Schrumpfende Bestände

12. Juli 2017 06:54; Akt: 12.07.2017 06:54 Print

Sind die Tage der Kaiserpinguine gezählt?

Sie gelten als besonders zäh. Doch nun melden Forscher: Ende des Jahrhunderts könnten die Kaiserpinguine ausgestorben sein.

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Kaiserpinguine (Aptenodytes forsteri) sind in der Antarktis zuhause. Damit sind sie Extremtemperaturen gewöhnt. Schliesslich wird es dort im Winter gern mal minus 60 Grad Celsius kalt.

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Während ihnen Kälte nichts anhaben kann, setzt ihnen die Klimaerwärmung ordentlich zu: Die steigenden Temperaturen rauben den Tieren Lebensraum und -grundlage.

Und das in so einem Mass, dass sie Ende des Jahrhunderts in freier Wildbahn ausgestorben sein könnten, wie US-Forscher im Fachjournal «Biological Conservation» berichten.

Pinguin-Vorhersage

Das Team um Stephanie Jenouvrier vom ozeanographischen Forschungsinstitut in Woods Hole im US-Bundesstaat Massachusetts hat mithilfe eines neuen Modells berechnet, wie es mit den Kaiserpinguinen weitergeht.

Dafür untersuchten die Forscher unter anderem auf Basis von Satellitenaufnahmen, wie weit einzelne Tiere fortwandern und welche Kriterien dabei eine Rolle spielen.

Schlechte Aussichten

Die Ergebnisse sind ernüchternd: Das Modell prognostiziert zwar, dass die Populationen in den kommenden zwei Jahrzehnten stabil bleiben oder sogar leicht anwachsen, weil die Pinguine in Gegenden umsiedeln, die für sie bessere Bedingungen bereitstellen.

Aber für die Zeit nach dem Jahr 2050 sehen die Berechnungen schwarz: Die Bestände dürften einbrechen und in den folgenden Jahrzehnten weiter sinken. Bis zum Jahr 2100 könnte der Kaiserpinguin dann in freier Wildbahn völlig verschwunden sein, so die Sorge von Jenouvrier und ihren Kollegen.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • zerstörung am 12.07.2017 07:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mensch

    wie auch der eisbär. das einzig positive an der sache ist die gewissheit, dass der mensch nicht nur den tieren ihren lebensraum zerstört, sondern sich selber auch, die grundlage für ein normales leben raubt.

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  • Simon am 12.07.2017 07:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Menschheit

    Mal Ehrlich bin schon nicht sicher ob die Menschheit bis 2050 oder gar 2100 überleben wird ohni sich selber zu vernichten!

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  • Realist am 12.07.2017 08:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ende

    Und wenn das Bienensterben weitergeht sind wir Menschen noch vor den Pinguinen von der Erde verschwunden weil verhungert.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Typhoeus am 13.07.2017 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bioprognosen

    sind sehr komplex und mit Vorsicht zu geniessen.

  • Armin am 12.07.2017 21:35 Report Diesen Beitrag melden

    soso....

    Prognosen über 80 Jahre ... das kommt sicher gut. So wie alle Prognosen

  • J. H. Pestalozzi am 12.07.2017 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Klimatologe

    Am Nordpol schmelzen die Gletscher und am Südpol wo die Pinguine zu Hause sind wachsen die Gletscher seit längerer Zeit wieder. Das Waldsterben war schon ein Flop und die CO2 Fanatiker haben noch nicht begriffen, dass auch sie an der Nase herum geführt werden. Damit die Pflanzen optimal wachsen könnten z.B Regenwälder, brauchen diese einen auf unserem Planeten einen CO2 Anteil von 4%, so geschehen während der Zeit, als es auf der Erde noch Dinosaurier gab. In der heutigen Zeit hat es in der Atmosphäre einen CO2 Anteil von 0,4%. Die Klimaindustrie lässt grüssen.

    • Ice Men am 12.07.2017 21:26 Report Diesen Beitrag melden

      Glaziologe

      Lesen Sie mal die Artikel über das Abbrechen und Abschmelzen des Schelfeises in der Antarktis hier werter Herr Kollege. Das ist keine Fachzeitschrift hier, aber sie erklärt es für jeden auf verständliche Art und Weise. Da steht aber gar nichts vom Wachsen der Gletscher.

    • Rolf Gysling am 13.07.2017 09:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Pestalozzi

      Also. In der Antarktis stieg die Ausdehnung (nicht Masse!) an See-Eis tatsächlich ganz gering an. Das Seeeis ist aber sehr abhängig von Strömung und Winden und grossen sasionalen Schwankungen unterworfen. Seit 1981 ist es tatsächlich um total ca 800'000 km2 angestiegen um in diesem Jahr einen Absturz von minus 3'000'000km2 hinzulegen (Quelle NASA Sat Aufnahmen). Zu Waldsterben dürfen sie selbst lesen was Katalysatoren und Treibstoff Entschwefelung so machen. 4% gab es noch NIE, das wäre auch schlecht für uns! Sie haben scheinbar null Ahnung, der aktuelle Gehalt liegt bei 0.04%.

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  • wie jedes Mal wenns um Vögel geht am 12.07.2017 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    die Katzen sind schuld

    Lass ich raten, sind sicher auch wieder die Katzen die Hauptschuldigen und nicht der Mensch

  • Robert Ammann am 12.07.2017 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Alle Jahre wieder....

    Schon die Griechen schwurbelten ähnliches Zeugs. Später gings weiter mit Waldsterben (ab 2010 exisitert kein Baum mehr) bis zum Ozonloch (ab 2020 sind 80% der Menschen an Hautkrebs erkrankt) usw. Diese müden und öden Stories werden jedes Jahr erzählt. Warum ? Nun, Forscher leben von Fördergeldern und solches Geschwurbel öffnet wieder eine Quelle für die nächsten paar Jahre. Alles halb so schlimm, die Pinguine wird noch sehr sehr lange geben.

    • Xavi am 12.07.2017 17:09 Report Diesen Beitrag melden

      Meinungsfreiheit kann auch peinlich sein

      Robert Ammann, die Griechen haben es auf jedenfall geschafft, dass viele Inseln komplet gerodet wurden und heute nur noch Steinhaufen sind. In den Schweizer Bergen werden bis in 10-20 Jahren die Gletscher weg sein. Machen Sie ihre müden Augen auf und schauen Sie den Tatsachen ins Gesicht.

    • Rolf Gysling am 13.07.2017 09:14 Report Diesen Beitrag melden

      @Ammann

      Ozonloch = Verbot FCKW, Halon etc. Waldsterben = Katalysator Pflicht, Rauchgasentschwefelung, Borkenkäferfallen, Entschwefelung von Brenn- und Treibstoffen! Resultat: Das Ozonloch im Süden schliesst sich nun nach 30 Jahren langsam, Wald ist immer noch nicht gesund aber nicht mehr so krank wie in den achzigern, als der Regen so sauer war, dass er Aluminim angegriffen hat. Aber das ist ja schon so lange her, da kann man sich nicht an jedes Detail erinnern, nicht wahr Herr Ammann?

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