06. November 2007 10:32; Akt: 06.11.2007 11:53 Print

Kühe furzen die Ozonschicht weg

Es wäre falsch zu behaupten, dass Kühe die Hauptschuldigen am Treibhauseffekt sind. Aber immerhin furzen und rülpsen sie so viel, dass dadurch 15 Prozent aller Treibhausgase entstehen.

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Kühe tragen furzend und rülpsend zum Treibhauseffekt bei. (Bild: Sigi Tischler)

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Weltweit gesehen produziert die Viehhaltung 15 Prozent aller Treibhausgase. In Neuseeland, wo es ca. zehn Mal mehr Schafe als Menschen gibt, sind es gar 50 Prozent. Argentinien, Indien und Brasilien mit ihren riesigen Rinderherden sind vermutlich die grössten Verschmutzter dieser Art.

Schafe und Rinder rülpsen Methan

Das meiste Methan entsteht nicht beim Furzen, sondern beim Rülpsen der Tiere. Eine durchschnittliche Kuh gibt - beide Tätigkeiten berücksichtigt - täglich ca. 540 Liter in einem Stall und 600 Liter auf freiem Feld an die Umwelt ab. Eine Testkuh, die alle 40 Sekunden ein Bäuerchen von sich gab, brachte es alleine damit auf 300 Liter.

Weitere Umweltbelastungen entstehen durch die gedüngten und mit Kot und Urin getränkten Weiden. Aus ihnen steigt Distickstoffmonoxid (Lachgas).

Gegenmassnahmen

Einige australische Wissenschaftler versuchen einen anti-methanogenen Impfstoff für die Tiere zu entwickeln, um den Methanausstos zu minimieren.

Tierschützer empfehlen, weniger Fleisch zu essen, vegetarisch oder besser noch vegan zu leben. Und sie gehen sogar so weit zu behaupten, dass Fleisch zu essen schädlicher sei als ein grosses Auto zu fahren.