Raumfähre «Discovery»

01. März 2011 08:10; Akt: 01.03.2011 09:30 Print

Schwierigkeiten beim ersten Ausseneinsatz

Am Donnerstag war die «Discovery» zu ihrer letzten Reise ins All gestartet. Jetzt haben zwei Astronauten den ersten Ausseneinsatz abgeschlossen – trotz technischer Probleme.

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Ein Softwarefehler sorgte beim ersten Ausseneinsatz für Schwierigkeiten: Er sorgte nach Angaben der US-Raumfahrtagentur NASA dafür, dass ein Roboterarm sich nicht mehr steuern liess. Astronaut Stephen Bowen musste deshalb eine halbe Stunde lang eine rund 400 Kilogramm schwere Pumpe festhalten, damit sie nicht unkontrolliert davonflog.

Nachdem der Roboterarm von einem anderen Computerterminal wieder angesteuert werden konnte, gelang es Bowen und seinem Kollege Alvin Drew, die defekte Ammoniak-Pumpe an einen geeigneten Lagerort zu bringen. Ausserdem bereiteten die beiden Astronauten die Installation eines neuen Lagermoduls vor. Nach sechseinhalb Stunden war der Ausseneinsatz beendet.

Bowen kann auf eine langjährige Erfahrung bei Weltraum-Missionen zurückblicken. Er war kurz vor dem Start zur Besatzung der «Discovery» gestossen, nachdem sich ein ursprünglich vorgesehener Astronaut bei einem Fahrradunfall im Januar verletzt hatte.

Für seinen Kollegen Drew ist es hingegen der erste Aussenbordeinsatz - der Schwerstarbeit in der Schwerelosigkeit bedeutet. Er ist nun der 200. Teilnehmer einer Weltraummission.

Letzte Reise ins All

Die «Discovery» war am Donnerstag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral zu ihrer letzten Reise ins All gestartet. Nach dem Ende der Mission wird das Shuttle zum Museumsstück. Vorerst wird es jedoch noch mindestens eine Woche gemeinsam mit der ISS die Erde umrunden.
Die Discovery hebt ab. (Video: APTN-Video)


Eigentlich war der letzte Flug der «Discovery» schon für Anfang November vergangenen Jahres vorgesehen. Das wurde jedoch durch technische Probleme immer wieder verhindert. Nach letzten Flügen der verbliebenen Shuttles «Endeavour» und «Atlantis» wird das 1981 aufgelegte Programm der US-Raumfahrtbehörde NASA aus Kosten- und Sicherheitsgründen eingestellt.

(ap)