Vorsicht!

07. Mai 2019 07:20; Akt: 07.05.2019 07:20 Print

Studie warnt vor Food-Tipps von Influencern

Blogger und Influencer präsentieren ihren Followern Meinungen statt Fakten. Das kann schnell gefährlich werden.

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Wer abnehmen oder einfach gesund leben möchte, sollte nicht auf Tipps von Bloggern vertrauen. Diese Empfehlung haben Forscher der University of Glasgow formuliert. Der Grund: Nur einer von zehn Influencern gibt akkurate und vertrauenswürdige Empfehlungen ab.

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Die Mehrheit, so die Wissenschaftler während des European Congress on Obesity, würde stattdessen gefährliches Halbwissen oder gar Fehlinformationen verbreiten und Meinungen als Fakten verkaufen.

Influencern auf die Finger geschaut

Für die Studie hatte das Team um Christina Sabbagh die Social-Media-Auftritte der 14 populärsten Blogger Grossbritanniens analysiert, die auf zumindest einem Netzwerk über 80'000 Follower haben, auf mindestens zwei Seiten wie Twitter verifiziert sind und einen aktiven Blog über Gewichtskontrolle betreiben.

Die zwischen Mai und Juni 2018 veröffentlichten Beiträge der Influencer wurden anhand von zwölf Ernährungskriterien ausgewertet. Zudem wurden die zehn aktuellsten Rezepte aus jedem Blog auf Energie, Kohlenhydrate, Protein, Fett, gesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe, Zucker und Salzgehalt hin untersucht.

«Influencer müssen Verantwortung tragen»

Dabei zeigte sich, dass «die Mehrheit der Blogs nicht als glaubwürdige Quellen für Informationen zur Gewichtskontrolle angesehen werden können, da sie oft die Meinung als Tatsache darlegten und offizielle Ernährungskriterien nicht erfüllten», so Sabbagh in einer Mitteilung. «Das ist potenziell schädlich, da die Blogs ein so grosses Publikum erreichen.»

Nur ein Blogger, ein ausgewiesener Ernährungsexperte, erfüllte die Kriterien; ein Arzt dagegen nicht.

Den Forschern zufolge müssen Influencer aufgrund ihrer Popularität mehr Verantwortung dafür tragen, welche Informationen sie verbreiten. Das derzeit grösste Problem: «Es gibt keine Standards, um die Glaubwürdigkeit der Blogs zu beurteilen», sagt Sabbagh. Ein Aspekt, der laut den Wissenschaftlern dringend geändert werden muss.



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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sandrine da bomb am 07.05.2019 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Influencer sind

    die Pest des digitalen Zeitalters.

  • Buntspecht am 07.05.2019 09:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wozu?

    Influencer, Blogger? Es ist mir völlig schleierhaft, warum man diesen folgt.

  • Ichindda am 07.05.2019 07:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach

    Vollumfänglich für alle auftretenden Folgeschäden und Kosten haftbar machen, und das ändert ganz schnell. Wenn die für ihren Mist geradestehen müssen, überlegen Sie sich zweimal was Sie rauslassen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peterpan am 07.05.2019 20:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geldverschwendung

    Für das braucht es keine Studie

  • Simon am 07.05.2019 18:29 Report Diesen Beitrag melden

    Studien

    Ich glaube nichts ohne Quellenangabe zur Studie die das gezeigt hat. 100000 Follower hin oder her... Gutes Portal: Researchgate und Jurnsearch. Viel Spass beim stöbern

  • Rince am 07.05.2019 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Völliger Blödsinn

    Warum sollte ich auf jemanden hören der nur zu Faul ist um zu arbeiten. Influencer sind aus meiner Sicht eine absolut unnötige Spezies....

  • tom wini am 07.05.2019 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Gefährliche Influencer

    z.B. Fit Shortie Eats auf Youtube. Der absolute Horror, was die isst und es dann auch noch promoted und obendrauf noch ihr Kleinkind damit fehlernährt. Oder Rawvana, Raw Alignment oder auch sehr schlimm Freelee the Banana Girl. Meines Erachtens alles Menschen mit einer Essstörung. Und solche Leute "influencen" andere, in dem sie ihre Ernährung mit E-Books und "Rezepten" vermarkten.

  • Avenarius am 07.05.2019 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Uff gäähhhhn Autsch

    Die meisten Influenzianer haben keine Ausbildung oder Berufserfahrung.Wie der Name schon sagt, fängt man sich was ein, wenn man auf Influenzianer hört. Unreife Personen mit dummen Meinungen wollen die Welt verbessern - erinnert mich irgendwie an Politiker.