Blühende Fantasie

07. Dezember 2011 16:46; Akt: 07.12.2011 16:53 Print

Mona Lisa im Zoo

Ron Piccirillo sieht Gespenster. Allerdings behauptet der New Yorker Künstler, es handle sich um Tiere, die Leonardo Da Vinci um seine berühmte Mona Lisa gepinselt hat.

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Am 27. September 2012 wird in Genf die eine zweite «Mona Lisa» präsentiert. Für die in Zürich ansässige Mona-Lisa-Stiftung ist klar, dass es sich bei diesem Bild um die Ur«Mona Lisa» handelt, die Leonardo da Vinci zehn Jahr vor der «Mona Lisa» malte, die wir aus dem Pariser Louvre kennen. Seit 500 Jahren fragt sich die Kunstwelt, wer da Vinci Modell gesessen hat. Im Dezember 2011 trägt der New Yorker Künstler Ron Piccirillo zwar nichts zur Identifizierung der Dame bei, glaubt aber entdeckt zu haben, dass Leonardo da Vinci mit seinem Werk das Gefühl «Neid» darstellten wollte. Einer der Beweise im Bild: Ein Löwenkopf. Werr Leonardo da Vinci für seine «Mona Lisa» Modell gesessen hat, ist bis heute ungeklärt. Italienische Wissenschaftler wollen das Geheimnis endlich lüften und haben ... ... am 11. Mai 2011 im ehemaligen Kloster Sant'Orsola in Florenz mit Ausgrabungen begonnen. Sie hoffen, Überreste des möglichen Modells Lisa Gherardini del Giocondo zu finden und deren Schädel mit dem Kopf der schönen Lächelnden zu vergleichen. Finden sie genug Übereinstimmungen, wäre die am weitesten verbreitete Meinung darüber, wer da Vinci Modell sass, bestätigt. Hätte Leonardo da Vinci sein Gemälde so gelassen, hätte es die Spekulationen, wer die «Mona Lisa» tatsächlich ist, nie gegeben. Dieses Kunstwerk stammt von und heisst «Replaced» («Ersetzt»). Spekuliert wurde und wird viel: Anfang Februar 2011 behauptet der Historiker Silvano Vinceti (Bild), dass auf dem Gemälde in Tat und Wahrheit ein Mann zu sehen sei. Und so geht die Geschichte: Leonardo da Vinci soll 1490 grossen Gefallen am zehnjährigen Nacktmodell Gian Giacomo de Caprotti (1480-1524) gefunden haben. Kurzerhand habe er den Jungen adoptiert und 20 Jahre bis zu seinem Tod 1519 mit ihm zusammengelebt. Weil Caprotti oft log und stahl, bekam er von Leonardo den Spitznamen «il Salai» (= die Ausgeburt/Brut des Teufels) oder auf Französisch «mon Salai». Diese Buchstaben lassen sich zu «Mona Lisa» drehen. Mitte Januar 2011 will die italienische Wissenschaftlerin Carla Glori herausgefunden haben, dass es sich beim Model um eine Frau namens Bianca Giovanna Sforza handelt. Geschlossen hat sie dies aus zwei Zahlen und zwei Buchstaben im Bild. Im vergangenen Jahr haben sich italienische Wissenschaftler um die Erlaubnis bemüht, Leonardo da Vincis Gebeine auszugraben. Mittels DNA-Analyse wollten sie u.a. beweisen, dass es sich bei der «Mona Lisa» um ein Selbstporträt handelt. Im Oktober 2009 behauptete der italienische Renaissance-Forscher Roberto Zapperi, dass es ausgeschlossen sei, dass das Bild die Florentiner Kaufmannsgattin Lisa del Giocondo zeige. Vielmehr sei das Modell eine Geliebte von Giuliano de Medici gewesen, der ein Spross der berühmten florentinischen Bankiersfamilie war. Einige Forscher gehen aber davon aus, dass es überhaupt kein Modell gegeben hat, sondern dass da Vinci einfach die ideale Frau gemalt hat. Andere wiederum meinen, es könnte sich um ein Abbild seiner Mutter handeln. Möglicherweise steckt hinter der «Mona Lisa» aber auch eine gewisse Isabella d'Este, die Marquise von Mantua. Oder aber die Herzogin Isabella von Aragon, sie war die Enkelin des Königs von Neapel und Witwe des Herzogs von Mailand. Was (bisher) noch nie behauptet wurde: Dass der Beatle John Lennon sich als Modell für das Porträt zur Verfügung gestellt hat.

Spekulationen darüber, wer Leonardo da Vinci für seine Mona Lisa Modell gesessen hat, gibt es wie Sand am Meer.

Zum Thema
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Um das berühmte Gemälde von Leonardo da Vinci ranken sich diverse Gerüchte. Hauptsächlich wird darüber spekuliert, wer dem Künstler Modell gesessen hat. Um die Identität zu klären, wurde im Mai sogar eine valable Anwärterin, Lisa Gherardini del Giocondo, exhumiert.

Nun brodelt laut «Daily Mail» noch eine Behauptung mehr in der Gerüchteküche. So will der New Yorker Künstler Ron Piccirillo neben Mona Lisa diverse Tiere entdeckt haben. Er erspähte einen Löwen- und einen Affenkopf, und auch ein Büffel gehört zum 500-jährigen Zoo auf dem Gemälde. Aus der linken Körperhälfte der Porträtierten steigt gar ein Krokodil auf. Dies könnte allerdings, so Piccirillo, auch eine Schlange sein.

Der Entdecker der Tiere, ein Maler und Grafik-Designer, sagt, er habe Instruktionen da Vincis befolgt, die dieser in seinen Notizbüchern hinterlassen habe. Er habe das Bild seitlich gekippt und schon seien ihm die Tiere erschienen.

Am Anfang war der Löwe

Zuerst habe Piccirillo den Löwenkopf wahrgenommen und gedacht: «Oh my God.» Er habe realisiert, dass er da gerade eine grossartige Entdeckung machte. Nach zweimonatigem Studium der Notizbücher und des Werkes ist Piccirillo zum Schluss gekommen, dass Leonardo da Vinci mit seinem berühmtesten Werk ein Gefühl auf die Leinwand pinselte: Neid. «Ich weiss nicht, wieso diese Botschaft so lange unentdeckt blieb. Ich weiss auch nicht, was sie bedeutet.» Da sind wir schon zwei.

Was sehen Sie im untenstehenden Video? Ebenfalls Tiere oder eher das Resultat einer blühenden Fantasie?

(lue)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • C.h. am 08.12.2011 09:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bekifft

    Ich bin gerade ziemlich breit vom ausgang nach hause gekommen. Muss schon sagen das ich da viele tiere sehe :-)

  • AR am 08.12.2011 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hype

    Ich verstehe nicht, wieso es so wichtig ist, zu wissen wer Mona Lisa genau war und was sich in den Wolken verbirgt...finde das Bild auch nicht schön

Die neusten Leser-Kommentare

  • AR am 08.12.2011 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hype

    Ich verstehe nicht, wieso es so wichtig ist, zu wissen wer Mona Lisa genau war und was sich in den Wolken verbirgt...finde das Bild auch nicht schön

  • C.h. am 08.12.2011 09:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bekifft

    Ich bin gerade ziemlich breit vom ausgang nach hause gekommen. Muss schon sagen das ich da viele tiere sehe :-)