Kältetipps

08. Januar 2019 21:50; Akt: 08.01.2019 21:50 Print

So kommst du gesund und sicher durch den Winter

Wir haben den Winter herbeigesehnt, doch nun setzt er uns mit Schnee, Eis und Kälte zu. Einfache Tricks helfen, ihn zu überstehen. Eine Übersicht.

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Wenn es draussen so eisig ist, dass selbst die Strassen gefrieren, ist eine clevere Lauftechnik gefragt. Als beste Lauftechnik haben Experten jene der Pinguine auserkoren: Um Stürze zu verhindern, sollten sich Fussgänger «äusserst langsam und mit kleinen Schritten» über den Boden schieben, so die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Beim Pinguin-Gang wird der Körperschwerpunkt demnach auf das vordere Bein verlagert. Der Fuss setzt jeweils mit ganzer Sohle auf und zeigt leicht nach aussen. Das belastete Bein steht damit im rechten Winkel zum Boden. Die leicht nach vorn geneigte Körperhaltung sorgt so für mehr Stabilität. Damit ist aber nicht geklärt, wie man sich am besten gegen die Kälte wappnet. Dabei ist das eigentlich ganz einfach, wie die folgenden Bilder zeigen. hilft, denn das individuelle Kälteempfinden lässt sich tatsächlich trainieren. Dafür muss man sich nur gezielt kalten Impulsen aussetzen. So sollte man sich beispielsweise täglich vor die Tür begeben – und zwar bei jeder Art von Wetter. Alternativ helfen auch kalte Duschen, ... ... Kneippkuren und ... ... kurze Barfuss-Spaziergänge im Schnee. Ebenfalls bestens zur Vorbereitung auf kalte Temperaturen geeignet sind ... ... Saunagänge mit anschliessendem Kältebad. Das hält das Herz-Kreislauf-System fit und lehrt den Körper, die Schleimhäute mehr oder weniger stark zu durchbluten. So passt sich die Gefässweite der Aussentemperatur an, und der Körper kann sich besser auf ungewohnte Temperaturen einstellen. Gfrörlis sollten sich hin und wieder eine Massage mit wärmenden Ölen gönnen. Die fördern die Durchblutung der Haut und sorgen so nachhaltig für wohlige Wärme. Neben Rosmarinöl bieten sich dafür auch Arnika- und Ingweröl an. Auch die Psyche wirkt auf das Kälteempfinden – über das vegetative Nervensystem und über Hormone. Deshalb ist es besonders an kalten Tagen wichtig, mit sich im Reinen zu sein, denn Stress beeinflusst die Durchblutung und die Gefässregulation negativ. Es ist tatsächlich möglich, sich warme Gedanken zu machen und den Körper durch die eigene Vorstellungskraft mit Hitze aufzuladen. Wie das geht, lernt man beispielsweise mit Hilfe von autogenem Training. Einziges Manko: Damit es wirklich klappt, braucht man Übung. Wer das Haus verlässt, sollte sich nach dem Zwiebelprinzip kleiden. Vier mässig warme Schichten sind besser als drei dicke. Denn die Luftschicht zwischen den Lagen isoliert zusätzlich. Der optimale Zwiebellook für kalte Tage besteht gemäss Experten aus langer Unterwäsche, ... ... einer Isolationsschicht – beispielsweise einem Fleece- oder Wollpullover –, ... ... einer Softshell-Jacke, die vor dem Wind schützt, und ... ... einem Nässeschutz. Wer zu viel anhat, gerät auch bei tiefen Temperaturen ins Schwitzen. Weil Körperwärme besser über feuchte als über trockene Haut und Kleidung entweicht, sollte man schnell trocknende Unterwäsche tragen. Die sollte im Idealfall eng anliegen. Weil über den Kopf viel Wärme verloren geht, sollte er besonders gut geschützt werden. Wichtig ist auch, dass die Ohren bedeckt sind. Um unsere Hände vor den tiefen Temperaturen zu schützen, sollte man draussen unbedingt Handschuhe anziehen. Dabei gilt: Fäustlinge sind besser als Fingerhandschuhe, weil sich darin die Finger gegenseitig wärmen können. Gleiches gilt für eine Erfindung, die in den letzten Jahrzehnten ein wenig in Vergessenheit geraten ist: den Muff, in den man gleich beide Hände schieben kann. Wer ganz sicher gehen will, dass ihm die Finger nicht einfrieren, der sollte aufs Zweilagen-Prinzip bauen und dünne Fingerhandschuhe und darüber warme Fäustlinge – oder eben einen Muff – tragen. Reicht das immer noch nicht, kann man zu härteren Massnahmen greifen. So gibt es jede Menge Handwärmer, die man bei Bedarf «anwerfen» kann. Zu den Klassikern zählen neben sogenannten Einmal-Handwärmern, ... ... auch die wiederverwendbaren Latentwärmespeicher. (Im Bild: links im flüssigen und rechts im kristallisierten Zustand) Ebenfalls im Angebot sind heute Handwärmer, die sich per USB aufladen lassen. Sie können zum Teil mehrere Stunden Wärme abgeben. Weil sie so exponiert sind, beisst die Kälte in der Regel an Händen und Füssen zuerst. Das lässt sich mit Übungen abmildern. So kann man die Hände zur Faust ballen, mit den Zehen wippen und die Füsse kreisen lassen, um wieder warm zu werden. Apropos