Neue Mission

28. Juni 2019 15:12; Akt: 28.06.2019 15:12 Print

Nasa sucht mit Drohne Leben auf Saturnmond

Mit der Mission Dragonfly will die Nasa auf Titan, dem grössten Saturnmond, nach Spuren von Leben suchen. Die Reise dorthin wird acht Jahre dauern.

So soll die Drohne dereinst auf dem Saturnmond Titan landen. (Video: Nasa)
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Die US-Weltraumbehörde Nasa will den Saturnmond Titan mit einer Drohne erkunden. Die Mission Dragonfly soll im Jahr 2026 starten und den grössten Trabanten des Saturn im Jahr 2034 erreichen, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.

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Demnach will die Nasa eine atomgetriebene Drohne mit vier Rotoren zu dem Himmelskörper schicken. Sie soll dort mehr als 175 Kilometer weit an verschiedene Orte fliegen und Untersuchungen vornehmen. «Titan ist anders als alle anderen Orte in unserem Sonnensystem und am ehesten vergleichbar mit der frühen Erde», sagte Nasa-Leiter Jim Bridenstine weiter.

Die Aufgabe von Dragonfly werde es etwa zwei Jahre lang sein, die chemische Beschaffenheit von organischen Stoffen zu analysieren, die mögliche Bewohnbarkeit des Saturnmonds zu erforschen und nach Spuren von Leben zu suchen.

Der Himmelskörper ist zehnmal weiter von der Sonne entfernt als die Erde und deshalb auch sehr kalt. Auf seiner Oberfläche herrschten Temperaturen von etwa minus 179 Grad. Titan ist grösser als der Planet Merkur. Es ist der einzige Mond im Sonnensystem, von dem man weiss, dass er eine Atmosphäre hat.

Europäische Vorarbeit

Die Mission baut laut Nasa auf dem Wissen der amerikanisch-europäischen Weltraummission Cassini-Huygens auf, die von 2004 an jahrelang um den Saturn kreiste. Ein Jahr später landete die Sonde Huygens von der Europäischen Weltraumorganisation ESA nach der Trennung vom Mutterschiff auf Titan und erforschte die Atmosphäre und Oberfläche des Trabanten.

Bilder der Mission zeigten Seen aus Methan und Ethan auf dem Mond, die mit den Jahreszeiten grösser und kleiner wurden. In ausgetrockneten Seen vermuten Wissenschaftler eine Vielzahl organischer Verbindungen. Auch hat Titan eine dicke Eisschicht, unter deren Oberfläche sich ein Ozean befindet, der vornehmlich aus Wasser besteht.

«Diese mysteriöse Ozeanwelt zu besuchen könnte unser Wissen über Leben im Universum revolutionieren», sagte Bridenstine. Die geplante Mission wäre noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen. «Aber jetzt sind wir bereit für den unglaublichen Flug von Dragonfly.»


(jcg/sda/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dave74 am 28.06.2019 16:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wünsche erfolgreichen Flug

    Wenn diese Drohnen in der Nähe von spielenden Kindern abstürzen, wäre es wenigstens eine echte Schlagzeile.

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  • fear not the psycho am 29.06.2019 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Warum wir nach Leben suchen

    Um das Leben auf der Erde, dessen Entwicklung und Entstehung besser verstehen zu können. Aus dem gleichen Grund untersuchen wir andere Planeten oder Sterne, um unseren eigenen Planeten und die Sonne besser verstehen zu können, deren Entwicklung und Entstehung begreifen zu können. Wer den Wert von Neugier nicht erkennt, weiß nicht wie wir es soweit bringen konnten, das wir unsere Umwelt begreifen und gestalten können. Genießt aber dennoch die Vorteile und jammert über das viele negative, ohne nach Verbesserung zu streben. "Curiosity is killing me"

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  • Stavi am 28.06.2019 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unbekanntes töten

    Sobald der erste knuffige ET gefunden wird, heisst es Vivisection.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roland am 02.07.2019 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    Jaja, Roboter und ich sind zusammen zur Schule, in den Sechzigern in Unterägeri er läuft auch heute noch wie ein Roboter!.

  • Alaska am 29.06.2019 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Brauchen wir das ?

    Brauchen wir das ? Zuerst einmal um die hungernden Lebewesen auf unserem Planeten kümmern.

    • EMMM am 29.06.2019 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alaska

      Ja wie denn? Wir sind ohnehin zuviele Menschen auf der Erde, und die heisse Klima erschwert den Bauern genug Nahrung zu Produzieren. Und manche wiederum haben sehr viele Kinder, obwohl die Nahrung nicht reichen wird. Geld kann man nicht essen.....

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  • Aldo am 29.06.2019 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötiger Schwachsinn

    Die Milliarden an Geldern können die sich sparen, es gibt ausser auf der Erde kein Leben im All oder auf anderen Planeten. Diese verplemperten Recourcen könnte man sinnvoller einsetzen.

    • Poppy am 29.06.2019 18:22 Report Diesen Beitrag melden

      Hmm, diesen Beitrag ..

      ... kann man sich aber auch sparen - Ironie feritg

    • InYourFace am 29.06.2019 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Aldo

      Bei Milliarden von Galaxien!?! Wie kannst Du da so sicher sein!? Die Forschung hat sicher mehr Berechtigung als Dein Dich selbst blamierender Kommentar....

    • asdf am 01.07.2019 17:21 Report Diesen Beitrag melden

      hätten alle Menschen so gedacht

      wie du, dann würden wir noch in Höhlen hausen.

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  • fear not the psycho am 29.06.2019 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Warum wir nach Leben suchen

    Um das Leben auf der Erde, dessen Entwicklung und Entstehung besser verstehen zu können. Aus dem gleichen Grund untersuchen wir andere Planeten oder Sterne, um unseren eigenen Planeten und die Sonne besser verstehen zu können, deren Entwicklung und Entstehung begreifen zu können. Wer den Wert von Neugier nicht erkennt, weiß nicht wie wir es soweit bringen konnten, das wir unsere Umwelt begreifen und gestalten können. Genießt aber dennoch die Vorteile und jammert über das viele negative, ohne nach Verbesserung zu streben. "Curiosity is killing me"

    • das Wort am 29.06.2019 16:26 Report Diesen Beitrag melden

      ganz einfach

      weil man GOTT dem Schöpfer nicht glaubt. Daher muss man den "Beweis" erbringen, dass es auch andernorts "Leben" hat. Womöglich finden sie nie was ausserhalb der Erde, fälschen es oder können nicht akzeptieren, dass GOTT überall (falls so) Leben gebracht hat.

    • Pete am 29.06.2019 20:57 Report Diesen Beitrag melden

      @das Wort

      Gratuliere, du hast am Ende dargelegt dass ausserirdisches Leben für die Frage nach der Existenz Gottes völlig irrelevant ist und damit deinen ganzen Kommentar ad Absurdum geführt.

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  • Die helle Birne am 29.06.2019 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Rettet die Titanier

    Schickt die Sea-Watch 3 hoch mit der jetzigen Besatzung!