Lückenlos verfolgt

27. Dezember 2012 08:16; Akt: 27.12.2012 11:12 Print

Störchin Max ist tot

Der bekannteste Storch der Schweiz lebt nicht mehr: Die mit einem Sender ausgestattete Störchin Max ist vor einigen Tagen in Spanien tot aufgefunden worden.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der bekannteste Storch der Schweiz lebt nicht mehr. Die mit einem Sender ausgestattete Störchin Max ist vor einigen Tagen in Spanien von Mitgliedern der dortigen ornithologischen Gesellschaft tot aufgefunden worden. Der Satellitensender habe sich nicht mehr bewegt, teilte das Naturhistorische Museum Freiburg am Donnerstag mit. Zudem sei es zu einem Temperaturabfall gekommen.

Das Museum, das den Zug der Störchin seit über 13 Jahren aufzeichnet, mobilisierte darauf die Kollegen von der Spanischen Ornithologischen Gesellschaft. Diese fanden die Reste der toten Störchin sowie den Sender, der nach wie vor funktionierte.

Wie die Störchin ums Leben kam, ist unklar, da der Kadaver bereits teilweise aufgefressen worden war. Max wurde mit dreizehneinhalb Jahren sehr viel älter als die meisten ihrer Artgenossen. In der Schweiz erreicht nur jeder fünfte Storch das geschlechtsreife Alter.

Zugwege fast lückenlos studiert

Im Juli 1999 wurde Max mit einem Satellitensender ausgerüstet. Ihre Zugwege konnten seither fast lückenlos studiert werden. So konnte etwa beobachtet werden, wann die Störchin den Zug begann, wo sie durchzog und welche Zugstrategien sie anwandte. Weltweit wurde kein anderes Tier so lange mit Hilfe von Satelliten verfolgt.

Während des Zuges legte Max pro Tag meist zwischen 100 und 300 Kilometer zurück. Mit Rückenwind konnten es über 500 Kilometer werden. Insgesamt flog sie in ihrem Leben weit über 60'000 Kilometer. Die ersten acht Winter verbrachte sie in Marokko. Danach überwinterte sie jeweils in Spanien.

Im Alter von drei Jahren brütete die Störchin erstmals, und zwar nördlich des Bodensees. Seither zog sie alljährlich erfolgreich Junge auf, insgesamt deren 31. Ihr Bruterfolg von 2,8 Jungen pro Jahr liegt wesentlich höher als der Mittelwert anderer Schweizer Störche, die im Durchschnitt 1,7 Junge pro Jahr aufziehen.

Namen zu Ehren von Max Bloesch

Storch Max war im Mai 1999 in Avenches VD geschlüpft. Seinen Namen erhielt er zu Ehren von «Storchenvater» Max Bloesch (1908-1997), wie das Naturhistorische Museum auf seiner Webseite schreibt. Dieser hatte sich für die Wiederansiedlung des Weissstorchs in der Schweiz eingesetzt. Als nach drei Jahren klar wurde, dass es sich bei Max um ein Weibchen handelte, wurde der Name nicht mehr geändert.

Die deutsche Mutter von Max hatte bei ihrer Migration einen Halt in Bulle FR gemacht. Da sie geschwächt war, wurde sie im September 1997 eingefangen und in die Pflegestation des Naturhistorischen Museums in Freiburg gebracht. Wieder genesen, blieb sie bis 1999 in Avenches, wo sie zusammen mit ihrem Partner den Jungvogel Max aufzog.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mark am 27.12.2012 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    RIP!

    Ruhe in Frieden! Schön, konnte die Störchin so alt werden, zu viele werden von Hochspannungsleitungen erwischt!

    einklappen einklappen
  • Elias Truttmann am 27.12.2012 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ooch, ...

    Nicht traurig sein - immerhin hat Max einem anderen lieben Tierli offenbar als Festtagsschmaus gedient! Was für ein Abgang!

  • Zare am 29.12.2012 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Max 

    Den Angehörigen mein Beileid.. Tausende Tiere und Menschen sterben Täglich, aber man berichtet von einem Storch.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jacques Piscine am 30.12.2012 01:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was für ein Name

    Die StörchIN Max :-)

  • Zare am 29.12.2012 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Max 

    Den Angehörigen mein Beileid.. Tausende Tiere und Menschen sterben Täglich, aber man berichtet von einem Storch.

  • Elias Truttmann am 27.12.2012 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ooch, ...

    Nicht traurig sein - immerhin hat Max einem anderen lieben Tierli offenbar als Festtagsschmaus gedient! Was für ein Abgang!

  • Familie Clausi am 27.12.2012 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wir sind erschüttert - Ringen um Fassung

    Ich bin erschüttert. Er war unser Lieblingsstorch. Wir sind tiefst betroffen, ringen um Fassung. Das ist einfach ganz schlimm. Seit wir das gehört haben, sind wir am Weinen, trauern. Furchtbar. Möge er im Storchenhimmel ruhen, der Arme!

    • Oliver Twist am 27.12.2012 16:31 Report Diesen Beitrag melden

      hatte es doch schön

      Sorry aber man kanns ja auch übertreiben... Sie hatte ein schönes Leben und wurde älter als viele andere Störche wie ja im Beitrag steht.

    • F.B am 27.12.2012 18:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Aufatmen in der Froschwelt

      Aufatmen in der Amphibienwelt. Wie viele arme Frösche um den Globus herum mussten wohl durch diesen Max Schnabel hindurch. Nun hat das Bangen und Zittern ein Ende!! Es lebe die Frösche!! Quack, einen frochschleimigen guten Rutsch

    • elvira am 27.12.2012 22:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      haiaaaa

      sorry aber es gibt echt schlimmeres als dieser tote storch.. es ist ja schon traurig aber man kann es auch übertreiben... oh je mine

    • ;-) am 28.12.2012 00:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Übertrieben

      klar ist es traurig das Max nun im Storchenhimmel ist. aber täglich sterben tausende Tiere also bitte keine Trauerfeier

    • Chris am 28.12.2012 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ironie

      Ironie off. Für alle dies nicht verstanden haben:)

    einklappen einklappen
  • Mike am 27.12.2012 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht alle habens in den Süden geschafft

    Bei der Halbinsel Au habe ich vor wenigen Tagen auch einen Storch beobachtet. Ihm ist wohl die Flucht in den Süden nicht geglückt. Ich hoffe Vogelfreunde kümmern sich auch um ihn.

    • Otto am 27.12.2012 13:23 Report Diesen Beitrag melden

      War das ein Storch oder ein Reiher

      Die Reiher am See fliegen auch nicht in den Süden.

    • Weber am 27.12.2012 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Müssen nicht Weggehen

      Wenn Störche genügend futter haben, überleben sie unseren Winter ohne probleme. Es leben diverse Störche das ganze Jahr in der Schweiz.

    • Birgit C am 27.12.2012 16:43 Report Diesen Beitrag melden

      Au: ich denke auch es war ein Reiher

      In der Au habe ich noch nie einen Storch beobachtet. Ich denke es war eher ein Reiher. 1-2 Störche konnte ich die letzten zwei Jahre in Pfäffikon SZ beobachten, das war aber im Sommer. Die Reiher sind etwas kleiner, schmaler und haben nicht das intensive Schwarz im Gefieder.

    • F.b. am 27.12.2012 22:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      SilberReiher sind auch weiss,,,

      Hallo das sind mit grosser wahrscheinlichkeit Silberreiher.

    einklappen einklappen