Füsse: In der kalten Jahreszeit unerlässlich ist . Neben einem anständigen Profil und Wasserdichte ist auch wichtig, dass die Luft in ihnen zirkulieren kann. Daher sollten die Schuhe so gross sein... ... dass man bequem dicke Socken darin tragen kann und gegebenenfalls auch Thermosohlen darin Platz finden. Auch sollte die Schnürung nicht zu fest sein, weil die Luft sonst nicht zirkulieren kann. Chilis in die Socken zu packen, ist ein alter japanischer Brauch. Der Clou: Der Wirkstoff Capsaicin, der dem Chili die Schärfe verleiht, wärmt auch die Füsse. Etwas Vorsicht ist allerdings geboten, denn ist die Schote zu scharf, führt das zu Löchern in den Socken. Wer auch drinnen friert, sollte sich hin und wieder ein warmes Fussbad genehmigen. Das verbessert die Durchblutung und hält schön warm. Alternativ kann man den kalten Fuss in die Kniekehle des anderen Beines legen. Dort überträgt sich die Wärme am besten, da dort die Hauptschlagader verläuft. Wenn man kalte Luft einatmet, muss der Körper sie auf dem Weg zur Lunge erwärmen. Deshalb ist es sowohl für die Bronchien als auch für die Lunge gesünder, über die Nase einzuatmen. Dann ist der Weg zum Ziel nämlich länger und das Ganze fällt leichter. Frierende Raucher müssen bei eisigen Temperaturen besonders stark sein, denn Nikotin ist eines der stärksten Nervengifte und verengt auf Dauer die Gefässe. Deshalb frieren Raucher deutlich schneller. Wollen sie es warm haben, müssen sie den Glimmstengel ausdrücken. Kälte schadet der Haut. Der Wechsel zwischen drinnen und draussen, trockene Heizungsluft und eine reduzierte Talgproduktion setzen ihr zu. Abhilfe schaffen da drei Dinge. So sollte man sich nicht zu heiss waschen oder duschen, weil die Wärme die Haut aufquellen lässt, wodurch sie Feuchtigkeit verliert. Auch Seife sollte man nur sparsam verwenden, denn sie spült schützende Lipide aus der obersten Hautschicht. Besser sind sogenannte Waschöle. Weil die Haut im Winter weniger Fett enthält, als in warmen Jahreszeiten, ist es wichtig, den Lipidspeicher wieder aufzufüllen. Das geht am besten durch das Auftragen von fetthaltigen Cremes. Ebenfalls wichtig: der Konsum von Fisch. Denn die darin enthaltenen Fettsäuren unterstützen die Produktion von den bei Kälte raren Lipiden in der Oberhaut. Auch Zwiebeln, Knoblauch, Kohlgemüse, Fenchel, Rüebli und Hülsenfrüchte schützen die Haut. Besondere Aufmerksamkeit sollte man auch den Lippen schenken. Bei ihnen fehlen die Talgdrüsen nämlich völlig. Gut eignet sich Vaseline, es gehen aber auch Produkte mit Panthenol, Bienenwachs oder Extrakten der chinesischen Süssholzwurzel. Dabei gibt es allerdings noch zwei Dinge zu beachten. Erstens sollte man sich die Lippen vor dem Rausgehen eincremen, und zweitens sollte man sparsam vorgehen. Ansonsten gewöhnt sich die Lippenhaut an den Balsam und wird in der Folge noch schneller rau. Um die Extremitäten warm zu halten, ist es wichtig, viel Wasser zu trinken. Denn nimmt man zu wenig davon zu sich, verdickt das Blut und kann so nicht mehr effektiv durch die Blutbahnen fliessen. Zurückhalten sollte man sich dagegen beim Alkohol. Denn der erweitert die Blutgefässe nur kurzfristig und hält auch nur so lange warm. Gleichzeitig zieht der Körper diese Wärme von der Kerntemperatur ab. Die Organe sind nicht mehr ausreichend versorgt, es droht Unterkühlung. Zulangen darf man dagegen bei heissen Speisen, vor allem bei Suppe. Die ist nahrhafter als jeder Tee und wirkt bei Kälte Wunder. Gewürze unterstützen den wärmenden Effekt. Scharfes wie Chili oder Ingwer wirken besonders gut. Die Traditionelle Chinesische Medizin schreibt Südfrüchten wie Ananas, Bananen, Kiwi und Mandarinen eine kühlende Energie zu. Deshalb sollten Gfrörlis im Winter darauf verzichten. Auch um Joghurt, Quark, Blattsalate, Rohkost und Weisswein sollten sie einen Bogen machen. Laut Forschern der Universität Toronto kann ein Mangel an sozialen Kontakten körperliche Folgen nach sich ziehen. Die Studie zeigte, dass einsame Menschen eher frieren. Zumindest schätzen sie Temperaturen niedriger ein als Personen mit Freunden. Wer noch mehr Wärme spüren möchte, sollte Körperkontakt nicht scheuen. Denn andere Menschen in den Arm zu nehmen oder selbst in den Arm genommen zu werden, hebt nicht nur die Laune, sondern verbessert auch das Kälteempfinden. Richtig herzhaft zu lachen ist nicht nur gut für die Seele, sondern kann einen richtig ins Schwitzen bringen. Ausserdem vergisst man beim Lachen, dass man friert. Das hat eine Studie von Forschern der Universität Zürich gezeigt. Wem trotz all dieser Tipps immer noch kalt ist, dem sei das Buch «Nie wieder frieren. Die 50 besten Tipps» (2009) wärmstens empfohlen.

