sollte lauten. Ideal ist, wenn Sie mehrere dünne Kleidungsstücke tragen – beispielsweise ein Unterhemd, ein T-Shirt und einen Pullover. Bei Sport und bei längeren Aufenthalten im Freien empfiehlt sich funktionelle Bekleidung. Bei aller Bewegung sollte aber der Aspekt der zu kommen. Das Minimum sind fünf Stunden. Nur dann hat der Organismus ... ... ausreichend , um das Immunsystem zu stärken. Wer sich weniger als fünf Stunden aufs Ohr legt, riskiert dagegen, krank zu werden: Schon nach einer einzigen durchzechten Nacht reduzieren sich nämlich die Abwehrzellen des Immunsystems um die Hälfte – und das Risiko, krank zu werden, steigt. Auch bringt etwas. Nachweislich hilfreich sind beispielsweise Yoga- und ... ... Meditationsübungen. Deshalb schlägt unter anderem die Schweizer Schlangenfrau Nina Burri vor, den Sport im Stundenplan verankern zu lassen. Ihr Argument: ... ... Wer für Entspannung keine Zeit hat, kann sich auch mit kleinen, unauffälligen Übungen behelfen: So bringt es nämlich auch schon etwas, hin und wieder mal die zu ballen und zu lösen. Wichtig ist auch – wenig überraschend – eine , die bewusst abläuft und nicht einfach nur dazu dient, den Hunger zu stillen. Als besonders empfehlenswert gilt zum Beispiel . Neben zahlreichen Vitalstoffen enthalten diese Gemüsesorten viel Beta-Carotin, das die Produktion der weissen Blutkörperchen anregt und so den Körper bei der Abwehr von Infektionen unterstützt. Auch nicht zu verachten sind . Auch gut: Die hingegen wirkt gegen Viren und Bakterien im Körper, beugt Erkältungen vor und bekämpft sie aktiv, wenn man sie schon hat. Ebenfalls nicht zu verachten ist . Auch hemmt die Vermehrung von Erkältungsviren. Wird es mit den ersten Symptomen dem Körper zugefügt, kann es Dauer und Schwere einer Erkältung mindern. Neben dem BERN-Prinzip gibt es noch weitere Aspekte, die gut für die Selbstheilungskräfte des Körpers sind. So wie die gelten als ideal für die Gesundheit. Ist die Luft zu trocken, kann man krank werden. Der Grund: Je trockener die Luft, desto mehr Staubpartikel schweben ungebunden durch den Raum, weil dem Staubbinde-Element Wasserdampf fehlt. Hinzu kommt, dass trockene Luft die Schleimhäute austrocknen lässt und die schützende Schleimbarriere im Nasen-Rachen-Raum beeinträchtigt. Damit haben Erreger leichtes Spiel – es sei denn, ... ... man trinkt viel. Etwas, was in der kalten Jahreszeit oft vergessen wird, weil das Durstgefühl fehlt. Doch genau das ist wichtig. Abhilfe schaffen können Sie auch mithilfe von . Diese gibt es in allen Grössen, Formen und Farben. Wollen Sie sich – aus welchen Gründen auch immer – keinen solchen anschaffen, ... ... gibt es auch andere Möglichkeiten: Zu Hause können Sie . Auch wirkstofffreie – zum Beispiel solche mit Salzwasser – können helfen. Gut für das Immunsystem sind auch warme Füsse: Sind sie zu kalt, kühlt die Körperoberfläche schnell aus und die Blutgefässe der Nase ziehen sich zusammen, was schlecht ist: Die verminderte Durchblutung schränkt die Immunabwehr ein und Erkältungsviren haben leichtes Spiel. Sie können natürlich auch in die . Ein so trainierter Körper hat dann bei eisigen Temperaturen weniger Stress. Ausserdem nimmt durch Kneippgüsse die Zahl bestimmter Abwehrzellen des Immunsystems zu. Versuchen Sie ausserdem Dinge zu vermeiden, die Ihre Abwehrkräfte schwächen – oder anders gesagt: ... ... sowie ein besonders . Der Grund: Alkohol beeinflusst so gut wie jedes Organ, was den Körper in Stress versetzt und das Immunsystem schwächt. Von raten Forscher der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ab. Sie wiesen nach, dass Fast Food auf den Körper eine ähnliche Wirkung wie eine bakterielle Infektion hat. Zudem sorgt ungesundes Essen für Sie müssen jetzt aber nicht alles, was Spass macht, meiden. Laut US-Forschern verhindert der , dass in den weissen Blutkörperchen Gene aktiviert werden, Allerdings sollten Sie Ihren Freunden nicht allzu nahe kommen: Gehen Sie vorübergehend ein bisschen : Ein freundlicher Gruss und ein strahlendes Lächeln können Händeschütteln und Begrüssungsküsschen gut ersetzen und verhindern, dass man sich ansteckt. Den Partner nachts auf die Couch verbannen, müssen Sie aber nicht. Denn stärkt das Immunsystem. Das Liebesspiel wehrt Erkältungen und andere Infektionen ab, Bei alledem derzeit wichtiger denn je: Immer wieder . Schliesslich greifen wir uns mit diesen immer wieder ins Gesicht. Und wenn sie nicht keimfrei sind, transportieren sie Bakterien und Viren in die Nähe der gestressten Schleimhäute, die sie nicht mehr zuverlässig abwehren können.

