Test-Fail

21. November 2019 11:35; Akt: 21.11.2019 11:35 Print

Hier explodiert Elon Musks Raumschiff-Prototyp

Bei einem Drucktest ist eine Raktetenoberstufe des Starship Mk1 von Spacex geborsten. Das Raumfahrtunternehmen spricht dennoch nicht von einem Rückschlag.

Der fehlgeschlagene Test wurde von einem Youtuber gefilmt. (Video: LabPadre w/ Maria Pointer via Storyful)
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Auf dem Spacex-Startplatz in Boca Chica Village bei Brownsville im Süden von Texas kam es am Mittwoch zu einer spektakulären Explosion. Bei Drucktests platzte ein Tank des Starship-Prototyps. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie der obere Teil der Rakete weggesprengt wird. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.

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Spacex erklärte gegenüber US-Medien, dass die Explosion keine völlige Überraschung gewesen sei. Die Systeme des Starship seien bewusst maximal unter Druck gesetzt worden. Man betrachte es nicht als gravierenden Rückschlag.

Weitere Tests folgen

Ob Spacex den Prototyp nach der Explosion wieder reparieren wird, ist noch offen. Denn gleichzeitig arbeitet ein Team in Cape Canaveral in Florida an der Versuchsrakete Mk2. Weitere Tests mit neueren Modellen sollen demnächst folgen. So soll in Boca Chica eine Mk3-Version gebaut werden, die laut Musk eine deutliche Verbesserung gegenüber Mk1 darstellt.

Das Starship Mk1 war Ende September dieses Jahres enthüllt worden. Elon Musk gab damals bekannt, dass die Versuchsrakete noch im Herbst auf ersten Testflügen bis in 20 Kilometer Höhe aufsteigen solle.


Diese Simulation erklärt das Funktionsprinzip des Starship-Systems. (Video: Spacex)

(vwi)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tester am 21.11.2019 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Tests

    Dafür sind die Tests ja da.

  • Riichä Richi am 21.11.2019 11:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aller Anfang ist schwer

    Er hat es wenigstens versucht :-)

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  • Analogie am 21.11.2019 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kenne das Problem

    Mir ist auch mal was geplatzt, es war ein Beppisack, es hatte zuviel Zeugs drin, weil wir keine Zeit hatten, zur Entsorgungsstelle zu fahren, aber wir haben alles zugeklebt und dann ging es trotzdem.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Laserman am 23.11.2019 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grenzen testen ist das Wichtigste

    Ohne solche Tests kann man die Grenzen nicht erproben. Somit muss zwingend alles getestete irgend wann explodieren. Weiss nicht warum das so in den Medien herum geht. Ist halt wieder etwas über Musk und dann muss es ja negativ sein. Schade

  • Roger Campos am 22.11.2019 10:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Sabrina am 21.11.2019 18:38 Report Diesen Beitrag melden

    ESA / NASA

    Unsere zwei top weltrauminstitute hätten wohl noch 300mio mehr in die prüfung gesteckt und hätten zum schluss schluss trozdem versagt.Die devise bei denen ist es darf kein fehler passieren alles 10x vorher testen und viel teurer. Musk geht nach alter schule. Etwas entwickeln testen und dann da verbessern wo probleme sind. Er kommt so viel schneller und auch günstiger zum ziel. Und er kann auch die andern Systeme die funktionieren schneller weiter entwickeln da er nun daten hat. Versagen gehört zum Lernprozess. Wer das nicht macht kommt nicht voran.

  • Dä Jesus am 21.11.2019 17:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Absolut normal.

    Vielen scheint irgendwie nicht bewusst zu sein, wie viele Raketen erst den Nazis und später dann der USA und der Sowjet Union um die Ohren geflogen sind, bis sie es überhaupt einmal geschafft haben abzuheben und dann simd mimdestens nochmal so viele kutz nach dem Start hoch gegangen, bis die erste fehlerfrei funktionierte und selbst dann war noch nicht sicher, dass die nächste ebenfalls so toll funktioniert oder ob sie einfach nur Glück hatten. SpaceX macht aber vieles anders, so hatte anfangs niemand wirklich Ahnung von Karbontreibstofftanks und das Raptor Triebwerk ist auch etwas völlig neues, da es auf einem Funktionsprinzip basiert, welches zwar schon lange bekannt ist, an das sich aber noch nie jemand gewagt hat, weil es nicht nur hoch effizient sonder auch mindestens genau so komplex ist und die kleinste Abweichung in den Berechnungen zu einem Feuerwerk führen kann. In der Testphase ist es den Ingenieuren lieber, wenn die Dinger in die Luft fliegen, da es verdächtig ist, wenn so eine Diva auf anhieb optimal funktioniert.

  • Dorfbueb am 21.11.2019 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stimmen

    naja ich denke sie haben den Druck soweit erhöht bis es Krachte - Musk wollte 1. August feiern hat er mir vorhin am Telefon gesagt. glaub ich zumindest