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Lange liess der Winter hierzulande auf sich warten. Jetzt, wo er endlich da ist, verfluchen ihn die ersten Menschen auch schon wieder – weil sie auf den gefrorenen Strassen ins Rutschen kommen, ihnen zu kalt ist oder ihnen das trübe Grau des wolkenverhangenen Himmels aufs Gemüt drückt.

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Dabei kann man sich mit einigen Tricks ganz einfach gegen den Winter wappnen. Wie man sicheren Fusses über spiegelglatte Flächen kommt, verrät folgendes Video:

Weitere Tipps, wie Sie gut durch die kalte Jahreszeit kommen, finden Sie in der obigen Bildstrecke.

(fee)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wer fällt schon gerne auf den Latz? am 08.01.2019 23:03 Report Diesen Beitrag melden

    Schnee- und Eisglätte und die Tücken

    Bei den Pinguinen sieht der Watschelgang noch drollig aus. Doch ich wage mich nicht so durchs Dorf. Die sperren mich sonst ein.

  • Alfred A. am 09.01.2019 02:03 Report Diesen Beitrag melden

    Leitfaden offenbar nötig geworden.

    Wie man den Winter übersteht habe ich als Kind gelernt. Da gab es derartige Anleitungen so noch nicht. Wozu auch? Das Gelernte funktioniert zudem noch bis zum heutigen Tage einwandfrei, auch ohne elektrische Handwärmer.

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  • Pippi am 08.01.2019 23:00 Report Diesen Beitrag melden

    Impflos gesund

    Keine Impfung, dafür Ingwer und Co.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Baselbieter am 09.01.2019 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Ab in Süden

    2 Ferien plus zusätzlich 2 Wochen Überzeit einziehen und ab in den tropischen Süden in Urlaub.

  • Warm am 09.01.2019 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    Kalt

    Winter für mich der horror, nur probleme. Wenn ich könnte würde ich okt-april ab in den süden

  • René am 09.01.2019 04:25 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach weg

    Mein Trick um die kalten Winter zu überstehen : ich bleibe während der kalten Zeit einfach der Schweiz fern .

    • Pitt Almeida am 09.01.2019 14:28 Report Diesen Beitrag melden

      Meist 10 Grad waermer

      Ich lebe die ganze Zeit in Lissabon.

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  • Der Grünschnabel am 09.01.2019 03:24 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt keine Winter mehr

    und es bleibt warm, wegen der Klimaerwärmung. Punkt.

    • Loli am 09.01.2019 12:15 Report Diesen Beitrag melden

      verwundert mich nicht

      Bestimmt nach Thailand wo alle pensionierten dicken Bäuche am Strand liegen.

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  • Alfred A. am 09.01.2019 02:03 Report Diesen Beitrag melden

    Leitfaden offenbar nötig geworden.

    Wie man den Winter übersteht habe ich als Kind gelernt. Da gab es derartige Anleitungen so noch nicht. Wozu auch? Das Gelernte funktioniert zudem noch bis zum heutigen Tage einwandfrei, auch ohne elektrische Handwärmer.

    • Bleifuss am 09.01.2019 06:31 Report Diesen Beitrag melden

      Mode ist wichtiger

      Alfred A. Das habe ich ebenfalls gelernt, aber heute ist es wichtiger bei Minustemperaturen die nackten Knöchel zu präsentieren und bei der neuesten Mode mitzumachen.

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