Sonden messen Temperatur

02. März 2019 05:25; Akt: 02.03.2019 07:05 Print

Roboter-Maulwurf gräbt auf dem Mars

Auf dem Mars hat sich ein Roboter vollautomatisch in den Boden gehämmert. Der Marsmaulwurf soll ins Innere des Planeten vordringen und helfen, einige seiner Geheimnisse zu lüften.

Im November 2018 schickte die Nasa-Sonde InSight erste Bilder vom Mars. (Video: Tamedia/Storyful/Nasa)
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Der Roboter mit dem offiziellen Namen HP3 sei in einer ersten Phase, die vier Stunden dauerte, mit 4000 Hammerschlägen etwa 18 bis 50 Zentimeter in den Marsboden eingedrungen, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Freitagabend mit. Ziel des Experiments mit dem in Deutschland entwickelten Roboter sei die Messung des Wärmestroms aus dem Marsinneren.

«Bei seinem Weg in die Tiefe ist der Maulwurf anscheinend auf einen Stein getroffen, hat sich um etwa 15 Grad geneigt und diesen beiseite gedrückt oder sich an ihm vorbeigeschoben», sagte der wissenschaftliche Leiter des HP3-Experiments, Tilman Spohn. Nach einer Abkühlpause wollen die Forscher den «Maulwurf» in einer zweiten Phase für erneut vier Stunden weiter hämmern lassen. In den kommenden Wochen soll der Roboter dann - bei ausreichend porösem Untergrund - in drei bis fünf Meter Tiefe vordringen.

Sonden messen Temperatur

Der kniehohe künstliche Maulwurf soll die Temperatur bis auf ein Tausendstel Grad Celsius genau messen. Daraus lässt sich zum Beispiel schliessen, wie sich das Innere des Roten Planeten entwickelt hat und ob er noch immer über einen heissen flüssigen Kern verfügt. Der Roboter ist am DLR entwickelt worden. Er sieht aus wie ein grosser Nagel, der über einen eingebauten Hammer verfügt. Er zieht ein Kabel hinter sich her, das mit Temperatursensoren bestückt ist.

Der hämmernde Maulwurf war im Rahmen der Nasa-Mission «InSight» Ende November erfolgreich mit auf dem Mars gelandet - nach einer rund 485 Millionen Kilometer lange Reise. Der Landeplatz liegt in einer Region, die weitgehend eben und frei von grösseren Steinen und Felsen ist. Bisherige Mars-Missionen haben das Gebiet noch nicht vom Boden aus erkundet. Die insgesamt rund 650 Millionen Euro teure «InSight»-Mission ist auf zwei Jahre angelegt.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hicks am 02.03.2019 06:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Sache

    Tolle Sache! Hier geht es mal um die Zukunft der Menschen ohne Waffen. Bei den Waffen und Armeen müsste man Geld sparen, nicht in der Erforschung des Weltalls.

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  • Ameise am 02.03.2019 06:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ausdehnen oder Eingehen

    Es ist ja so das wenn auf dem Mars Rohstoffe sind lohnt sich die Investition in ferner Zukunft. Auch die Menschen müssen sich im Universum verteilen da die Erde trotz allen Bemühungen nicht für immer für uns da ist durch Verschiedenste Faktoren. Ob allerdings die Menschheit an sich es Wert ist zu Überleben wage ich zu Bezweifeln wenn ich mir die Welt so anschaue.

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  • Typhoeus am 02.03.2019 06:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Weltall erkunden

    heisst das Wissen über die Entstehung und Entwicklung aller Materie zu erweitern und von den unfruchtbaren Glaubensbekundungen der Menschheitsgeschichte wegzukommen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Paul am 05.03.2019 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    toll

    Es ist ja schon toll, was man mit der richtigen Bohrtechnik erreichen kann...

  • Schweizerin am 03.03.2019 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    das ist Suissness für mich

    Und wer sagt, dass die Schweiz ohne die EU nicht wert ist? Ohne die Schweizer Präzisionsgeräten gibt es momentan nichts in der Welt, was besser = genauer ist!

    • Boris am 05.03.2019 12:06 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Das sieht man auch bei den Skirennen wie genau die Schweizer Uhren, und auch wie hochqualifiziert die Experten sind.

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  • Boris am 03.03.2019 05:50 Report Diesen Beitrag melden

    Nur als Info am Rande.

    Das habe ich soeben in der Zeit gelesen. Das richtet sich an alle die denken Musk baut seine Raketen alleine. Die NASA hat ihm schon vor Jahren mehrere Milliarden Dollar für die Entwicklung einer bemannten Rakete zu Verfügung gestellt, mit militärischen Auflagen natürlich. Das heisst Musk kann mal in Wirklichkeit nicht wirklich selber entscheiden, was SpaceX betrifft. Das ist alles nur Show. Es bleibt somit wie immer, die Army kontrolliert die NASA und neu ist jetzt das die NASA sagt Musk was er zu tun und was er wie, bis wann zu bauen hat.

    • Fabian am 08.03.2019 13:14 Report Diesen Beitrag melden

      Info am Rande vom Rande

      Nicht ganz ich verfolge diese Geschichte und hatte sogar die Ehre mit einem SLS (Space Launch System) Operator darüber zu reden. Die NASA Ist verantwortlich für die Ausbildung von SpaceX Piloten usw. und gibt SpaceX die nötigen Ressourcen um dies Sicher zu erledigen.

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  • Thomas am 02.03.2019 16:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Psssst!

    Hoffen wir einfach das andauernde Hämmern und Vibrationen wecken sie nicht auf! Sonst gute Nacht für die Menschheit.

  • Silberdistel am 02.03.2019 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Weltraum

    Der Mars wäre ja nur der erste Schritt. Wir müssen viel weiter in den Weltraum gehen, denn wenn unsere Sonne explodiert, wird vor der Erde auch der Mars verdunsten.

    • Nompti am 02.03.2019 11:52 Report Diesen Beitrag melden

      Zu heiss

      Es wird schon lange vor der Explosion zu heiss. Wir haben noch ca 1 Mrd Jahre übrig hier.

    • Fabian am 08.03.2019 13:15 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Angst

      Über das würde ich mir noch keine sorgen machen :D

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