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Sie kommt so sicher wie das Amen in der Kirche: Die nächste Erkältung. Durchschnittlich stecken wir uns jedes Jahr zwei- bis fünfmal an. Das macht die Erkältung zur weltweit häufigsten Infektionskrankheit. Das liegt daran, dass es etwa 160 der für Erkältungen verantwortliche Rhinoviren gibt, die zudem die Fähigkeit haben, zu mutieren. So sieht sich das Immunsystem immer wieder mit neuen Angreifern konfrontiert.

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Nun haben Forscher der kalifornischen Universität Stanford einen Weg gefunden, Rhinoviren, die zur Gruppe der Enteroviren gehören, zu stoppen. Dafür züchteten sie eine Reihe menschlicher Zellen, bei denen sie jeweils ein zufälliges Gen deaktivierten. Anschliessend infizierten sie die Zellen mit dem Rhinovirus RV-C15 und dem Enterovirus EV-C68, das eine der Kinderlähmung ähnliche Krankheit auslöst.

Fehlendes Protein hemmt Vermehrung

Es zeigte sich, dass sich in Zellen, denen das Gen zur Produktion des Proteins SETD3 fehlte, die Viren nicht vermehren konnten, wie die Forscher im Fachjournal «Nature Microbiology» schreiben. Anschliessend infizierten sie weitere Zellen ohne SETD3-Protein mit drei Rhinoviren, einem Kinderlähmungsvirus und weiteren Enteroviren. Keines konnte sich vermehren.

Wie sich ein Fehlen des SETD3-Proteins auf den menschlichen Körper auswirkt, ist noch unklar. Von den Forschern gezüchtete Mäuse ohne SETD3-Protein entwickelten sich zu gesunden und fruchtbaren Tieren, die sich zudem gegen zwei sonst tödliche Enteroviren immun zeigten.

Medikament in weiter Ferne

Darüber hinaus stellte das Team um Hauptautor Jan Carette fest, dass die Viren jenen Teil des SETD3-Proteins, der von menschlichen Zellen verwendet wird, gar nicht nutzen. «Das gibt uns die Hoffnung, dass wir ein Medikament entwickeln können, das mit breiter antiviraler Wirkung nicht nur gegen Rhinoviren, sondern vielleicht sogar gegen alle Enteroviren hilft. Und das, ohne die normale Funktion des SETD3-Proteins in unseren Zellen zu stören», wird Carette in einer Mitteilung der Universität Stanford zitiert.

Noch liegen allerdings Versuche am Menschen in weiter Ferne. Und so dürfte es noch einige Zeit dauern, bis wir unsere Winter gänzlich ohne Triefnase, Halsweh und Sinusitis-Kopfschmerzen geniessen können.

(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Der mit der Lupe im Internet am 23.09.2019 19:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Falschaussage

    Da googelt man nach diesem bericht im internet über dieses besagte protein und liest dass die mäusen zwar gesund blieben dennoch probleme hatten bei der geburt. Stichwort Gesund und FRUCHTBAR

  • NoName am 23.09.2019 19:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lustig

    Man kann die Natur nicht aufhalten. Schaltet man es aus wird sich ein neuer Weg finden :) herrlich wie der Mensch es immer und immer wieder versucht

    einklappen einklappen
  • pens Pflegefachfrau am 23.09.2019 19:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ursachenbekämpfung

    Immer am Menschen herumpfuschen mit unklarem Ausgang!! Vitamine C, D und B und Probiotic wirken bei mir bestens!!! Viele Menschen haben Defizite und wen erstaunt es!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Luzifer am 24.09.2019 21:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jaaa klar

    Natürlich das Medikament ist in weiter Ferne... Es würden ja Milliarden weltweit" flöten" gehen. Es gab auch schon eine Nebenwirkung schwache Chemo, kam auch nie auf den Markt... Und und und... Geld und sonst NICHTS!

  • Huldi Gräfin am 24.09.2019 21:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schmerzhaft

    Mich hat es erwischt hohes Fieber aber nichts tut weh,Wette der Arzt sagt bei 40 Grad Fieber, es ist eine Angina ohne schmerzen.oder ein Harn Infekt,ohne schmerzen,oder das Brustfell ohne schmerzen,und wenn er nicht mehr weiter kommt eine Lungenentzündung,ohne schmerzen,Wer lügt ?

  • Dani B. am 24.09.2019 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    einfache Regel:

    Vor dem Nasenbohren Hände waschen.

  • baba am 24.09.2019 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Kleinkinder übertragen es direkt

    Seit ich ein Kleinkind zu Hause habe was in die Spielgruppe usw geht, stecken mein Mann und ich uns viel mehr an als früher. Da kannst du noch so sehr die Hände waschen und vitamin C nehmen.

  • Domino am 24.09.2019 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    fünf mal?

    Im Ernst? Als ich jünger war, hatte ich wirklich jeden Herbst eine Erkältung, also 1x pro Jahr. Jetzt nur noch alle paar Jahre. Aber 5x pro Jahr, dann stimmt definitiv etwas nicht.