Rätsel gelöst

07. November 2018 18:40; Akt: 08.11.2018 08:33 Print

So also haben die Ägypter ihre Pyramiden gebaut

Wie konnten die alten Ägypter so etwas Grosses wie die Pyramiden von Gizeh bauen? Diese Frage kommt immer wieder auf. Nun scheint die Antwort gefunden zu sein.

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Die Pyramiden auf dem Gizeh-Plateau in Ägypten sind riesige Bauten: Sie überragen nicht nur die Hochhäuser von Kairo, sondern sind auch aus weiter Ferne auszumachen. Kein Wunder: Immerhin war die grösste Pyramide – die sogenannte Cheops-Pyramide – ursprünglich 146,6 Meter hoch. Heute misst sie zwar nur noch 138,75 Meter. Damit ist sie jedoch immer noch grösser als etwa ... ... der Prime Tower in Zürich. Dieser ist 128 Meter hoch. Tatsächlich war die etwa zwischen 2620 bis 2500 vor Christus errichtete Cheops-Pyramide über mehrere Jahrtausende das höchste Gebäude der Welt. Erst die englische Kathedrale von Lincoln konnte ihr diesen Titel im 14. Jahrhundert streitig machen. Dank des heute nicht mehr erhaltenen hölzernen Turmhelms soll sie Überlieferungen zufolge 160 Meter hoch gewesen sein. Immer wieder wurde in den letzten Jahrzehnten diskutiert, wie die alten Ägypter mit vergleichsweise einfachen Hilfsmitteln so riesige Bauten errichten konnten. Den Spekulationen dürfte nun ein Fund britischer Forschern ein Ende setzen. Nördlich von Luxor – beim Ausgrabungsort Hatnub – haben sie ... ... die Überreste einer ansteigenden Rampe freigelegt, die aus der Zeit stammt, in der die Pyramiden hochgezogen wurden. (Im Bild: Der Fundort aus der Luft) Dass die Rampe beim Bau der Pyramiden genutzt wurde, verraten die Spuren, die sich darauf befinden: So sind an den Seiten der Rampe nicht nur Treppenstufen zu finden, sondern auch Pfostenlöcher. Diese könnten laut den Forschern dazu gedient haben, grosse Blöcke auf Kufen per Seilzug bergauf zu transportieren. Dafür sprechen auch die zahlreichen Felsgravuren und -malereien, die den Alltag der damaligen Bauarbeiter zeigen. Ob die These der Forscher stimmt, sollen genauere Untersuchungen des Fundes zeigen. (Im Bild: Der Ausgrabungsort Hatnub)

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Rund 147 Meter hoch war die grösste der Pyramiden von Gizeh, die des Pharaos Cheops, ursprünglich. Damit war sie gut 20 Meter höher, als es der Prime Tower in Zürich ist. Sie zu errichten, war zweifelsohne eine Meisterleistung.

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Auch deshalb wurde immer wieder spekuliert, wie die alten Ägypter das schafften, zumal die Bauweise der Pyramiden äusserst massiv ist. Schliesslich wurden für sie mehr als sechs Millionen Tonnen Gestein – vor allem Kalkstein und Granit – aufeinandergetürmt.

Wandbilder untermauern Vermutung der Forscher

Den Spekulationen dürfte nun ein Fund britischer Forscher ein Ende setzen. Das Team um Roland Enmarch von der University of Liverpool hat nördlich von Luxor die Überreste einer ansteigenden Rampe freigelegt, die, wie die Hochschule mitteilte, aus derselben Zeit stammt, in der die Pyramiden hochgezogen wurden.

Dass die Rampe tatsächlich für die Errichtung der Pyramiden eingesetzt wurde, verrieten die Spuren darauf, wie es weiter heisst. So seien an den Seiten der Rampe nicht nur Treppenstufen zu finden, sondern auch Pfostenlöcher. Diese könnten laut Emnach und seinen Kollegen dazu gedient haben, grosse Blöcke auf Kufen per Seilzug bergauf zu transportieren. Dafür sprechen auch die zahlreichen Felsgravuren und -malereien, die den Alltag der damaligen Bauarbeiter zeigen. Ob die These der Forscher stimmt, sollen genauere Untersuchungen des Fundes zeigen.


(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Matthias R. am 07.11.2018 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Guter Artikel

    Bitte mehr solche Beiträge mit Wissensvermittlung. Sie dürfen jedoch noch ein bisschen länger sein.

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  • Donna M. am 07.11.2018 18:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    Interessant. Nur habe ich das vor Wochen schon gehört. Doch was die Menschen damals leisteten, dies ohne moderne Gerätschaften wie wir sie heute kennen, ist eine wahre Meisterleistung. Gerne mehr solche Berichte.

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  • Stufi81 am 07.11.2018 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Stimmt so nicht ganz..

    Die Theorie mit der Rampe stimmt nur bedingt. Wenn man das Gewicht der Blöcke bedenkt hätte die Rampe beinahe kilometerlang sein müssen. Vielmehr rückte die Möglichkeit eines inneren Ganges in den Vordergrund. Der französische Architekt Jean-Pierre Houdin hat dies mit seinen Forschungen beinahe, aber leider noch nicht abschliessend bewiesen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Underdog am 08.11.2018 22:43 Report Diesen Beitrag melden

    Die Pyramiden gibts gar nicht

    Punkt.Fertig.Aus.Schluss. Ich weiss alles am Besten. Verstanden ? Und jetzt kniet alle nieder und lobpreist mich gefälligst. Verstaden ?

  • Kono am 08.11.2018 19:38 Report Diesen Beitrag melden

    Sagte mal einer

    Wie sagte noch der Erbauer der millau Brücke, "er wisse nicht wer oder wie die pyramiden erbaut worden sind aber er könne das selbst mit der neusten Technologie von heute nicht" ..

  • Echnaton am 08.11.2018 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Wetten dass......

    Danke für den interessanten Artikel, nur, Erich von Däniken nimmt Ihnen dies sicher nicht ab!? ;-)

  • Heidi Heidnisch am 08.11.2018 16:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Multifunktionell

    Sie sind auch Gräber. Ursprünglich als Energieakkumulatoren gedacht, glaubten die Menschen an die magischen Kräfte, die die Körper (eigentlich nur die DNA) vor dem Verfall schützen sollten. Immerhin habe ich die Kraft dieses Designs mit Modellen selber getestet, und Rasierklingen wurden tatsächlich wieder scharf, und frische Milch wurde nicht sauer. Also verwesten einbalsamierte Körper wesentlich lsngsamer.

    • Rock am 08.11.2018 17:33 Report Diesen Beitrag melden

      die Milch ist sauer es ist Buttermilch

      @Hiedi Heidnisch im Grab von Tutanchamun fand man einen Dolch und das Material der Klinge stammt aus dem All, die Forscher vermuten aber wissen es nicht sicher, aus einem Meteoriten.

    • Peter Müller am 08.11.2018 20:53 Report Diesen Beitrag melden

      Meteorit-Eisen

      Auch heute noch werden aus Meteorit-Eisen Klingen gemacht.

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  • Staunen.. am 08.11.2018 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Stiller

    Staune immer neu an den Daumen runter..d.h.für mich..vieviele ich Leute es gibt..nach dem Motto..zuerst ich und dann die Sindfluht..weil ich finde es spannend..was alles so gerätselt wird...( übrigens das rätseln brachte mir unser jetziges Top/AHV Auto ins Haus..der Celerio von Suzuki..) aber für mich sind auch die Pyramiden ein..Geheimniss... das ich im nächsten leben zu lösen versuche..und jetzt bloss mit rätseln kann..