Neue Studie

16. Januar 2019 10:01; Akt: 16.01.2019 10:30 Print

Cannabis vergrössert laut Forschern das Gehirn

Schon einmaliges Rauchen kann bei Jugendlichen bleibende Veränderungen im Gehirn hervorrufen. Forscher zeigen, wie sich dadurch das Verhalten verändern kann.

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Rauchen Jugendliche Cannabis, kann das verheerende Folgen haben. Denn bereits ein oder zwei Joints können zu Strukturveränderungen im Gehirn führen, wie eine neue Studie des «Journal of Neuroscience» zeigt. So konnte bei 14-Jährigen, die angaben, nur ein- oder zweimal Cannabis konsumiert zu haben, eine Vergrösserung verschiedener Gehirnregionen festgestellt werden.

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Haben Sie als Jugendlicher Cannabis konsumiert?

Die betroffenen Bereiche des Gehirns sind unter anderem für die Gedächtnisbildung, Gefühlsverarbeitung und motorische Koordination verantwortlich. So kann sich durch eine Veränderung dieser Strukturen die Fähigkeit zum logischen Denken verschlechtern.

Cannabiskonsum nimmt immer mehr zu

Ausserdem wurden zwei Jahre nach dem Konsum erhöhte Angstlevel bei den Probanden gemessen. Der Konsum von Cannabis wirkt sich darüber hinaus negativ auf den Intelligenzquotienten aus und die Jugendlichen waren eher gewillt, sich starken Gefühlen oder gefährlichen Situationen auszusetzen.

Wie die «Neue Zürcher Zeitung» schreibt, haben bereits frühere Studien gezeigt, wie gefährlich der Konsum von Cannabis für den Reifeprozess des pubertierenden Gehirns ist. Diese Studien haben sich aber stets mit den Effekten von intensiverem oder Langzeitkonsum befasst. Die neue Studie lässt nun Besorgnis aufkommen, da der Cannabiskonsum in Industrieländern bei Jugendlichen seit Jahren zunimmt.

(doz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • H.P. Liebling am 16.01.2019 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Jugendschutz

    Kein vernünftiger Mensch möchte, dass 14-jährige legal kiffen können. Und dass Cannabis für Heranwachsende bedenklich ist, dürfte auch klar sein. Dasselbe gilt aber für Alkohol: KEIN MENSCH käme auf die Idee, Schnaps plötzlich für 14-jährige zu legalisieren. Daher sind solche Studien in meinen Augen Zeit- und Geldverschwendung. Beim Cannabis geht es darum, dass ein Erwachsener das künftig legal und "entkriminalisiert" konsumieren darf. Ende der Diskussion. Alles andere (v.a. die Ungleichbehandlung von Alkohol) ist unglaubwürdig und bevormundend.

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  • Ruedi Neier am 16.01.2019 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur Cannabis

    jaja aber der Alkohol ist immer noch legal, mit weit aus grösseren Folgen. Beides verbieten oder legalisieren. Alles andere kann man nicht ernst nehmen

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  • Katja am 16.01.2019 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Lach!

    Ja genau. Jugendliche, die angaben ein oder zwei Mal gekifft zu haben ...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • outgriffin am 17.01.2019 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vertrage THC nicht!

    Ich gehöre zu den Menschen, die THC nicht vertragen. Schon in den 80gern war das so. Schon ein Zug an einem Joint, fährt mir optisch dissoziativ ein und ich kriege Angstzustände. Daher hab ich auch früh die Finger von dem Zeug gelassen. Ich gehörte auch früher zu den Straight Punks. Das heisst Alkohol und Zigaretten und sonst keine Drogen. Ich habe zig Menschen durch Heroin verloren. Bei Bier und Zigis, weiss man, was drin ist und es steht jedem selber frei auch später noch dem Rauchen zu frönen, auch wenn es nicht gesund ist.

