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01. April 2018 12:14; Akt: 01.04.2018 12:48 Print

Prüfen Sie heute mal wieder die Backofenuhr

Erst ging sie nach, jetzt geht sie plötzlich vor. Die Backofenuhr tickt nach wochenlanger Frequenzabweichung fast wieder richtig.

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Was passiert, wenn die Energiezufuhr ins Wanken gerät? Wird mehr Energie benötigt, als zur Verfügung steht, so entsteht ein Ungleichgewicht. Wenn dieses nicht ausgeglichen wird, müssen irgendwann Teilgebiete vom Stromnetz ausgeschlossen werden, um einen europaweiten Blackout zu vermeiden. Heute verbrauchen Schweizer Haushalte 33% der in der Schweiz verbrauchten Elektrizität. Oftmals wird dabei die Tatsache vergessen, wie sehr unser Leben von Strom abhängig ist: Wir kühlen Lebensmittel, kochen, heizen, machen Licht, fernsehen, benutzen das Internet oder waschen uns mit warmem Wasser. Wie kommt der Strom in die Steckdosen unserer Haushalte? Und woher kommt er? Swissgrid betreibt das Schweizer Übertragungsnetz und sichert den Transport von Energie über weite Entfernungen. Dabei kommt der Strom aus verschiedenen Quellen in Europa. Strom wird gehandelt, exportiert und importiert. Die Schweiz im Herzen Europas ist ein wichtiges Transitland und importiert Strom aus Frankreich (hauptsächlich mit Atomkraft hergestellt) sowie Deutschland und verkauft ihn nach Italien. (Bild: Kernkraftwerk Golfech im Südwesten Frankreichs) Über Hochspannungsleitungen wird der Strom vom Erzeuger über mehrere Stationen in die Haushalte geleitet. Das Schweizer Übertragungsnetz ist an über 40 Stellen an die Netze der umliegenden Länder angeschlossen. Insgesamt beträgt die Länge des Übertragungsnetzes hierzulande über 6700 Kilometer. Das entspricht etwa der Strecke von Zürich nach Washington. (Bild: Das Capitol in Washington D.C.)

Wegen eines politischen Streits gingen viele Uhren nach.

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Seit Wochen sorgte eine Unterversorgung im Stromnetz dafür, dass Uhren in Herden oder Mikrowellen in ganz Europa bis zu sechs Minuten nachgehen. Jetzt scheint das Problem behoben zu sein – richtig ticken die Uhren allerdings immer noch nicht überall.

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Der Grund: Wer seine um sechs Minuten nachgehende Backofenuhr manuell umgestellt hat, der dürfte jetzt eine Uhr haben, die drei Minuten vorgeht. Leserreporter meldeten eine entsprechende Abweichung am Sonntagmorgen in Zürich.

Ein politischer Streit zwischen dem Kosovo und Serbien hat wochenlang zu einer Unterversorgung im Stromnetz geführt - und folglich dazu, dass einfache Uhren etwa in Herden oder Mikrowellen nachgehen.

Auf internationalen Druck gleiche der Netzbetreiber des Kosovo KOSTT nun auftretende Schwankungen vereinbarungsgemäss wieder aus, schrieb EMS.

(bla)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Donat Maxton am 01.04.2018 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht Minuten, Stunde!

    Meine Uhr ging sogar eine Stunde nach!

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  • Stefan Stähli am 01.04.2018 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Auch andere Geräte spinnen

    Wenn es nur die Backofenuhren wären! Mein Auto fuhr heute selbständig und mit 180 Sachen an die Côte dAzur und stürze sich vor lauter Netzzeit-wirrwar kurz vor Cannes ins Meer. Von meinem Mixer, dem Haarföhn und dem Lockenwickler schreibe ich jetzt nicht.

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  • Stefan am 01.04.2018 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wo liegt da das Problem...

    Soweit so gut, wenn es nur die Backofenuhren sind get s ja noch!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dr Mech am 02.04.2018 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gröl

    Das ist schrecklich! Glaubt mir! Das Ende naht!

  • siru am 02.04.2018 16:38 Report Diesen Beitrag melden

    zu hohe Frequenz...

    Und heute hat es meine Backofenlampe gekillt...>ö

  • Hani nid am 02.04.2018 15:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hmm

    Mir ist die Zeit am Backofen komplett verschwunden! Oder hatte ich gar nie eine Uhr am Backofen? Fragen über Fragen...

  • Lion Queen am 02.04.2018 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Erleuchtung

    Vielleicht kommt ja bald mal die Erleuchtung im Volk: Mehr Konsumenten = mehr Strombedarf. Wenn man langfristig was machen muss, dann ist es, die Bevölkerungszahl in den Griff zu bekommen. Klar kann man auch an der Technologie was machen: In Forschung anstatt Krieg investieren für effizientere, sauberere (nichtstrahlende!) Energiegewinnung. Aber ein Grundpfeiler, um langfristig überleben zu können, ist Geburtenkontrolle - international. Wir müssen endlich handeln. Act local, think global.

  • C.Käser am 02.04.2018 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bitte

    setzen Menschen ihre Prioritäten wenn sie sie sich daran ergötzen ob eine Backofenuhr um wenige Minuten falsch geht? Und wer beschützt uns vor diesen Inteligenzbestien wenn es um die Besetzung öffentliche Ämter, Chefposten oder gar die nächste Volksabstimmung geht?