Besamung missglückt

15. April 2019 17:29; Akt: 15.04.2019 17:29 Print

Letztes Weibchen stirbt – Aus für Riesenschildkröte?

Die Befruchtung hätte die Jangtse-Riesenweichschildkröte vor dem Aussterben retten sollen. Doch die hat das letzte bekannte Weibchen nicht überlebt.

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Um die Jangtse-Riesenweichschildkröte (Rafetus swinhoei) steht es schlechter denn je. Gab es mit zwei wild lebenden Exemplaren in Vietnam und zwei Tieren im Zoo von Suzhou in China bis vor kurzem immerhin noch vier Exemplare, gibt es deren nun nur noch drei.

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Nach dem Versuch, das letzte bekannte Weibchen künstlich zu besamen, verstarb dieses. Es erholte sich von dem Eingriff nicht mehr und verendete im Alter von 90 Jahren.

Mensch als Bedrohung

Das Problem: Während es sich bei dem anderen Tier im Zoo um ein Männchen handelt, ist das Geschlecht der beiden wildlebenden Exemplare unbekannt. Sollte es sich bei ihnen auch um männliche Individuen handeln und werden keine weiteren gefunden, ist das Ende der Schildkrötenart besiegelt.

Die Jangtse-Riesenweichschildkröte kann bis zu 109 Zentimeter lang werden und bis zu 140 Kilogramm auf die Waage bringen. Damit ist sie eine der grössten Süsswasserschildkröten der Welt. Sie hat einen lederartigen, weichen Panzer.

Eigentlich erstreckt sich ihr Lebensraum über das südliche China und den Norden Vietnams. Doch Flussregulierungen, Dammbauten und die Jagd nach ihrem Rückenschild haben ihre Zahl stark dezimiert.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ralf am 15.04.2019 17:41 Report Diesen Beitrag melden

    Realität

    Also ist es wirklich so, dass wir bald alles ausgerottet haben. Aber jeder schaut genau für sich (ja auch du und ich).... traurig. Das Problem ist unsere Gesellschaft ist immernoch auch Reichtum und Ruhm aufgebaut...

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  • Hmm am 15.04.2019 17:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wird bestimmt geklont...

    Anstatt auf diese heuchlerische Art und Weise irgendwelche Tierarten zu retten, würde man ihnen besser einfach ihren Lebensraum lassen...

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  • Roli am 15.04.2019 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jammern fehl am Platz

    Ausgerechnet in dem Land, wo sich die Bewohner nie über die Fauna in ihrem Land Gedanken machen sind jetzt die grossen Jammeri's. In Länder wo Schildkröteneier als Delikatesse auf den Tisch kommt ist Jammern sinnlos. Asiaten sind punkto Tierschutz etwas vom schlimmsten was es auf der Welt gibt. Es wird alles gegessen. Schildkröten inbegriffen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Vor 2000 Jahren hängen geblieben am 25.04.2019 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ja so warn's die alten Mandarin's Leut

    Die Chinesen sind eine insektenartige menschliche Hybridrasse. Ihnen fehlt jegliches Mitgefühl für andere Lebewesen, das Wort Liebe gibt es im Chinesischen nicht und Barmherzigkeit ist etwas für die Dummen oder nur als Opfergabe zelebriert, damit einem der Drache wohl gesonnen ist. Tiere sind Rohstoffe wie wir Menschen für's HR. Statt vor dem Kaiser machen sie jetzt vor der KP Kotau, Han(s) was Heiri.

  • Didi Weidmann am 20.04.2019 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht lässt sich das Tier klonen?

    Vielleicht lässt sich das Tier ja klonen! Man könnte die Eier ja einer verwandten Schildkröte implantieren. Der Verlust einer Spezies ist immer unermesslich. Noch viel mehr Sorgen machen mir da aber Bienen und andere Insekten!

  • Spider am 19.04.2019 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klonen

    Wieso können wir dieses wunderbare Wesen nicht klonen? Bei Schafen ist es möglich, bei Menschen ist es möglich. Der Träger des Eis muss nicht einmal derselben Schildkrötenart sein...

  • M.W. am 18.04.2019 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    Essensgeld

    Hauptsache das die Wirtschaft wächst und der Rubel rollt. Wer braucht schon die Natur oder so hässliche Schildkröten...

  • Armin am 17.04.2019 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Warten auf den Knall

    Das gleiche Affentheater wie mit den Pandas oder dem letzten Rhino vor ein paar Monaten.... täglich sterben offenbar gut ein paar Dutzend Arten (Pflanzen und Tiere zusammengezählt) aus, aber nur wenn man den Jöööh-Effekt hat, gehen die üblichen Quotendoofen wieder auf die Strasse schreien... Nein, nur schreien und wie immer ohne jegliche Lösungsvorschläge. Der Mensch hat schon vor über 400 Jahren damit begonnen, Tierarten auszurotten, das Klima ist schon seit 200 Jahren am Aufheizen. Tut jetzt nicht so, als sei dies alles neu für euch. Ihr würdet damit die eigene Dummheit zu erkennen geben.