Afrika

28. März 2011 12:51; Akt: 28.03.2011 13:07 Print

Nashorn-Wilderei muss aufhören

Allein in den letzten drei Jahren wurden 800 Nashörner wegen ihres Horns getötet. Nun fordern Naturschützer, dass die organisierten Verbrecherbanden gestoppt werden müssen.

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Ein weltweites Netzwerk von Naturschützern hat vor den schlimmsten Wildereien an Nashörnern seit Jahren gewarnt. Allein in den vergangenen drei Jahren hätten organisierte Verbrecherbanden in Afrika mehr als 800 Nashörner getötet, sagte die Internationale Union für Naturschutz (IUCN) am letzten Freitag.

Vor allem in Südafrika, Simbabwe und Kenia steige die Zahl der gut ausgestatteten und erfahrenen Verbrecherbanden. Allein in Südafrika fielen ihnen 2010 333, im laufenden Jahr bereits 70 Tiere zum Opfer. Nashorn-Hörner verkauften sich auf dem Schwarzmarkt wie Gold. Für jedes Pfund Horn bekommen die Wilderer in Südostasien mehrere zehntausend Dollar. Dort glauben die Menschen, die Hörner hätten heilende Kräfte.

Population noch steigend

Laut IUCN steigt zwar die Population der Nashörner vorderhand noch an. Spitzmaulnashörner, so wird geschätzt, gibt es zurzeit rund 4840, 2007 waren es noch 4240. Die Anzahl der Breitmaulnashörner stieg von 17 500 (2007) auf aktuell 20 150. Doch diese Zahlen beruhigen die Tierschützer keineswegs, denn solange der Wilderei, die immer mehr um sich greift, nicht Einhalt geboten wird, seien die Tiere in grosser Gefahr.

(ap)