Orcas und Belugas

09. April 2019 11:11; Akt: 09.04.2019 13:03 Print

Russland schliesst berüchtigtes Walgefängnis

Moskau hat beschlossen, 100 Wale in die Freiheit zu entlassen. Sie wurden über Monate in engen Käfigen gehalten und sollten an China verkauft werden.

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Die Bilder sorgten weltweit für Empörung: Vergangenen November veröffentlichten Tierschützer Drohnenaufnahmen von rund 100 eingesperrten Walen. Sie wurden in einer Anlage nahe der russischen Hafenstadt Nachodka festgehalten und von bewaffneten Männern bewacht.

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Die in überfüllten Gehegen gehaltenen Belugas und Orcas waren laut Greenpeace für Delfinarien in China bestimmt. Ein lukratives Geschäft, werden doch auf dem chinesischen Schwarzmarkt für einen einzigen Orca bis zu 6 Millionen Dollar bezahlt.

Nun haben die russischen Behörden entschieden, die von Tierschützern als Walgefängnis bezeichnete Anlage zu schliessen. Der Entscheid fiel mit dem Besuch des französischen Meereskundlers Jean-Michel Cousteau, dem Sohn des berühmten Forschungsreisenden Jacques Cousteau zusammen, wie Guardian.co.uk berichtet. Bis Ende Mai will Cousteau einen Plan für die Auswilderung ausgearbeitet haben.

Anklage gegen vier Firmen

Der Gouverneur der Region Primorje, Oleg Koschemjako, sagte der Nachrichtenagentur Tass: «Wissenschaftler aus Cousteaus Team und russischen Forscher werden nun entscheiden, wann welche Tiere in die Freiheit entlassen werden.» Er ergänzte, dass die Behörden ein Rehabilitationszentrum einrichten würden, wo die Wale eine natürliche Umgebung vorfinden würden und kranke Tiere behandelt werden könnten.

Laut Kreml befinden sich in der Anlage elf Orcas und 87 Belugas. Der Inlandsgeheimdienst FSB hat gegen vier beteiligte Firmen Anklage wegen Verstössen gegen das Fischereigesetz erhoben.


Diese Drohnenaufnahmen brachten die russischen Behörden in Zugzwang. (Video: Facebook)

(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fuchs am 09.04.2019 12:12 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Besuch

    Auch in europäischen Ländern wie bspw. Spanien hat es schlimme Delfinarien. Bitte denkt an die Tiere bevor Ihr solche Anlagen besucht...

  • Blackfish am 09.04.2019 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    ein guter erster Schritt

    wow, sogar der FSB ermittelt nun gegen 4 Firmen, hoffe die werden dann auch entsprechend angeklagt! Anyway, wiedermal ein kleiner Schritt in die richtige Richtung...danke an die Tierschütze die dies ermöglicht haben!

  • Fam. Vuill am 09.04.2019 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Delfine in Metall Konteinner

    Im Hafen von Genua Italien, gab, oder gibt? Es ein Delfinarium, in einem erhöhten Metall Container, der Eintritt für 1 Familie mit 1 Kind war vor 8 Jahren 99.- Euro, uns war das zu Teuer und wir könnten uns nicht vorstellen wie die Delfine dort gehalten werden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Pragmatiker am 09.04.2019 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Walen geht es besser als den Menschen...

    Denn die werden freigelassen.

  • Insider am 09.04.2019 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    Russische PR-Falle

    Dass die Tiere nun wirklich frei kommen, ist noch nicht klar. Und erst recht nicht die Frage wo. Denn man kann sie nicht einfach dort aussetzen, wo sie gefangen sind, da würden viele wohl sterben.

    • Robert am 10.04.2019 06:30 Report Diesen Beitrag melden

      @Insider

      Die Wale werden direkt vor der nächsten chinesischen Hafenstadt freigelassen. Zynismus off.

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  • Dieog am 09.04.2019 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Im Gegensatz

    zum total verblödeten "Klimawandel" mal eine wichtige Nachricht aus dem Naturschutz! Super gemacht, da sollte das viele Geld einfliessen!

    • Eugen am 09.04.2019 13:28 Report Diesen Beitrag melden

      @Dieog

      Das eine (diese Aktion) ist Symptombekämpfung und wird langfristig leider wenig einbringen, denn überfischen wir weiter die Weltmeere werden sie kein Futter haben und verenden, Massensterben der Wale sind ja heute schon normal geworden und da das Plankton auch immer weniger wird, haben es für Wale künftig enorm schwer in der Natur! Mir wär es ja lieber wir würden mal die Krankheit bekämpfen, statt nur die Symptome angehen...

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  • Fuchs am 09.04.2019 12:12 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Besuch

    Auch in europäischen Ländern wie bspw. Spanien hat es schlimme Delfinarien. Bitte denkt an die Tiere bevor Ihr solche Anlagen besucht...

  • Blackfish am 09.04.2019 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    ein guter erster Schritt

    wow, sogar der FSB ermittelt nun gegen 4 Firmen, hoffe die werden dann auch entsprechend angeklagt! Anyway, wiedermal ein kleiner Schritt in die richtige Richtung...danke an die Tierschütze die dies ermöglicht haben!