  • Bernd Schweizer am 17.01.2019 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Cannabislegalisierung

    Was heutzutage politisch abgeht, ist keine Kapitulation vor Kiffern? Cannabis ist und bleibt gefährlich! Wer das verharmlost, ist nicht wirklich themenfest und informiert. Jugendschutz betreiben, das normale Rauchen verbieten, aber Cannabis legalisieren, ist kein Problem!? Es ist geradezu stupid Jugendschutz und Legalisierung unter einen Hut zu bringen. Was bringt die linke Politik hervor? Cannabis legalisieren und die normalen Rauch kriminalisieren... Bravo!

    • Chris am 17.01.2019 16:23 Report Diesen Beitrag melden

      So ein Stuss

      Gefährlich sind allenfalls die hochgezüchteten Sorten und die gibt es nur dank des Verbotes. So wegen "themenfest". Hätte der Staat seine Finger davon gelassen, wäre das Problem gar nicht erst eines geworden. Wie bei allem wo er sich unnötigerweise einmischt.

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  • liatia am 17.01.2019 10:14 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    aber Cannabis ist ja SOOOO harmlos. Es macht teilnahmslos, verstärkt Paranoia, zerstört genauso Familien wie Alkohol.

    • Funky am 17.01.2019 13:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @liatia

      Wenn Familienmitglieder meinen, einem Cannabis-Konsumenten regelmäßig sein Zimmer und die Taschen zu durchsuchen und ihm ständig sagen müssen, wie böse er ist, weil er Schlechtes tut. Ja dann kann es die Familienatmosphäre tatsächlich beeinträchtigen und auch zu Paranoia führen. Letzteres jedoch bei beiden Seiten.

    • Bruno am 17.01.2019 14:01 Report Diesen Beitrag melden

      Cannabiss?

      Nicht Cannabis zerstört, sondern der Mensch! Es kommt immer darauf an wie der Mensch welcher Kifft eingestellt ist und Mental stark oder nicht, wenn ein labiler depressiver Mensch kifft ist es gefährlich, so wie bei Alkohol, Punkt.

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  • C.Anna am 17.01.2019 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    ahaa

    'Sich starken Gefühlen aussetzen' - ok, was für Gefühle ? und was ist die Ursache dieser starken Gefühle ? Starke Gefühle wie Mitleid, Liebe, Gerechtigkeit, Hoffnung - hmmm... dann, 'Fähigkeit zum logischen denken verschlechtert' - wenn ich alle die mir zur Verfügung stehenden Informationen in Betracht ziehe, dann scheint diese Fähigkeit besonders den Anti-Cannabis-Menschen abhanden gekommen zu sein. Aber mit Cannabis-Befürwortern redet ihr nicht, weil man nicht mit Cannabis-Befürwortern reden kann, gell ! In der Tat, starke Gefühle, jedoch nicht der Sorte die einem den Horizont erweitern....

    • Chris am 17.01.2019 16:29 Report Diesen Beitrag melden

      Starke Gefühle?

      Ich kiffe jetzt seit 35 Jahren. Von den beschrieben Dingen habe ich noch nie etwas bemerkt. Muss bei den Probanden an etwas anderem liegen. Vielleicht bei der Erziehung? Da und in der Schule wird man auf Angst getrimmt, die letzte Ölung gibt's in der RS und im Berufsleben wird es gepflegt damit es ja erhalten bleibt. So jedenfalls meine Wahrnehmung. Mit Cannabis hat das rein gar nichts zu tun. Im Gegenteil, damit kann man sich von dem Mist wunderbar abgrenzen. Aber das passt der Obrigkeit natürlich nicht, die mögen Angsthasen die still sind und gehorchen.

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  • Be Fürworter am 17.01.2019 09:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dope

    Solange der Bezug zum Leben aktiv aufrecht erhalten wird und man sich Gedanken über den eigenen Konsum macht ist es absolut kein Problem. Cannabis ist die Kirsche auf dem Kuchen und nicht der Kuchen selbst.