«Potenziell gefährlich»

15. Februar 2020 10:53; Akt: 15.02.2020 20:58 Print

Riesiger Asteroid verfehlt die Erde

Ein enormer Gesteinsbrocken näherte sich der Erde. Die Nasa stufte ihn als «potenziell gefährlich» ein.

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Ein Asteroid rast zurzeit mit über 56'000 km/h auf die Erde zu. (Symbolbild) Die Nasa schätzt den enormen Gesteinsbrocken auf bis zu einem Kilometer Durchmesser. (Symbolbild) Doch nicht nur die Grösse des Asteroiden bereitet der Raumfahrtbehörde Sorgen, auch seine Nähe zur Erde wird als «potenziell gefährlich» eingestuft. Denn der Asteroid kommt der Erde ziemlich nahe. Die Distanz zur Erde wird auf etwa 5,8 Millionen Kilometer geschätzt, das entspricht der 15-fachen Entfernung zum Mond. Ein mögliches Szenario dabei: Sollte der Gesteinsbrocken seine Flugbahn ändern, könnte er bei einer Kollision schwere Schäden anrichten. Laut dem Onlineportal «Futurezone» liegt das Risiko einer unvorhergesagten Kollision im Fall des riesigen Asteroiden aber praktisch bei Null. Trotzdem sei es auch schon vorgekommen, dass vor allem kleinere Objekte nicht erkannt wurden. Ein solcher Fall ereignete sich im Jahr 2013. Damals war ein Meteorit über der russischen Stadt Tscheljabinsk explodiert. Dabei wurden etwa 1500 Menschen verletzt und 7000 Häuser beschädigt. Der Wettersatellit Meteosat 10 hatte den Meteoriten kurz nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre fotografiert. Weil viele Russen sogenannte Dashcams in ihren Autos installiert haben ... ... gab es damals zahlreiche Aufnahmen, ... ... die den Meteoriten beim Verglühen zeigten. Kurz vor dem Einschlag war ein gleissend helles Licht am russischen Morgenhimmel zu sehen. Dieser Mann wurde durch die Druckwelle verletzt, die der Einschlag des Himmelskörpers ausgelöst hat. Die russische Region Tscheljabinsk liegt am Ural-Gebirge. Tscheljabinsk liegt rund 1500 Kilometer östlich von Moskau, an der Grenze zwischen europäischem und asiatischem Russland. In Tscheljabinsk wurden mehrere Gebäude beschädigt. In mindestens drei Städten, darunter Tscheljabinsk (Bild), sei es zu Sachbeschädigungen gekommen. Das Dach einer Zinkfabrik stürzte teilweise ein. Zu Beginn gab es Gerüchte, der Meteorit sei möglicherweise von Kampfjets abgeschossen worden. Fast 1500 Menschen wurden verletzt. Die meisten benötigten medizinische Hilfe wegen Schnittwunden und Prellungen. Im Bild: Eine Turnhalle in Tscheljabinsk. Die Druckwellen, die die Meteoritenfragmente auslösten, haben zu grossen Sachschäden geführt. Die Schäden innerhalb des medizinischen Instituts in Tscheljabinsk. Scherben in einer Waschküche. Die Hausbewohner entfernten zerbrochene Fensterscheiben. Danach begannen die Aufräum- und Reparaturarbeiten. Im Tscherbakul-See, etwa 80 Kilometer südwestlich von Tscheljabinsk, wurde am Tag des Einschlags ein kreisrundes Loch von etwa sechs Meter Durchmesser entdeckt. Taucher suchten die Stelle nach dem Meteoriten ab, fanden jedoch den vermuteten zehn Tonnen schweren Brocken nicht. Erst am 16. Oktober 2013 konnten sie ein 570 Kilogramm schweres Fragment aus dem See bergen.

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Die US-Raumfahrtbehörde Nasa warnte vor einem riesigen Asteroiden. Medienberichten zufolge raste der Asteroid 2002 PZ39 mit über 56'000 km/h auf die Erde zu. Er wurde um etwa 12.05 Uhr (Mitteleuropäische Zeit MEZ) erwartet und flog an der Erde vorbei. Die Nasa schätzt den enormen Gesteinsbrocken auf bis zu einem Kilometer Durchmesser.

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Laut der Nasa hat jeder so grosse Asteroid das Potenzial, bei einem Einschlag Millionen von Menschen zu töten: «Wir glauben, dass alles, was grösser als ein bis zwei Kilometer ist, weltweite Auswirkungen haben könnte.» Doch nicht nur die Grösse des Asteroiden bereitet der Raumfahrtbehörde Sorgen, auch seine Nähe zur Erde wurde als «potenziell gefährlich» eingestuft.

5,8 Millionen Kilometer entfernt

Denn der Asteroid kam der Erde ziemlich nahe. Die Distanz zur Erde wurde auf etwa 5,8 Millionen Kilometer geschätzt, das entspricht der 15-fachen Entfernung zum Mond. Ein mögliches Szenario war dabei: Sollte der Gesteinsbrocken seine Flugbahn ändern, könnte er bei einer Kollision schwere Schäden anrichten.

Laut dem Onlineportal «Futurezone» liegt das Risiko einer unvorhergesagten Kollision im Fall des riesigen Asteroiden, von dem man die genaue Umlaufbahn kennt, aber praktisch bei Null. Trotzdem sei es auch schon vorgekommen, dass vor allem kleinere Objekte nicht erkannt wurden. Ein solcher Fall ereignete sich im Jahr 2013. Damals war ein Meteorit über der russischen Stadt Tscheljabinsk explodiert. Dabei wurden etwa 1500 Menschen verletzt und 7000 Häuser beschädigt.


(mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nico am 15.02.2020 11:58 Report Diesen Beitrag melden

    Die Nasa warnt...

    Und jetzt was sollen wir tun? Die Rollläden runterlassen?

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  • Stardust am 15.02.2020 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn der einschlägt

    dann ist das CO2 Problem wenigstens gelöst....

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  • DasletzteEinhorn am 15.02.2020 11:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bruce muss her!

    Da kann uns nur Bruce Willis helfen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Edi Ramadani am 15.02.2020 19:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Neumann am 15.02.2020 18:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja

    Die Aliens, die mich jeweils kontaktieren, wenn ich meinen Aluhut aufzusetzen vergass, versichern mir, dass der Typ, der diesen Stein vor zehn millionen Jahren aus der neunten Galaxie gegen die Erde warf, glücklicherweise generell und erfahrungsgemäss eine ganz miserable Treffsicherheit habe und wir deshalb wohl auch diesmal glimpflich davonkommen werden. Was ihnen mehr Sorge bereite, sei der allgegenwärtige Weltraumschrott in der Umlaufbahn der Erde. Wir sollten da mal aufräumen, meinen sie.

  • pigru am 15.02.2020 18:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach schon vorbei?

    Der Stern von Bethlehem?

  • und das einen Tag nach Valentin am 15.02.2020 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    was soll man da noch sagen?

    Das ist ja ein Ding! Diesen Durchmesser von 1 km ist eine Wucht. Ich habe jedoch keine Angst. Wenn er die kleine Schweiz trifft, sind wir alle weg.

  • M.O.M. am 15.02.2020 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Chuck wirds schon richten

    Kein Problem für Chuck Norris. Er schlägt ihn mit dem Tennisschäger zurück ins All.