Wissbegierig

23. September 2016 10:55; Akt: 23.09.2016 10:55 Print

Schon Kleinkinder nutzen täglich Tablet und Handy

von Martina Polek - Immer öfter sieht man kleine Kinder, die Touchscreens bedienen. Das könnte einen positiven Effekt auf ihre Entwicklung haben.

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Der Umgang mit Touchscreens könnte die feinmotorische Entwicklung begünstigen. (Bild: iStock/Ivolodina)

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Smartphone und Tablet sind auch in der Welt der Kleinsten längst angekommen. Das zeigt eine britische Studie, in der 715 Mütter und Väter Auskunft über den Gebrauch elektronischer Geräte ihrer Kleinen gaben.

Umfrage
Was halten Sie davon, dass schon kleine Kinder mit Smartphones und Tablets hantieren?
53 %
20 %
19 %
8 %
Insgesamt 1638 Teilnehmer

Es stellte sich heraus, dass über 90 Prozent der Zwei- bis Dreijährigen im Schnitt 44 Minuten pro Tag vor den kleinen Bildschirmen verbringen.

Zudem ergab die Befragung der Eltern, dass jene Kinder, die schon früh an Touchscreens gelassen wurden, auch früher feinmotorische Fähigkeiten entwickelten. Sie haben beispielsweise früher Bauklötzchen gestapelt als jene mit Bildschirmverbot.

Die Sache mit dem Huhn und dem Ei

Laut den Forschern könnte das darauf hindeuten, dass die Nutzung von Touchscreens die Entwicklung der Kinder positiv beeinflusst. «Womöglich fangen feinmotorisch begabte Kinder aber auch einfach früher an, auf den Bildschirmen zu wischen», sagt die Psychologin Marion Tegethoff von der Universität Basel.

Die Expertin für Kindergesundheit vermutet, dass auch viele Kleinkinder in der Schweiz schon früh mit elektronischen Geräten in Kontakt kommen. «Oftmals wollen die Eltern damit ihre Kinder beschäftigen und sich so eine Verschnaufpause verschaffen», sagt Tegethoff. Lesen Sie in der Box, worauf Sie bei Kleinkindern und Smartphones achten sollten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Frank am 23.09.2016 11:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    besser nicht

    Kinder brauchen Zuwendung der Eltern. Das bedeutet Zeit, die nur für die Kinder da ist. Wer diese wichtige Zeit seinen Kindern vorenthält, sollte besser keine Kinder haben. Sie brauchen keine elektronischen Geräte. Feinmotorik mit Touchscreen erlernen? Ein Witz! Dafür sind Lego und Klötzchen da.

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  • Armer Alter am 23.09.2016 11:01 Report Diesen Beitrag melden

    Traurige Entwicklung

    Früher reichte der Nuggi zur Ruhigstellung, heutzutag muss es schon ein Smartphone oder gar Tablet sein? Armselig

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  • Maya Kuhn am 23.09.2016 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wünsche der Bevölkerung

    Die Menscheit hat sich nun mal für EDV-Systeme entschieden. Dass sie dadurch noch schneller verblödet spielt ja auch keine Rolle mehr.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Miri am 24.09.2016 19:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kein handy vor 16

    meine kinder werden keine Handys oder Tablets kriegen, bevor sie 16 sind und eine Lehre machen, dann können sie sich von mir aus vom Lehrlingslohn eins kaufen. Computer und TV im Kinderzimmer, kriegen sie auch nicht. Wir haben ein Notebook und ein TV im Wohnzimmer. Da können meine Kinder konsumieren und ich sehe was konsumiert wird und wie lange. Aber leider stehe ich mit meiner Erziehung sehr alleine da, andere Eltern sagten schon zu mir, dass das eine Quahl, ja schon fast Misshandlung meiner Kinder sei. Für meine Kinder ist es aber ok, denn ich habe nicht einfach nur verboten, sondern erklärt, warum ich das nicht will!

    • Schweizer am 24.09.2016 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Miri

      Finde ich total daneben. Ihr werden es dafür später büssen.

    • CountryTec am 24.09.2016 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Miri

      Ihre Kinder werden Mittel und Wege (und Freunde) finden um an all den Schrott zu kommen, von dem Sie selbst nicht mal die leiseste Ahnung haben, den es im Internet gibt. Kinder sollten heute Zuhause lernen mit diesen Medien umzugehen.

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  • Janelle G am 24.09.2016 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Max. 30min Bildschirmzeit

    Kinder ab 4 Jahren wird eine Bildschirmzeit (alle Geräte mit Bildschirmen wie Smartphone, Tablet, TV) von max. 30min empfohlen! Statt Wischen und Tippen sollten feinmotorische Fähigkeiten wie mit der Schere schneiden oder Ausmalen/Zeichnen oder einen Teig kneten gefördert werden!!!

  • dorismaria am 24.09.2016 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    na klar....

    ...... ist ja auch einfacher, wie sich mit einem kind abzugeben^^ hat wenig mit kindlicher neugier, sondern mit gewisser bequemlichkeit der erwachsenen zu tun! die "alten" haben ruhe und das kleine darf überall draufdrücken! ich frage mich nur eines: wie soll ein kind den gesunden umgang mit mitmenschen UND der technik lernen, wenn wir erwachsenen ein gewisses fehlverhalten mit kindlicher neugier verwechseln und ersteres noch verstärken

  • Avatar am 24.09.2016 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Die Zukunft ist digital

    Finde ich gut. Die Zukunft ist digital. Also, das ist die Überlebensstrategie. Man wird nicht verloren sein.

  • CountryTec am 24.09.2016 15:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das gab's schon immer

    Bei der Video-Generation gab's Kinder die stundenlang vor irgendwelchen Kinderfilmchen sassen anstelle draussen zu spielen. Analog mit dem Game-Boy. Es gab schon immer Kinder die wussten nichts mit sich oder der Umwelt anzufangen. Auf das Mass kommt es an, draussen spielen mit anderen Gspänli, mit Papi und Mami spielen, gemeinsam Essen und Lachen und dann halt auch mal an Papa's iPad. Dadurch wird das Kind jedoch weder klüger noch dümmer.