Zweite Mission

22. Juli 2019 11:18; Akt: 22.07.2019 11:58 Print

Mit dieser Rakete will Indien zum Mond

Bereits zum zweiten Mal hat Indien eine Mondlandemission gestartet. Geht diese erfolgreich aus, wäre Indien erst die vierte Nation, der eine Mondlandung gelingt.

Das ist die Rakete, die auf dem Weg zum Mond ist.
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Im zweiten Anlauf hat Indiens erste Mondlandemission begonnen: Die Rakete mit dem Orbiter Chandrayaan-2 startete am Montag planmässig um 14.43 Uhr (Ortszeit, 11.13 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Satish Dhawan im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh.

Das berichteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP vor Ort. Mit der Mission will Indien das vierte Land nach den USA, Russland und China werden, dem eine Mondlandung gelingt.

Leck im Heliumtank

Vor einer Woche war der Start der unbemannten Rakete knapp eine Stunde vorher wegen eines technischen Problems abgesagt worden. Medien berichteten unter Berufung auf Vertreter der indischen Raumfahrtbehörde Isro, es habe ein Leck in einem Heliumtank gegeben.

Isro-Chef K. Sivan äusserte sich vor dem zweiten Versuch aber absolut überzeugt, dass die Mission dieses Mal gelingt. Der Zeitung «The Hindu» vom Sonntag sagte er, es gebe «keine Chance für irgendeinen technischen Fehler, der nun auftreten könnte».

Der Orbiter Chandrayaan-2 wird von Indiens leistungsstärkster Rakete GSLV-MkIII ins All gebracht. Er soll am 6. September auf dem Mond aufsetzen. Ein Forschungsfahrzeug soll dann auf der Oberfläche des Erdtrabanten unter anderem nach Spuren von Wasser suchen.

Wichtiges Prestigeprojekt

Indien entwickelte nahezu alle Komponenten der Rakete und ihrer Fracht selbst, die Kosten dafür waren mit umgerechnet rund 137 Millionen Franken im Vergleich zu anderen Mondprogrammen niedrig. Bei Indiens erster Mondmission im Jahr 2008 hatte die Sonde Chandrayaan-1 den Erdtrabanten lediglich umkreist, war aber nicht gelandet.

Für Indien ist die Mondlandemission ein wichtiges Prestigeprojekt. Zum Raketenstart am Montag versammelten sich tausende Menschen in Sriharikota, darunter ausser Schülern auch Staatschef Ram Nath Kovind und andere Würdenträger.

Mit dieser Rakete will Indien zum Mond

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SODUXX am 22.07.2019 17:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    .. Realitätsverlust..

    Man sollte denken Indien hat wichtigere Probleme zu lösen als ins All zu fliegen..(Hunger, Armut, Umweltverschmutzung etc..)

  • KopfschüttlerIn am 22.07.2019 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Menschenverachtende

    Keine Wasserversorgung, keine Abwassersysteme, Armut in weiten Teilen des Landes aber mit den Grossen zum Mond fliegen wollen. Grössenwahn der Wohlhabenden

    einklappen einklappen
  • Herr Max Bünzli in Bali am 22.07.2019 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    Indien kann in Zukunft kein Geld mit diesen Raumfahrtmissionen und Satelliten verdienen. Und die Armen dort kann auch davon gar nicht profitieren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Herr Max Bünzli am 25.07.2019 14:06 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    der Tollkühner Plan wird in den Hosen landen nur und nicht auf dem Mond!

  • copper am 24.07.2019 07:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es müsste heissen...

    ... Indien hat das Kastensystem abgeschafft und verzichtet auf Atomwaffen. Alle Leute haben genug Nahrung und sauberes Wasser.

  • No-Moon am 23.07.2019 22:10 Report Diesen Beitrag melden

    Bemannt

    Unbemannt auf dem Mond landen kann jeder. Bemannt scheint selbst 2019 nicht möglich zu sein. Komisch, gell.

  • Franzl am 23.07.2019 21:45 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe selten eine dummere Idee gehört

    Voll daneben, als Drittweltland auf den Mond fliegen zu wollen. Es gäbe wirklich grundlegendere Probleme zu lösen in Indien.

  • MadGuru Shiva Dancing madly backwards am 23.07.2019 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Die Region der nuklearen Dreifaltigkeit

    Indien ist zwischen Pakistan und China die 3. Atommacht!