Im echten Leben

23. März 2013 18:51; Akt: 24.03.2013 00:02 Print

Spiderman schlägt Batman

Ein Schweizer Forscher hat auf der ganzen Welt nach Spinnen gesucht, die Fledermäuse fangen und aussaugen. Er dokumentierte über 50 Todeskämpfe – und alle gingen an Spidey.

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Batman gegen Spiderman. Im Comic-Universum kämpfen die beiden Helden beide für das Gute, in der Natur liefern sie sich böse Kämpfe ums Überleben – mit einem überraschenden Sieger, der Spinne.

Martin Nyffeler, Privatdozent für Zoologie an der Universität Basel hat zusammen mit seiner deutschen Forscherkollegin Mirjam Knörnschild die Studie «Bat Predation by Spiders» zu den tierischen Überlebenskämpfen in der renommierten Zeitschrift «PLOS ONE» veröffentlicht.

Darin beschreiben die Forscher, dass Spinnen in vielen Teilen der Welt – selbst in Deutschland – Fledermäusse als reichhaltige Nahrungsquelle ansehen. Zwar handelt es sich dabei meist um kleine Exemplare der fliegenden Vampire, trotzdem verblüfft der Befund, da Spinnen laut Nyffeler eigentlich als klassische Insektenfresser gelten.

Reichhaltiger Festschmaus

Fledermäuse stehen vor allem bei grossen Randnetzspinnen auf dem Speiseplan. Diese starken Jäger sind rund 5 Gramm schwer und problemlos in der Lage, zwei Meter grosse Netze zu spannen, in welchen sich bis zu acht Gramm schwere Fledermäuse und manchmal sogar kleine Vögel verfangen.

Für die Randnetzspinnen sind die kleinen Fledermäuse ein echtes Festmahl. Denn im Gegensatz zu Insekten stillen die nachtaktiven Flieger den Nahrungsbedarf der Spinnen über einen langen Zeitraum.


Der Radnetzspinne ins Netz gegangen:


(Quelle: YouTube/National Geographic)

(hal/ame)