Weltgesundheitsorganisation

25. Mai 2014 00:47; Akt: 25.05.2014 00:47 Print

Letzte Pockenbestände bleiben erhalten

Die beiden letzten bekannten Bestände an Pockenviren werden nicht vernichtet. Dies entschied die WHO bei ihrer Jahreskonferenz in Genf. Es wird jetzt eine Expertengruppe gebildet.

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Pocken gelten seit 1979 offiziell als ausgerottet. Die letzte natürliche Infektion wurde nach WHO-Angaben 1977 in Somalia registriert. 1978 kam bei einem Laborunfall im englischen Birmingham ein Mensch durch Pockenviren ums Leben. (Bild: Keystone/AP)

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Es solle nun eine Expertengruppe gebildet werden, bevor bei einer der nächsten Jahresversammlungen wieder über die Zerstörung der tödlichen Viren beraten werde. Das Thema wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Einige Staaten befürchten, dass Pockenviren ausserhalb der beiden bekannten Labors auftreten oder beispielsweise durch Terroristen freigesetzt werden könnten. Die Bestände, die in den USA und in Russland lagern, könnten zur Forschung und der weiteren Entwicklung von Impfstoffen dienen.

Pocken gelten seit 1979 offiziell als ausgerottet. Die letzte natürliche Infektion wurde nach WHO-Angaben 1977 in Somalia registriert. 1978 kam bei einem Laborunfall im englischen Birmingham ein Mensch durch Pockenviren ums Leben. Zuvor existierte die Krankheit mehr als 3000 Jahre lang und forderte Millionen Menschenleben. Durch weltweite Impfprogramme wurden Pocken schliesslich ausgerottet. Dies gilt als einer der grössten Erfolge des öffentlichen Gesundheitssystems in der Menschheitsgeschichte.

(sda)