Horror für Phobiker

17. März 2019 20:16; Akt: 17.03.2019 20:16 Print

Spinnenart versteckt sich in Bambusrohren

Ohne den Bambusspecht wäre eine neu beschriebene Spinnenart obdachlos. Der Vogel beschert ihr nämlich ein Dach über dem Kopf.

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Wer schon mit Hausspinnen auf Kriegsfuss steht, sollte künftig in Thailand besonders vorsichtig sein. Denn dort – und in Malaysia – haben Forscher des Senckenberg-Instituts in Frankfurt eine neue Spinnenart nachgewiesen.

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Der auf den Namen Rhitymna gerdmangel (siehe Box) getaufte Achtbeiner ist etwa so gross wie eine Handfläche und lebt im Innern von Bambusrohren.

Tierische Zügelhilfe

Ohne Hilfe könnte die Spinne ihr Nest allerdings nicht beziehen. Sie ist davon abhängig, dass der Bambusspecht zuvor Löcher ins verholzte Gras bohrt. Nur mit seiner Hilfe kann Rhitymna gerdmangel ins Innere gelangen.

Wie die Forscher um Peter Jäger im Fachjournal «Zootaxa» schreiben, verlässt das Spinnentier nur nachts seine Bleibe im Rohr.

Wahrscheinlich weit verbreitet

«Die ungewöhnliche Lebensweise der Spinne hat wohl bisher verhindert, dass wir die Art entdecken konnten. In der Regel sägen wir Spinnenforscher keine Bambusstängel auf», scherzt Arachnologe Jäger in einer Mitteilung des Instituts.

Laut ihm sind bisher zwei Orte bekannt, an denen die neu entdeckte Spinne zu Hause ist: der Norden Thailands und die Gegend um Kuala Lumpur in Malaysia. Das lässt gemäss Jäger auf eine weite Verbreitung der Tiere schliessen: «Die Fundpunkte liegen etwa 1800 Kilometer auseinander. Es ist daher anzunehmen, dass die Spinnenart noch weitere Gebiete mit Bambus bewohnt, aber dort bisher einfach übersehen wurde.»

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pillepalle am 17.03.2019 21:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Personalisieren

    Ich taufe meine Hausspinnen immer. Egon z.B., der wohnt im Klo. Der fette Heinrich haust im Keller und die flotte Lotte in der Küche.

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  • Karl M. am 17.03.2019 22:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spinni Spinni

    Gerd? wer heisst überhaupt noch Gerd? Und was ist Mangel für ein Geschlecht? Die nächste Spinne wird wohl Horst Uwe heissen.

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  • Eric am 18.03.2019 06:58 Report Diesen Beitrag melden

    Auf die Grösse kommt es an

    Mein Gartenbambus würde höchstens Platz für Minispinnen bieten, das sind ja regelrechte Bambusbäume in Thailand!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lucy F am 18.03.2019 13:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lebende Bambusdeko

    Hab noch keinen Specht in der Bambusdeko auf dem Tisch erblickt. Ich erspar mir also die Mühe die Spinne zu suchen

  • Reto am 18.03.2019 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr unwahrscheinlich

    Das man diese sehr grosse Art, wo man Bambus industriell anpflanzt und erntet und verarbeitet, übersehen haben will, ist sehr unwahrscheinlich. Fragt sich ob es sich wirklich um eine neue Gattung handelt und ob sie nicht auch an anderen Orten Unterschlupf findet als nur in Löchern von Spechten im Bambus. Nein, ich persönlich bin da noch nicht überzeugt und warte mal noch ab mit dem gratulieren. Und das Fachjournal sollte sich dringend mal eine neue Webseite anschaffen, Tabellen sind schon seit 15 Jahren out, auch in Neuseeland.

  • Eric am 18.03.2019 06:58 Report Diesen Beitrag melden

    Auf die Grösse kommt es an

    Mein Gartenbambus würde höchstens Platz für Minispinnen bieten, das sind ja regelrechte Bambusbäume in Thailand!

  • Stefan am 18.03.2019 05:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Namens schon gegeben

    Es gibt eine Spinne Art die Zimmermann heisst. Dem zu folge sagt der Name schon alles aus wo diese Zimmermänner wohnen.

  • marko 34 am 18.03.2019 04:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schrecklich

    Schrecklich