Weltneuheit

23. November 2013 20:10; Akt: 23.11.2013 20:10 Print

Schweizer erfinden «badende» Öko-Batterie

von Lea Blum - Eine neue, recyclebare Öko-Batterie soll den Schweizer Markt erobern. Die Weltneuheit namens Aquacell-Battery wird mit Wasser aktiviert und ist günstiger als normale Batterien.

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Eine umweltfreundliche Batterie soll künftig herkömmliche Alkaline-Batterien ersetzen. Die Erfindung, die von den Genfern Olivier Chauffat und Patrice Horowitz mitentwickelt wurde, stellt laut Chauffat eine saubere und leichte Alternative zur normalen Alkaline-Batterie dar: «Sie enthält kaum toxische Substanzen, besteht aus rezykliertem Plastik anstelle von Stahl und Edelmetallen und wiegt die Hälfte einer herkömmlichen Alkaline-Batterie – nur 13 Gramm. Zudem können 85 Prozent der Aquacell-Batterie wiederverwertet werden.»

Die Batterie ohne Ablaufdatum, die mit Wasser aktiviert werden muss, soll nun den Schweizer Markt erobern. «Die Schweiz ist das erste und einzige Land, in dem das Produkt bereits erhältlich ist», sagt Chauffat zu 20 Minuten. «Nächstes Jahr wollen wir es auf den Märkten in Frankreich, den Niederlanden, in Grossbritannien, Spanien, Portugal und Italien versuchen.»

Batterie mit Wasser aktivieren

Die Hersteller preisen die Batterie als «ewig haltbar» an, dies bezieht sich aber nur auf das Ablaufdatum. Wurde die Batterie einmal aktiviert, versorgt sie beispielsweise eine Fernbedienung für etwa eineinhalb Jahre mit Energie. Ist diese aufgebraucht, kann die Batterie nicht erneut aufgeladen werden. Dafür verliert sie ab Kaufdatum nicht an Leistung. Eine normale Batterie entlädt sich schon ab Fabrik. «Und sie ist mit 6.90 Fr. für vier Stück erst noch günstiger als normale Batterien», so Chauffat.

Um die Batterie benutzen zu können, muss man die Verschlusskappe abschrauben und die Batterie während fünf bis zehn Minuten in einen Behälter mit Wasser legen. Kurz trocknen, Verschlusskappe wieder festschrauben und schon ist sie einsatzbereit, wie Storyfilter ankündigt. Sie ist mit einer Stromspannung von 1,5 Volt aber eher für Geräte zu gebrauchen, die nur wenig Strom benötigen. Beispielsweise Taschenlampen, Walkie-Talkies oder Radiowecker. Für Digitalkameras oder grössere elektronische Geräte, die viel Strom benötigen, ist die Batterie nicht besonders geeignet.

Ursprünglich kam die Idee vom Holländer Nils Bakker, der seinen Wohnsitz in China hat. Zusammen mit Chauffat und Horowitz wurde das Projekt 2009 in Angriff genommen: «Wir haben fünf Jahre lang an der Idee gefeilt», erzählt Chauffat. Produziert werde sie in China. Heute sei die «grüne Batterie» unter ceto.ch erhältlich und ab Ende November in den Manor Warenhäusern zu kaufen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Elektroniker am 23.11.2013 22:37 Report Diesen Beitrag melden

    Stromspannung???

    Hallo??? Was bitteschön ist Stromspannung? Es gibt Strom und es gibt Spannung, aber Stromspannung?? Für einen solchen Artikel könnte man doch etwas mehr alltägliches Hintergrundwissen erwarten, wenn es noch das Thema Batterien betrifft.

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  • Kritiker am 23.11.2013 22:23 Report Diesen Beitrag melden

    Physik !!

    1) Herkömmliche Batterien haben eine sehr geringe Selbstentladung, deshalb das sehr lange aufgedruckte Haltbarkeitsdatum (einige Jahre) 2) Sie verliert ab Kaufdatum nicht Leistung sondern Energie 3) Keine "Strom"spannung (???) sondern Spannung 4) "Für Geräte mit geringem Strombedarf" = relativ hoher Innenwiderstand 5) 1.5V sind normal für eine Primärzelle 6) Es fehlt die Angabe der Kapazität ("Ah/mAh") 7) oder alternativ Energiedichte (Wh/kg) 8) Wer wil das Ding wässern? 9) Damit wohl gut für Notleuchten etc. die (hoffentlich) ewig auf den Gebrauch warten

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  • Heinz Grob am 23.11.2013 21:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    aus alt mach neu?

    neu?? das ist uralt! solche Batterien hatten wir im Militär für unsere Telefone!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • El-Ing am 24.11.2013 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Batterien??

    Sorry aber wer heutzutage noch Batterien und keine Akkus braucht dem ist wirklich eine Umwelt-Sau. Entgegen den Kommentaren hier ist es kein Problem Akkus in Fernbedienungen, Tastaturen (z.B. Apple), Weckern, Funkgeräten etc. zu verwenden. Die 1.2V sind wirklich nur in 1 Promille der Anwendungen ein Problem. Ich habe Akkus welche seit über 12 Jahren laufen.

  • vAl am 24.11.2013 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir sollten Stolz sein

    Die Entwicklung der aquacell ist eine Batterie die zum großen Teil von privaten Schweizer Geldern finanziert wurde. Darauf sollten wir Stoltze sein. Leider ist die Fabrikation in der Schweiz zu teuer. Ich bin aber sicher dass diese Batterie in der Zukunft billiger erworben kann. Der Artikel von 20 Minuten ist leider voll von technischen Fehlern, das hat zur Folge dass jeder Möchtegern Ingenieur etwas an der Batterie zu bemängeln hat.

  • Jonathan Sigg am 24.11.2013 15:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer braucht heute noch Batterien?!

    Da sind die Entwickler wohl eine Spur zu späht... Alle neuen Geräte werden mit einem Akku betrieben, wer braucht denn da noch Batterien?!

  • Dave am 24.11.2013 15:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    LOL Stromspannung

    Zitat:" Mit einer Stromspannung von 1,5 Volt..." Zu geil! Mit der Verschlussschraube ist es auch einfach möglich den Spannungsabfall zu entsorgen:-)

  • Miramar am 24.11.2013 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Gag den niemand braucht, aber jeder testen möc

    Witzlose Erfindung. Vielleicht interessant für das Militär, aber genau so uninteressant wie ein Elektroauto mit Rangeextender welcher 3 Liter Benzin braucht, obwohl es schon 3-Liter-Autos gibt.